Unfolgsame Kinder – wie kann ich mich durchsetzen?

von Eva H. aus Kenzingen

Ich bin Mutter von zwei Jungen im Alter von 3 1/2 und 1 1/2 Jahren. Beide sind sehr aktiv und machen meist, was sie wollen. Sage ich z. B. nein, dann machen sie oft genau das Gegenteil von dem, was sie sollen. Wie gehe ich in solchen Situationen richtig mit meinen Kindern um? Was soll ich sagen bzw.wie soll ich mich verhalten?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Eva,

ich kann Ihre Schwierigkeiten gut nachvollziehen, denn zwei Kinder in diesem Alter – und besonders zwei lebhafte Jungen! – sind naturgemäß sehr anstrengend. Die beiden probieren jeden Tag aufs Neue aus, wie weit sie gehen können, und stellen damit Ihre Nerven auf eine Zerreißprobe. Auch wenn es banal klingt: Hier hilft nur Konsequenz.Außerdem sollten Sie bei Ungehorsam weniger reden und schneller handeln. Viele Eltern versuchen ihren Kindern zu erklären, warum sie dieses oder jenes nicht dürfen – und das ist auch richtig. Befolgen Ihre beiden Lausbuben jedoch Ihre Anweisung nicht, sollten Sie sich nicht auf Erklärungen, unzählige Wiederholungen (oft in steigender Lautstärke) oder folgenlose Drohungen einlassen. Dann müssen Sie möglichst umgehend und ruhig, aber bestimmt handeln. Versuchen Sie, sich nicht zu sehr aufzuregen. Sind nämlich Eltern und Kinder erst einmal in Machtkämpfe verwickelt, steht es bereits 1 : 0 für die Kinder,wenn sie es wieder mal geschafft haben, Mama oder Papa so richtig „auf die Palme zu bringen“. Hier nun einige Beispiele, wie Sie in häufig auftretenden Situationen richtig reagieren können:

  • Grundsätzlich: Sehen Sie Ihre Kinder dabei an, wenn Sie ihnen eine Anweisung geben. Sprechen Sie mit fester Stimme.Wiederholen Sie Ihre Anweisung notfalls noch ein zweites Mal und handeln Sie dann sofort, wenn Ihre Kinder nicht folgen.
  • Streit um Spielzeug: Spielzeug für 5 bis 10 Minuten entfernen, eventuell Kinder für eine Auszeit in zwei verschiedene Zimmer schicken.
  • „Bitte hört mit ... auf!“ wird nicht befolgt: Gegenstand wegnehmen, eventuell Auszeit.
  • Theater beim Essen: Teller ganz selbstverständlich abräumen und sagen „Ihr seid offensichtlich nicht mehr hungrig!“
  • Kinder wollen nicht ins Bett: Festes Abendritual und feste Schlafenszeit einführen, nach Möglichkeit nur ein Kind ausziehen, während das andere beim Vater bleibt (dann schaukeln sich Ihre beiden Jungen nicht noch gegenseitig auf ), notfalls muss die „Gute-Nacht-Geschichte“ ausfallen.

Übrigens: Es ist schon eine ganz gute „Quote“, wenn Ihre beiden Jungen nur die Hälfte Ihrer Anweisungen befolgen! Gute Nerven wünscht Ihnen Andrea Schmelz

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