Was tun, wenn Kinder Angst haben?

von Frau K.

Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz!

Meine 4-jährige Tochter sagt schon seit ein paar Monaten abends immer mal wieder: „Ich habe Angst.“ Auf die Frage wovor, sagt sie: „Wenn einer kommt.“ Wir haben ein tägliches abendliches Ritual: Zuerst lesen, dann Zähne putzen und Schlafanzug anziehen, dann beten wir und singen noch ein Schlaflied. Sie ist sehr sensibel und macht sich über alles viele Gedanken. Sie geht etwa um 19.45 Uhr ins Bett. Es kann aber vorkommen, dass sie noch nach einer Stunde ruft und nach Dingen fragt, die tagsüber gewesen sind (z. B.: Wo ist der Storch vom Spazierengehen?). In den letzten Wochen ist es immer häufiger vorgekommen, dass sie abends Angst hat. Ab und zu schläft sie auch bei uns, aber nur wenn sie krank ist oder mein Mann abends später nach Hause kommt (eher selten). Bei uns schläft sie ohne Probleme und ist überglücklich.

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Frau K.,

das Verhalten Ihrer Tochter ist in diesem Alter nicht ungewöhnlich. Im so genannten „Märchenalter“ sind Ängste z. B. vor Gespenstern, dem Alleinsein oder der Dunkelheit häufig. Sensiblen Kindern machen diese Ängste natürlich noch mehr zu schaffen. Diese Phase geht meist bis zum Schulalter wieder vorüber. Doch können Sie auch jetzt schon einiges tun, um Ihrer Tochter zu helfen:

  1. Lassen Sie die Zimmertür abends auf und/oder machen Sie ein schwaches Nachtlicht an. Sehen Sie öfter mal ins Kinderzimmer, auch wenn Ihre Tochter nicht ruft. Das vermittelt ihr die Sicherheit, dass sie nicht allein ist.
  2. Fragen Sie Ihre Tochter, was Sie ihrer Meinung nach tun könnten, damit sie keine Angst mehr haben muss.Was wünscht sich Ihre Tochter von Ihnen als Unterstützung? Oft haben Kinder ganz hervorragende Ideen! Vielleicht genügt als Sicherheit schon eine griffbereite Taschenlampe auf dem Nachtisch, um im Fall des Falles schnell nachsehen zu können? Oder vielleicht will sie ein Bild mit einem Monster darauf malen, damit sich nächtliche „Gestalten“ davor fürchten und nie mehr wiederkommen? Sie können auch eine Schutzgestalt erfinden oder ein Schutztier (eventuell Plüschtier). Diese sitzen nachts neben dem Bett und beschützen Ihre Tochter.
  3. Lesen Sie oft Märchen vor. Darin werden Ängste kindgerecht thematisiert, und es siegt immer das Gute. Ihre Tochter kann die Ängste auf diese Weise bearbeiten. Auch das Malen von Dingen, die ihr Angst machen, hilft oft.
  4. Unterstützend können Sie Bach-Blüten geben. Folgende Mischung (4-mal 4 Tropfen täglich) erscheint in Ihrem Fall empfehlenswert: Mimulus, Aspen, Red Chestnut, Clematis, Star of Bethlehem,White Chestnut. Ich hoffe, die Ängste Ihrer Tochter bessern sich bald. Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz

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