Was tun, wenn das Baby Beikost strikt ablehnt?

von Anonym

Unsere Tochter Elisa ist acht Monate alt und weigert sich, vom Löffel zu essen. Als sie fünf Monate alt war, startete ich den ersten Fütterungsversuch (Mittagsmahlzeit, Frühkarotten aus dem Glas), gab aber nach fünf Tagen auf, da keinerlei Erfolg zu verzeichnen war.Nach etwa drei Wochen startete ich den nächsten Versuch. Ich habe alles ausprobiert,was ein Säugling so essen darf, zu den verschiedenen Mahlzeiten, jeweils mehrere Tage lang – kein Erfolg. Elisa öffnet ihren Mund nicht, und wenn dann doch mal was drinnen landet,wird es unverzüglich wieder ausgespuckt. Gebe ich ihr allerdings z. B. ein Stück Brot oder gekochte Kartoffel zum Selbstessen, landet es nach angemessener Bespielung durchaus in ihrem Mund, teilweise sogar in ihrem Magen! Mittlerweile füttere ich unsere Tochter mindestens zweimal in der Nacht, obwohl sie ab dem Alter von zwei Monaten zehn Stunden am Stück schlafen konnte. Es ist ja nachvollziehbar, dass irgendwann die Milchnahrung nicht mehr ausreicht.Aber wie bekomme ich Elisa dazu, vom Löffel zu essen?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Leserin,

nach meiner Erfahrung ist es oftmals nicht der Geschmack der angebotenen Beikost, der Babys standhaft den Mund zukneifen lässt, sondern die ungewohnte Ess-Technik. Mit acht Monaten ist Elisa körperlich sicher so weit entwickelt, dass sie vom Löffel essen kann. In den ersten Lebensmonaten wird nämlich reflexartig alles wieder aus dem Mund befördert. Hier einige Tipps und Tricks zum Füttern:

  1. Bieten Sie Ihrer Tochter die Beikost auf einem besonders weichen Löffel an, der nicht einmal stört, wenn er beim Schlucken im Mund bleibt .
  2. Mit verschiedenen Nahrungsmitteln haben Sie ja schon experimentiert. Babys mögen es meist am liebsten süß. Deshalb können Sie es anfangs auch für zwei Wochen mit einem Obstgläschen, etwa Babybirne, Babyapfel oder einer Mischung daraus, probieren.
  3. Bieten Sie Ihrer Tochter die Beikost etwa zwei bis drei Stunden nach der letzten Milchflasche an. Denn wenn sie richtig hungrig ist, wird sie der Löffel,mit dem man anfangs einfach noch nicht richtig satt wird, weil es viel zu langsam geht, nur ärgern.Achten Sie auch darauf, dass die Fütterzeit eine Tageszeit ist, zu der sie „gut drauf“ ist, also möglichst ausgeschlafen. Bei meinen Kindern hat es sich bewährt, sie zu stillen und dann schlafen zu legen.Wenn sie dann wieder wach waren, war gerade die richtige Zeit für Essversuche.
  4. Da Ihre Tochter recht willensstark zu sein scheint, müssen Sie ihr die Beikost beharrlich über mehrere Wochen lang regelmäßig anbieten. Irgendwann wird auch sie Gefallen am Essen finden. Bei meinen Kindern hat es jeweils etwa 14 Tage gedauert, bis sie den „Dreh“ raus hatten, wie man vom Löffel isst. Falls Elisa sich für Brei anfangs nicht begeistern kann, können Sie ihr ruhig weiterhin, wie Sie das ja schon getan haben, Brot oder Kekse in die Hand geben, an denen sie lutschen kann.Vielleicht können Sie damit ihr Interesse am Essen wecken.
  5. Füttern Sie Ihre Tochter möglichst immer dann, wenn auch alle anderen essen. Das weckt den Nachahmungstrieb, und sie möchte dann sicher auch wie die Großen essen.

Viel Erfolg!

Ihre Andrea Schmelz

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