Muss mein Kind in den Ferien Hausaufgaben machen?

von Anonym

Die Klassenlehrerin meiner Tochter

Katharina (4. Klasse) ist sehr engagiert.

Im Prinzip finde ich es prima, dass sie

sich so intensiv einbringt und voller

neuer Ideen ist. Manchmal habe ich

allerdings das Gefühl, sie überfordert

die Kinder ein wenig. In den Ferien soll

meine Tochter Informationen über die

heimische Tierwelt sammeln, inklusive

Fotos, um dann nach den Ferien darüber ein Referat zu halten. Katharina

nimmt das sehr ernst und hat die

Befürchtung, nicht genug zu machen.

Dadurch kann sie nicht wirklich

„abschalten“. Sind solche Ferienhausaufgaben

überhaupt erlaubt?

Antwort von: Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn

Schulferien dienen in erster Linie der

Erholung von Schülern, Lehrern und im

Prinzip auch der Eltern. Wie viele Kinder

in den Ferien lernen, ob sie beispielsweise

einen Nachhilfekurs belegen oder

mit den Eltern den bisherigen Schulstoff

festigen, liegt ganz im Ermessen der

Erziehungsberechtigten.

Hausaufgaben

für die Schulferien durch die Lehrkräfte

sind daher nur in Ausnahmefällen und

auf freiwilliger Basis möglich, etwa

wenn im Schuljahr bei einer Schülerin

oder einem Schüler große Fehlzeiten

aus Krankheitsgründen vorliegen und

die Aufgaben dazu dienen sollen, versäumten

Unterrichtsstoff nachzuarbeiten,

um so die weitere Mitarbeit sicherzustellen.

Ansonsten sind Hausaufgaben

während der Ferien unzulässig. Bei der

Referatsvorbereitung kann es sich also

nur um eine freiwillige Leistung handeln.

Das hilft Ihrer Tochter allerdings wenig, wenn sie als Einzige nach den

Ferien keine Vorbereitungen getroffen

hat. Begrenzen Sie daher diesmal die

Referatsvorbereitung auf einen Tag,

sodass Ihre Tochter beruhigt ist. Sprechen

Sie dann mit dem Elternbeirat

oder direkt mit der Lehrerin, damit so

etwas möglichst nicht mehr vorkommt.

Kommentare zu "Muss mein Kind in den Ferien Hausaufgaben machen?"

  • Annika schreibt am 26.04.2017

    Sinnlose Hausaufgaben und Wochenende passen auch nicht zusammen.
  • Elisabeth schreibt am 11.03.2016

    Es kommt immer darauf an, wie etwas 'verpackt' wird. Wir gehen mit unseren Kindern in den Wald und schauen, ob wir eine oder mehrere Tierspuren finden und suchen dann im Lexikon oder im Internet nach Spuren von Fuchs, Hase, Wolf, Luchs, Bär, etc. und machen Fotos. Das ist doch für die ganze Familie ein schönes Erlebnis und wir erinnern uns immer wieder gerne an solche Ausflüge, wenn wir die Fotos anschauen. Katharina hätte sicherlich auch die Befürchtung, nicht genug zu machen, wenn sie ein Referat innerhalb der Schulzeit machen müsste. Wo gibt es heute noch engagierte Lehrer? Die muss man inzwischen suchen und dazu kann ich nur sagen, dass gar nicht die Schüler die Schwierigen sind, sondern die Eltern. Wenn das Kind zu viel machen muss, wird sich beschwert, wenn das Kind zu wenig machen muss, wird sich auch beschwert und so viele Eltern es gibt, so viele Meinungen gibt es. Hat sich denn von den Eltern schon einmal jemand bei der Lehrerin bedankt für ihr Engagement? Ich sehe es als Kompliment an Katharina, wenn die Lehrerin auf sie zukommt. Würde sie auf eine andere Schülerin zukommen, würde sich die Mutter auch beschweren. Also ich sehe das ganz positiv und außerdem werden solche Themen bereits in den Kindergärten besprochen, also ist das doch alles lösbar.
    LG Elisabeth
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