Welche Alternativen zur Sojamilch gibt es?

von Frau C.

Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,

meinen Kindern (drei und ein Jahr alt) gebe ich seit einiger Zeit nur Sojamilch, da sie durch Kuhmilch sehr verschleimt waren und große Atemprobleme hatten. Nun wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Soja wegen der Phytohormone nicht ungefährlich sei und bei Mädchen eine verfrühte Pubertät verursachen könne. Stimmt das? Wäre eine Umstellung auf Ziegenmilch eine sinnvolle Lösung?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Frau C.,

dass Soja eine erhebliche Menge an Phytohormonen enthält, ist korrekt. Genau deshalb wird es ja in den Wechseljahren empfohlen. Und die Hormone sind natürlich auch in der Sojamilch enthalten. Die Hormonmengen, die ein Baby aufnimmt, das ausschließlich mit Sojamilch ernährt wird, führen z. B. zu Hormonspiegeln, wie sie auch unter einer Behandlung gegen Wechseljahrsbeschwerden gemessen werden. Wenn Ihre Kinder durch Kuhmilch Atemprobleme bekommen, wäre es gut, eine Allergiediagnostik durchführen zu lassen. Je nachdem, ob und auf welche Eiweißstoffe in der Kuhmilch Ihre Kinder reagieren, kann Ziegenmilch eine Alternative sein. Besteht aber eine (seltene) Kaseinallergie, wird auch die Milch anderer Säugetiere (z. B. Ziege, Schaf ) nicht vertragen, denn auch die enthält Kasein. Als Milchersatz können Sie entweder Reismilch oder Haferdrink (Oatly) aus dem Reformhaus/Bioladen verwenden. Da der Kalziumgehalt in den Getreidedrinks naturgemäß gering ist, können Sie mit Kalzium angereicherte Produkte kaufen, beispielsweise Oatly Plus mit Kalzium.

Alles Gute für Sie und Ihre Kinder und herzliche Grüße!

Ihre Andrea Schmelz

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