Was tun gegen Eifersucht unter Geschwistern?

von Isabelle J.

Die Eifersucht meines Sohnes Adrian (vier Jahre) auf seine Schwester Diana (zwei Jahre) nimmt unerträgliche Ausmaße an, daher suche ich bei Ihnen Rat. Adrian nimmt seiner Schwester ständig Spielzeug weg.Außerdem haut er sie, drängt sie weg oder kneift sie. Oft tut er dies „heimlich“,wenn er glaubt,wir sehen es nicht. Diana kann sich natürlich noch nicht richtig wehren und ist darauf angewiesen, dass wir eingreifen.Das kann mehrmals täglich vorkommen. Diana leidet sehr darunter. Sie gibt ihrem Bruder allerdings keinen Anlass zu aggressivem Verhalten. Adrian meint immer, Diana würde ihm gegenüber bevorzugt. Da sie noch gefüttert wird, möchte er dies auch, da sie im Buggy sitzen darf, verlangt er auch danach usw. Dies ist sehr mühselig, denn Adrian sollte ja in seinem Alter schon selbstständiger werden. Mit Engelszungen muss ich dann Debatten mit ihm führen, warum Diana diese Fürsorge noch braucht und er nicht. Wir behandeln beide Kinder gleich liebevoll und bevorzugen keinen.Darum verstehen wir Adrians Verhalten nicht.Was können wir gegen die Eifersucht tun? Wie sollten wir bei aggressivem Verhalten reagieren?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Isabelle,

dass Adrian so eifersüchtig ist, rührt wohl unter anderem daher, dass Sie häufig für die kleine Schwester Partei ergreifen. Natürlich ist es aus Ihrer Sicht allzu verständlich,wenn Sie die Kleinere vor dem großen Bruder schützen.Doch je mehr Sie Diana zu beschützen versuchen und Adrian für seine „Vergehen“ zur Rede stellen,umso mehr wird er sich zurückgesetzt fühlen und umso eifersüchtiger wird er, da Mami und Papi ja ständig auf der Seite der kleinen Schwester sind. Für alle Beteiligten also eine schwierige Situation.Versuchen Sie trotzdem, weniger Partei für Diana zu ergreifen. So lange nicht die Gefahr besteht, dass Adrian sie wirklich verletzt (ihr etwa ein Metallauto auf den Kopf schlägt), sollten Sie besser nicht eingreifen. Kommt die Kleine weinend zu Ihnen, weil Adrian sie geschlagen hat oder ihr ein Spielzeug weggenommen hat, sollten Sie sie natürlich trösten. Bitte versuchen Sie nicht,Adrian „mit Engelszungen“ zu erklären, warum Diana mehr von Ihrer Zeit braucht – er ist doch genauso wichtig und braucht auch viel Zeit! In vorhersehbaren Konfliktsituationen können Sie ihn mit einer Aufgabe ablenken, die nur er als „Großer“ erledigen kann. Gut wäre es, wenn Sie jeden Tag eine bestimmte Zeit (30 bis 60 Minuten) nur für Adrian reservieren könnten (etwa wenn Diana schläft).Vielleicht kann sich auch eine Tante oder Oma besonders mit ihm beschäftigen, sodass er dort wieder „Hahn im Korb“ sein kann. Auch der Kontakt zu Gleichaltrigen wäre für Adrian günstig. Erlauben Sie ihm z. B., einen Freund einzuladen. Wenn Adrian meint, es wäre ein besonderes Privileg, wie ein Zweijähriger behandelt zu werden, dann sollten Sie ihm – mit allen Konsequenzen – mal für ein paar Tage seinen Willen lassen. Er wird zwar „bedient“ wie Diana, darf dann aber auch nicht mehr als sie: Er muss zur gleichen Zeit ins Bett wie sie, er darf noch nicht Fernsehen usw. Nach kurzer Zeit wird er feststellen, dass es doch besser ist, „groß“ zu sein. Zusätzlich können Sie Adrian mit einer Bach-Blüten-Mischung aus Beech,Heather,Holly, Star of Bethlehem, Sweet Chestnut und Willow unterstützen.

Alles Gute für Sie und Ihre beiden Kinder!

Herzlichst Ihre Andrea Schmelz

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