Zu viel Gameboy schädlich?

von Anonym

Liebe Frau Reimann-Höhn,

mein Sohn Lukas ist neun Jahre alt und hat zu Weihnachten einen Gameboy DS mit dem Spiel „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ geschenkt bekommen. Dass er sich in den Ferien davon kaum lösen konnte, kann ich verstehen. Schließlich war das Spiel neu und die Faszination daher wirklich groß. Inzwischen sind jedoch einige Wochen vergangen, und Lukas ist nach wie vor sehr fixiert auf das Spiel. Jeden Tag müssen wir darum kämpfen, dass er den Gameboy aus der Hand legt und sich um seine Hausaufgaben kümmert. Ich habe schon überlegt, ihm das Spiel nur noch in den Ferien zu erlauben. Was halten Sie davon?

Antwort von: Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn

Liebe Leserin,

ich erlebe immer wieder, dass besonders Jungen ein sehr großes und lang anhaltendes Interesse an Konsolenspielen oder Gameboys zeigen. Oft ziehen sie das stundenlange „Daddeln“ den Hausaufgaben oder auch einem direkten Treffen mit Freunden vor. Grundsätzlich sollten Sie also unbedingt darauf achten, die Spielzeit streng und konsequent zu begrenzen. Eine Stunde Bildschirm pro Tag sollte bei einem Neunjährigen ausreichen.

Trotzdem handelt es sich bei dem Rätselspiel „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ um eine höchst anspruchsvolle Beschäftigung. Anstatt sinnlos durch die Gegend zu hüpfen, wie bei einem Jump-and-Run-Spiel, werden hier Ausdauer, Kombinationsgabe, Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit geschult. Die teilweise äußerst kniffligen Rätsel zu lösen, schadet Ihrem Sohn intellektuell bestimmt nicht. Ein Kind braucht aber auch genügend Bewegung und den Kontakt mit Freunden. Falls sich Ihr Sohn auf die Ein-Stunden-Regelung einlässt, würde ich das Spiel nicht in die Ferien verbannen. Schließlich muss auch Ihr Kind erst lernen, mit den hoch attraktiven Bildschirmmedien kontrolliert umzugehen.

Viel Erfolg wünscht
Ihre Uta Reimann-Höhn

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