Wie gehe ich mit der eventuellen Hochbegabung meines Kindes um?

von Anonym

Liebe Frau Reimann-Höhn,

ich glaube, dass mein Sohn (sechs Jahre) hochbegabt ist, traue mich aber noch nicht, mit meinem Verdacht zur Lehrerin zu gehen. Ich befürchte, dass die meisten hochbegabten Kinder in den Grundschulen nicht ernst genommen werden und es meinem Sohn ebenso ergehen könnte. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Sollte ich erst einen Test machen und erst dann mit der Schule reden? Oder soll ich meine Befürchtungen gleich ansprechen? Welche Schule ist geeignet für ihn? Sollte er auf der „normalen“ Grundschule bleiben? Bekommt er dort wirklich die Förderung, die er braucht?

Antwort von: Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn

Liebe Leserin,

die Sorge um Ihren Sohn kann ich gut verstehen, denn die Berichte in der Presse und anderen Medien über unser Bildungssystem stärken nicht gerade das Vertrauen in den angemessenen Umgang mit speziellen Kindern. Trotzdem rate ich Ihnen, vorerst abzuwarten. Um eine Hochbegabung Ihres Kindes müssen Sie sich erst „sorgen“, wenn Ihr Sohn dadurch Schwierigkeiten bekommt. Eine Hochbegabung hat viele Seiten, und eine Reihe von besonders intelligenten Kindern durchläuft die Schule völlig unproblematisch, allerdings mit wesentlich geringerem Aufwand als weniger begabte Kinder. Falls Ihr Sohn sich unterfordert fühlt und deswegen abschaltet oder herumkaspert, muss natürlich eine Lösung mit der Schule gefunden werden. Deswegen würde ich zunächst das Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern empfehlen. Fühlen Sie sich dort nicht angenommen, können Sie jederzeit weitere Stellen (zum Beispiel eine Erziehungsberatungsstelle) einschalten und einen IQ-Test machen lassen.

Viel Spaß mit Ihrem aufgeweckten Sohn wünscht
Ihre Uta Reimann-Höhn

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