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Elternbrief


E-Mail Newsletter 06-10-2006
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

auf dem Weg zur Schule kommen wir täglich an einer Grünfläche vorbei, die von einigen Kastanienbäumen gesäumt ist. Jetzt im Herbst gibt es für meine Kinder nichts schöneres, als die glänzend braunen Kastanien wie Schätze aufzusammeln und vielleicht durch einen gezielten Wurf mit einem Ast noch weitere vom Baum zu holen.

Ist ja das Sammeln schon eine Attraktion für sich, macht das Basteln und Spielen damit noch mal ebenso viel Spaß...


 

Sind die Kastanien noch in ihrer stacheligen Hülle, lassen sich daraus ruckzuck mit ein wenig Knete als Schnauze putzige Stacheligel basteln.

Eine klassische Bastelei sind allerhand Kastanientiere. Bohren Sie mit einer Stricknadel oder einem Dorn (zum Dosenlochen) Löcher für Beine und Hals vor, sodass Ihr Kind dann Zündhölzer hineinstecken kann. Schon steht der Hund, das Pferd oder die Katze. Auf den Hals setzen Sie (ebenfalls mit vorgebohrtem Loch) als Kopf eine kleine Kastanie oder eine Eichel. Auch Raupen oder Schlangen lassen sich gut basteln, wenn die einzelnen Kastanien mit halbierten oder gedrittelten Zündhölzchen zusammengesteckt werden.

Wenn Sie Ihrem Kind die Kastanien vorbohren, sodass jede ein Loch durch die Mitte bekommt, kann Ihr Kind eine prima Kette damit auffädeln.

Aus allerlei Herbstschätzen lässt sich leicht ein Natur-Tastsäckchen basteln. Als Inhalt, den Ihr Kind dann erfühlen darf, eignen sich z. B. Kastanien, Bucheckern, Eicheln, Steine, Hagebutten oder Rindenstückchen.

Veranstalten Sie auch einmal ein Kastanien-Wettkullern, das mit mehreren Kindern natürlich am meisten Spaß macht. Nehmen Sie ein großes Holzbrett aus der Küche (prima geeignet: ein Backbrett) und stellen Sie es schräg. Nun bekommt jeder eine Kastanie. Auf Kommando lässt jeder Mitspieler seine Kastanie am oberen Brettrand los und lässt sie herunterrollen. Welche kullert am schnellsten, welche kommt am weitesten?

Und wenn Ihr Kind gerade zählen lernt, eignen sich Kastanien prima als Übungsmaterial.



 

Antibiotische Säfte werden von Kindern oft ungern genommen, denn trotz der starken Aromatisierung ist der Nachgeschmack häufig bitter. Und weil Antibiotika meist erst zu Hause mit Wasser angemischt werden müssen, besteht die Gefahr, dass dabei etwas falsch gemacht wird und dann die Dosierung nicht mehr stimmt.

Deshalb haben sich Wissenschaftler etwas Neues ausgedacht. Sie haben einen Trinkhalm erfunden, der mit einem Antibiotikum beschichtet ist. Das Medikament ist in geschmacksneutralen Pellets versteckt, die das Kind mit seinem Lieblingsgetränk einnehmen kann. Lediglich Getränke mit Temperaturen über 40°C oder mit Fruchtfleisch sind ungeeignet.

Mit dem ersten Saugen werden die im Inneren des Trinkhalms befindlichen Antibiotika-Pellets aufgenommen – und die Kinder merken meist gar nichts davon. Die Trinkhalme enthalten einen Indikator, der anzeigt, ob das Antibiotikum vollständig eingenommen worden ist. Bisher gibt es die Antibiotikum-beschichteten Trinkhalme erst mit einem einzigen Wirkstoff, nämlich dem Antibiotikum Clarithromycin (Handelsname ClaroSIP®), doch weitere Antibiotika im Trinkhalm sollen folgen.

Die Halme müssen nicht gekühlt werden und sind in drei unterschiedlichen Dosierungen (je nach Gewicht der kleinen Patienten) erhältlich. Ob Ihr Kinderarzt Ihnen das neue Antibiotikum im Trinkhalm verschreiben kann, hängt allerdings davon ab, unter welcher Infektion Ihr Kind leidet, denn nicht alle Bakterien sprechen auf das Präparat an.



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Auch wenn ich es alles andere als befriedigend finde, Sie immer wieder mit Warnungen aufzuschrecken: Manchmal muss es zum Schutz unserer Kinder einfach sein!

Nun ist es schon zwei Monate her, dass Stiftung Warentest gesundheitsschädliche Stoffe in Kinderwagen gefunden hat – und doch werden einige der beanstandeten Modelle noch immer verkauft! Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert jetzt einen Rückruf durch die Hersteller.

Die Stiftung Warentest hatte in ihrer Juli-Ausgabe 15 Kinderwagen – so genannte Buggys – unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Einige dieser Kinderwagen enthalten in den Griffen einen bedenklichen Chemiecocktail aus Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese Stoffe sind fettlöslich und gelangen über Haut und Mund in den Organismus – und natürlich wollen die Kleinen auch mal den Wagen schieben oder lutschen sogar an den Griffen! Fast alle PAKs sind nachweislich krebserregend, Weichmacher können vor allem die spätere Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders ärgerlich: Ihr Einsatz ist unnötig, da es ungiftige Alternativen gibt.

Zwei Modelle bewertete die Stiftung Warentest mit „mangelhaft“: Den Buddy Buggy von Knorr und den Hauck 202432 Jet 6h-sports orange. Der vzbv hat die beiden fränkischen Hersteller und die Marktaufsicht schriftlich aufgefordert, die Modelle schnellstmöglich vom Markt zu nehmen. Das wäre eigentlich nur logisch. Bei Autos ist es selbstverständlich, dass bei Sicherheitsproblemen notfalls Hunderttausende Fahrzeuge zurückgerufen werden. Das sollte bei Kinderwagen nicht anders sein.

Doch bisher ist nichts passiert. Die Hersteller haben nicht reagiert und ihre Waren zurückgerufen. Selbst große Handelsketten bringen die belasteten Produkte weiterhin in Umlauf. „Dass Kinderwagen mit Giftstoffen in den Handel gelangen, ist eine grobe Fahrlässigkeit. Dass Hersteller und Händler sie nach dem Testergebnis weiterhin verkaufen als sei nichts geschehen, ist ein Skandal“, so der vzbv. Dem kann ich mich nur anschließen!

(Quelle: vzbv)



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Hochbegabte Kinder kommen nicht mit einem Stempel auf der Stirn zur Welt, doch ihr Verhalten in den ersten Lebensjahren kann auf ihre besonderen Fähigkeiten hinweisen. Falls Ihr Kind die folgenden Merkmale zeigt, gehört es möglicherweise dazu:

- Ist Ihr Kind gegenüber Gleichaltrigen weit entwickelt? Ist es schon lange vor seinem ersten Geburtstag gelaufen, hat es mit zwei Jahren bereits viel gesprochen oder zeigt es ungewöhnliche Fähigkeiten? Hat Ihr Kind einen außergewöhnlich großen Wortschatz für sein Alter? Kann es Sachverhalte sehr genau und detailliert schildern?
- Ist Ihr Kind sehr wissbegierig, stellt es viele Fragen, die teilweise fast philosophisch sind ?
- Braucht Ihr Kind ständige Beschäftigung, weil es sich schnell langweilt? Erledigt es Aufgaben schnell?
- Setzt Ihr Kind an sich selbst sehr hohe Maßstäbe an, möchte es mehr können? Bekommt es Wutanfälle, wenn ihm Dinge nicht gelingen? Ist es ungeduldig mit sich selbst?
- Liest Ihr Kind viel, häufig auch Bücher für ältere?
Schläft Ihr Kind vielleicht weniger als andere, hat es ein starkes Durchhaltevermögen und wird es oft als anstrengend empfunden?
- Hat Ihr Kind eine sehr genaue Beobachtungsgabe?
- Ist Ihr Kind in Gruppen vielleicht sehr dominant, weil es alles besser weiß und schneller macht? Übernimmt es entweder die Führungsposition oder wird es als Außenseiter ausgegrenzt?
- Wirkt Ihr Kind oft wie ein kleiner Erwachsener?
- Macht Ihr Kind manchmal absichtlich Fehler, um gegenüber Gleichaltrigen „normal“ zu erscheinen?
- Ist Ihr Kind sensibel und manchmal sehr lärmempfindlich?
- Zieht Ihr Kind es vor, mit Älteren zu spielen, denen es sich geistig nicht überlegen fühlt?
- Ist Ihr Kind sehr interessiert an allem, was um es herum vorgeht?
- Wurden Sie von Freunden und Bekannten schon öfter darauf angesprochen, dass Ihr Kind Außergewöhnliches geleistet hat?

Falls Sie mehr als 2/3 dieser Fragen mit Ja beantworten, ist es wahrscheinlich, dass Ihr Kind hochbegabt ist. Obwohl die Sensibilität für hochbegabte Kinder in den Schulen langsam steigt, gibt es immer noch einen hohen Prozentsatz von unerkannten Talenten. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass eine gewisse Unsicherheit und ein Informationsmangel gegenüber Hochbegabung bestehen. Nicht nur die Eltern, sondern auch die Lehrer und die Mitschüler fragen sich, wie ein hochbegabtes Kind am sinnvollsten in die Klasse integriert werden kann. Der oft unstillbare Wissensdurst und die ungebremste Energie sind anstrengend, und häufig sind hochbegabte Kinder sogar unbeliebt bei ihren Klassenkameraden.

Mein Tipp
Auf der Internetseite www.mensa.de können Sie und Ihr Kind einen 20-minütigen Intelligenztest aus Spaß selber ausfüllen. Die Ergebnisse sind natürlich nicht wissenschaftlich überprüft, geben jedoch einen ersten Hinweis auf Hochbegabung. Aber Achtung: Nicht frustrieren lassen, die Aufgaben sind echt kniffelig!



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Das heutige Buch wird Sie sicherlich verblüffen – während Ihrem Kind auf den ersten Blick vielleicht gar nichts Besonderes auffällt. Die Rede ist vom Bilderbuch „Ich sehe was, was du nicht siehst 1“ von Joan Steiner (Esslinger Verlag Schreiber 1999; 32 Seiten; 12,90 Euro; geeignet für Kinder ab drei bis vier Jahren). Es gibt außerdem zwei Folgebände: „Ich sehe was, was du nicht siehst 2“ und „Ich sehe was, was du nicht siehst … im Winter“. Blättert man durch das Buch, sieht man auf den ersten Blick liebevoll gestaltete Ansichten eines Kaufladens, eines Hafens oder einer Bahnhofshalle. Doch die haben es in sich! Eine Entdeckungsreise der besonderen Art: In diesem faszinierenden Bildband entpuppt sich das Sofa als Handschuh, das Hochhaus als Hundekuchen oder der Lampenschirm als Plastikbecher. Wirklich nichts, aber auch gar nichts, ist das, wonach es bei oberflächlichem Betrachten zunächst aussieht. Ein runder Teppich entpuppt sich als bunte CD, das Sitzkissen ist ein Cracker, die Rattan-Stühle sind aus Salzstangen geformt…

Aus zahllosen Alltagsgegenständen hat die Künstlerin Joan Steiner neue Welten geschaffen, die erst noch entdeckt werden wollen. Für alle, die es ganz genau wissen wollen, sind alle Gegenstände am Ende sorgfältig aufgelistet. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind viel Vergnügen beim Schauen und Entdecken!



 

Und hier wieder die heiß ersehnte Portion „Freitags-Humor“!

Blaublütig
Meine Tochter Pia (2,4 Jahre) hatte sich an dem Metallteil einer auseinander gebrochenen Wäscheklammer gestochen. Da sie blutete, holte ich das Päckchen mit den „Felix“-Pflastern (darin rote und blaue). Ich machte meiner Tochter ein rotes auf ihre Verletzung. Mein Sohn Thilo (4,4 Jahre) beobachtete das genau und meinte dann: „Mama, krieg ich dann das blaue, wenn ich blaues Blut blute?“ (von Familie Dohrendorf aus der Nähe von Lübeck)

Kinderhandel
Als ich meine Tochter (3 Jahre) nach dem ersten Kindergartentag fragte, ob in ihrer Gruppe auch neue Kinder dazugekommen sind, schaute sie mich ganz entsetzt an und fragte :“Wieso? Kaufen die denn Kinder?“ (von Christina Kutscher, Remscheid)

Farbverwandtschaft
Auf dem Wohnzimmertisch steht noch der Trinkbecher vom Vorabend mit dem angetrockneten Orangensaft. Ina (1,5 Jahre) nimmt ein Tempotaschentuch, fährt damit im Becher herum. Dann sieht sie die gelben Orangensaft-Reste auf dem Tempo, schaut ganz erstaunt und sagt: „Mama – Mann (im) Ohr!“ (von Andrea Fehres, Mülheim)

Bart verrutscht?
Mein Sohn Christian (3 Jahre) schaut sich Urlaubsfotos an. Sein Onkel Beat hat darauf einen Backenbart. Christian fragt mich: „Du Mami, wieso hat der Beat einen Schnauz (schweizerisch für Oberlippenbart) an der Backe?“ (von Eveline Duss)

Das gibt ein Gedränge!
Wir sind im Auto über die Autobahn unterwegs zu meinen Eltern. Sagt mein 2-jähriger Sohn Joshua zu mir: „Mama, gehen all die Autos auch nach Opa und Oma?“ (von Yvonne Regnier)

Sehr schmeichelhaft…
Vor kurzem erklärte ich meinem Sohn Kazim (2 Jahre) den Unterschied zwischen Mann und Frau. Am Abend wollte ich Papi stolz präsentieren, was Söhnchen gelernt hat. Ich fragte: „Was ist der Papa?“ Mein Sohn antwortete brav: „Ein Mann!“ Dann sagte ich: „Prima! Und was ist die Mama?“ Mein Sohn schaute mich an, überlegte kurz und sagte: „DICK!“ Das hat gesessen... (von Tonia Ayranci)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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