Wie kann man einem Kleinkind mit Trennungsängsten helfen?

von Dorothee S.

Unsere Tochter Pia ist 18 Monate alt und eigentlich ein echter Sonnenschein. In letzter Zeit aber ist sie tageweise extrem empfindlich: Man kann ihr nichts recht machen und sie weint immer wieder ohne erkennbaren Grund. In diesen Phasen darf ich mich nicht von ihr wegbewegen. Pia will dann nur bei mir sein und weigert sich, mit ihrem Vater (der auch zu Hause ist und an den sie genauso gewöhnt ist wie an mich) zu spielen. Nachts wacht sie oft weinend auf und beruhigt sich nur, wenn wir sie zu uns ins Bett holen. Haben Sie Tipps, wie wir Pia über ihre Trennungsängste hinweghelfen können?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Dorothee,

was Sie beschreiben, ist eine ganz typische Entwicklungsphase, die meist um den 18.Monat herum beginnt. Ihr Kind erkennt sich selbst nun als Persönlichkeit und grenzt sich von anderen Menschen ab – die Trotzphase nimmt ihren Anfang. Dadurch verstärken sich die kindlichen Gefühle von Geborgenheit oder eben auch Verlassenheit, wenn Sie mal nicht in der Nähe sind. Dass Pia dabei darauf besteht, dass Sie als Mutter zu ihr kommen,mag vielleicht daran liegen, dass Sie eben doch die Haupt-Bezugsperson für sie sind und sich zeitlich länger oder aber intensiver als ihr Vater mit ihr beschäftigen. Ihr Mann sollte dies allerdings „locker“ sehen und nicht gekränkt reagieren, sondern am besten immer wieder Kontaktangebote machen. Auch nächtliche Angst vor dem Alleinsein ist in diesem Alter sehr häufig, und so lange Sie selbst nicht zu sehr dadurch gestört werden, sollten Sie Ihre Tochter zur Beruhigung ruhig vorübergehend in Ihr Bett lassen. Es empfiehlt sich allerdings – sofern Sie keinen kleinen Dauergast im Ehebett wollen –, Pia in ihr eigenes Bett zurückzubringen, sobald sie sich wieder beruhigt hat. Wichtig ist für Pia gerade in dieser Entwicklungsphase die Sicherheit, dass eine vertraute Bezugsperson (und derzeit muss es eben gerade die Mama sein) anwesend ist und ihr Rückhalt gibt.Mehr können und müssen Sie nicht für sie tun.

Mit den besten Wünschen für Ihre ganze Familie!

Ihre Andrea Schmelz

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