Wie geht man mit kleinen „Kletten“ um?

von Eva S. aus Aachen

Meine Tochter Celine ist jetzt 16 Monate alt und ein sehr fröhliches, liebes Kind. Es gibt nur ein Problem: Sie bleibt bei niemandem außer mir! Sie lässt sich weder von meinem Mann noch von meiner Mutter, die mit im Haus wohnt und sie deshalb gut mal nehmen könnte, auch nur für kurze Zeit betreuen! Ich brauche nur Anstalten machen zu gehen, schon fängt sie untröstlich an zu weinen. Gerne würde ich mal ohne sie einkaufen gehen – sie wäre ja daheim bestens aufgehoben und liebevoll betreut, aber bisher hat das noch nie geklappt. Was kann ich tun?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Eva,

Sie schreiben, Ihre 16-monatige Tochter lässt Sie nicht aus den Augen und beginnt sofort zu weinen, wenn Sie weggehen wollen. Was passiert denn, wenn Sie in den Keller oder zur Toilette gehen? Will Celine dann auch unbedingt mit oder akzeptiert sie in diesen Fällen, dass die Mami mal kurz verschwindet, um kurze Zeit später wieder zu erscheinen? Ihre Tochter sollte durch solche kurzen „Trennungen“ lernen können, dass Sie immer wieder zurückkommen. Gut wäre es auch, wenn Sie mit Celine in eine Krabbel- oder Spielgruppe gingen. Dort kann sie viele neue Menschen kennen lernen und ist doch sicher, dass Sie immer dabei sind. Hat Ihre Tochter sich erst einmal eingewöhnt, vergisst sie vielleicht auch schon mal, sich ständig nach Ihnen umzuschauen. Der nächste Schritt wäre, dass Vater oder Oma mit Celine spielen, während Sie sich kurze Zeit in einem anderen Raum beschäftigen. Vielleicht fällt Celine das mit ihrem Lieblings- Schmusetier etwas leichter, oder ein begehrtes Spielzeug oder Bilderbuch, das nur für diese Fälle reserviert ist, hilft dabei, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln. Ist auch dieser Schritt geschafft, können Sie versuchsweise mal für kurze Zeit das Haus verlassen. Schleichen Sie sich aber bitte nie heimlich davon, das könnte das aufgebaute Vertrauen wieder zunichte machen. Nehmen Sie lieber ein paar Tränen beim Abschied in Kauf. Oft hört sich das viel tragischer an, als es wirklich ist, und Ihr Kind beruhigt sich doch schon bald. Das Wichtigste dabei: Trauen Sie Ihrer Tochter zu, dass sie es auch ohne Mama bei Oma oder Vater aushalten kann! Haben Sie beispielsweise Schuldgefühle, wenn Sie Celine in deren Obhut lassen, wird Ihre Tochter es viel schwerer haben, sich von Ihnen zu trennen! Unterstützend ist die Gabe von Chicory hilfreich.

Ich wünsche Ihnen, dass die Betreuung durch Oma oder Vater bald gelingt,

Ihre Andrea Schmelz

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