Wie viel Förderung braucht mein Baby?

von Patrizia H. aus Köln

Meine Tochter Sarah ist jetzt 8 Wochen alt, und ich bin froh, dass das Stillen sich inzwischen eingespielt hat, obwohl ich sie immer noch etwa alle 2 1/2 bis 3 Stunden anlegen muss. Dadurch komme ich aber fast zu gar nichts mehr, gerade mal eben noch zu einem Spaziergang oder zum Einkaufen. Wenn ich sehe, was meine Freundinnen mit ihren Babys nebenbei noch alles unternehmen – wie Babymassage, Babyturnen und PEKIP-Kurse, dann habe ich ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich das Gefühl habe,meinem Kind etwas vorzuenthalten. Wie wichtig sind solche Kurse für die Entwicklung eines Babys? Sollte ich mich vielleicht doch bemühen, an einem Kurs teilzunehmen, und was wäre dann für Sarah am wichtigsten?

Antwort von: Dr. med. Andrea Schmelz

Liebe Patrizia,

Sie brauchen sich keinerlei Vorwürfe zu machen, weil Sie mit Ihrer Tochter nicht wenigstens einen Baby-Kurs besuchen. Wenn Ihre Freundinnen das (wirklich ganz nebenbei?) schaffen, dann haben diese vielleicht Babys, die weniger häufig an die Brust wollen oder überhaupt „pflegeleicht“ sind. In den ersten Monaten braucht ein Baby neben der Befriedigung seiner körperlichen Bedürfnisse vor allem viel Liebe, Nähe und Körperkontakt. Das können Sie Sarah auch ohne irgendwelche Kurse geben. Setzen Sie sich also nicht unter Druck! Ich möchte Ihnen hierzu noch ein Beispiel anführen: Es gibt weltweit viele Kulturen, in denen Babys in den ersten Lebensmonaten (und auch darüber hinaus!) mehr oder minder bewegungslos in einem Tragetuch auf dem Rücken der Mutter ausharren müssen. Und doch gibt es nirgendwo auf der Welt so viele bewegungsauffällige Kinder wie in den Industrienationen, in denen bereits Babys frühzeitig gefördert werden. Es sind vielmehr die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten für Klein- und Schulkinder, die daran schuld sind. Eine frühzeitige Förderung ist also nicht falsch und gibt gerade jungen Müttern die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennen zu lernen. Nötig hingegen ist sie nicht.Vielmehr sollten Sie Ihrer Tochter gestatten, sich möglichst viel zu bewegen und ein gutes Körpergefühl zu entwickeln,wenn sie mit dem Krabbeln und Laufen beginnt. Falls Sie doch einen Kurs besuchen möchten, würde ich Ihnen das „Prager Eltern-Kind-Programm“ (PEKIP) empfehlen, das die kindgerechte Entwicklung etwa ab dem 3. Lebensmonat fördert und die motorischen Fähigkeiten intensiviert.

Mit den besten Wünschen für Sie beide

Ihre Andrea Schmelz

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