Hilfe, Schlafstörungen durch die Ferbermethode!

von Verena B.

Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz, mein Sohn ist fast sechs Monate alt. Vor kurzem habe ich das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gelesen. Da mein Baby jede Nacht 5- bis 6-mal aufwachte und ich ihn dann immer stillte, war ich so am Ende, dass ich beschloss, es nach der im Buch beschriebenen Ferbermethode zu versuchen. Anfangs ging es sehr gut. Mein Kleiner ist nachts nur kurz aufgewacht und ließ sich mit dem Schnuller trösten. Dann ist er friedlich wieder eingeschlafen Aber ab dem dritten Tag war es vorbei! Er schrie abends vor dem Einschlafen eine dreiviertel Stunde. Ich bin, wie im Buch empfohlen, alle fünf Minuten zu ihm hingegangen, um ihn zu beruhigen, doch wenn ich wieder ging, hat er nur um so schlimmer geweint. Er schreit jetzt sofort, wenn ich ihn ins Bett lege. Als ich ihn heute nach dem Stillen auf dem Arm einschlafen ließ, konnte ich ihn nicht mehr ins Bett legen, ohne dass er sofort aufwachte und schrie. Ich habe den Eindruck,mein Kind mit dieser Schlafmethode nur zu quälen.Was soll ich jetzt tun? Ich bedanke mich im Voraus!

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Verena,

bitte lassen Sie die Ferbermethode zum Schlafenlernen bei Ihrem Baby wieder sein. Ihr Kind ist dazu einfach noch zu klein. In den ersten sechs Lebensmonaten kommt ein unreifer Schlafzyklus mit häufigem nächtlichen Aufwachen oft vor. Das in dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ vorgestellte Programm wird dort zwar schon für Kinder ab sechs Monaten empfohlen, man sollte es einem Kind unter 12 Monaten jedoch noch nicht zumuten. Natürlich sollten Sie jetzt nicht ins andere Extrem verfallen und Ihren Sohn immer mit der Brust oder auf dem Arm einschlafen lassen. Legen Sie ihn wach – mit Schnuller – in sein Bettchen und bleiben Sie ruhig daneben sitzen, bis er eingeschlafen ist.Weint er, versuchen Sie ihn (in seinem Bett, möglichst ohne Herausnehmen!) durch leises Reden oder Singen, durch Streicheln oder sanftes, rhythmisches Klopfen auf den Rücken oder Po zu beruhigen. Bitte praktizieren Sie aber immer nur eine der genannten Methoden.Halten Sie die gewählte Beruhigungstechnik fünf Minuten durch, auch wenn sie zunächst nicht zu wirken scheint. Viele Babys brauchen etwas Zeit, sich darauf einzustellen und davon zu profitieren.Wenn Sie zu schnell wechseln, erreichen Sie oft nichts. Gehen Sie nachts genauso wie am Abend beim Einschlafen vor. Geben Sie Ihrem Baby nachts ruhig auch über das Alter von sechs Monaten die Brust – allerdings nicht als Schnullerersatz bei jedem Einschlafen, sondern nur, wenn es wirklich hungrig ist.Wenn Ihr Sohn nicht untergewichtig ist, sollte er nach einer Abend-Stillmahlzeit etwa um 20 Uhr mit einer nächtlichen Brustmahlzeit bis 6 Uhr morgens auskommen.

Ich wünsche Ihnen beiden bald wieder ruhigere Nächte!

Herzlichst Ihre Andrea Schmelz

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