Müssen wir eine störende Mitschülerin ertragen?

von Anonym

Liebe Frau Reimann-Höhn,

in der dritten Klasse meiner Tochter gibt es eine Mitschülerin, die den anderen Kindern das Leben schwer macht. Auch meine Tochter ist davon betroffen. Das Mädchen stört den Unterricht, provoziert, und in der Folge kommt es immer wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen den Kindern. Dass es bisher noch keine ernsthaften Verletzungen gab, grenzt an ein Wunder. Können wir darauf bestehen, dass dieser „Störenfried“ die Klasse wechselt oder die Schule verlässt?

Antwort von: Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn

Liebe Leserin,

über den Verbleib eines Kindes in einer Klasse entscheidet die Schulleitung. Sie ist dabei dem Schutz der Schule und der Schüler verpflichtet, denn niemand darf in seinen Rechten verletzt werden. Das gilt für alle Kinder, sowohl für Ihre Tochter als auch für das andere Mädchen und alle Mitschüler. Es muss also geprüft werden, ob die Rechte Ihrer Tochter verletzt werden,wenn das Mädchen in der Klasse bleibt. Das ist sicher eine schwierige Entscheidung. Vielleicht versuchen Sie vorab, mit der Lehrerin und den Eltern des Mädchens zu sprechen, um die Ursachen für dessen Verhalten herauszufinden.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Begutachtung der Unterrichtssituation durch einen Schulpsychologen oder durch einen Sonderpädagogen eines Förder- und Beratungszentrums einzuleiten. Diese Fachleute können die Klasse in Ruhe beobachten, die Situation erklären und dann Möglichkeiten vorschlagen, sie zu verbessern. Dabei kann die ganze Klasse in die Problemlösung miteinbezogen werden. So lernen die Kinder, sich mit schwierigen Mitschülern aktiv und konstruktiv auseinanderzusetzen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz.

Viel Glück wünscht

Ihre Uta Reimann-Höhn

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