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Elternbrief


E-Mail Newsletter 13-10-2006
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

geht man durch die Supermärkte, türmt sich dort schon das Weihnachtsgebäck. Baumkuchen, Spekulatius, Dominosteine und natürlich dürfen auch die Zimtsterne nicht fehlen. Doch gerade die haben es in sich! Ihr leckerer Zimtgeschmack, der so richtig nach Weihnachten schmeckt, kann Kleinkindern zur Gefahr werden! Doch lesen Sie selbst, was die Untersuchungen der Lebensmittelkontrolleure ergeben haben.


 

Zimtgebäck kann gesundheitsschädlich sein, denn in vielen Proben wurden bereits Anfang des Jahres stark überhöhte Werte des Aromastoffs Cumarin gemessen. Cumarin kommt natürlicherweise in Zimt vor, wird also nicht künstlich zugesetzt. Der Aromastoff kann jedoch Leberschäden verursachen und steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Deswegen wurde ein Grenzwert von zwei Milligramm Cumarin pro Kilo Lebensmittel festgelegt.

Manche der untersuchten zimthaltigen Leckereien überschritten den erlaubten Grenzwert allerdings um das 40-fache und enthielten bis zu 76,4 Milligramm Cumarin. Grund für den hohen Cumarin-Gehalt im Zimtgebäck ist laut einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) die Verwendung von Cassia-Zimt: Im Gegensatz zum teureren Ceylon-Zimt finden sich im Cassia-Zimt deutlich höhere Cumarin-Werte. Dennoch verarbeiten die Gebäckhersteller – wie könnte es auch anders sein – aus Kostengründen schon seit Jahren die problematische Zimtsorte.

Aufgrund ihres geringeren Körpergewichts sind durch die erhöhten Cumarin-Gehalte im Zimtgebäck insbesondere Kinder gefährdet. Beim Spitzenreiter mit 76,4 Milligramm Cumarin pro Kilo hätte ein Kleinkind den festgelegten täglichen Risikogrenzwert bereits mit 20 Gramm Zimtsternen erreicht.

Zimtgebäck wird derzeit verschärft auf seinen Cumarin-Gehalt überprüft und muss nach einem Bericht des BfR vom Markt genommen werden, wenn es die Grenzwerte überschreitet. Die Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen liegen nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums derzeit noch nicht vor. Deshalb können Sie nur eines tun:
- Lassen Sie Zimtsterne & Co. besser im Regal liegen.
- Geben Sie Ihrem Kleinkind kein gekauftes Zimtgebäck zu essen.
- Backen Sie lieber selbst – und zwar mit Ceylon-Zimt.

Schadstoffe gibt es jedoch nicht nur im Weihnachtsgebäck, sondern möglicherweise auch in Babygläschen. Lesen Sie deshalb heute noch einige ergänzende Informationen zum Artikel „Gläschen oder selber kochen? Was Sie über Babynahrung wissen sollten“ in der aktuellen Heftausgabe von „Gesundheit & Erziehung für mein Kind“.



 

Im Jahr 2004 tauchten plötzlich die Begriffe Semicarbazid und 2-Ethylhexansäure (2-EHA) in der Presse auf, nachdem ÖKO-TEST diese Schadstoffe in den Deckeln von Babygläschen nachgewiesen hatte. Und von dort gelangten sie in Babys Gemüsebrei oder Obstpüree.
Beide Stoffe stammten aus den Dichtungsschäumen der Deckel. Semicarbazid ist ein Abbauprodukt von Azodicarbonamid, das als Treibmittel beim Aufschäumen von Kunststoff in Deckeldichtungen eingesetzt wurde. Die Salze der 2-EHA werden als Thermostabilisatoren in den Deckeldichtungen eingesetzt.

Semicarbazid hat sich im Tierversuch als schwach krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. Daher erließ die europäische Kommission eine Richtlinie, die den Einsatz von Azodicarbonamid seit August 2005 verbietet. Bis Juli 2005 hergestellte und damit möglicherweise noch Semicarbazid-belastete Produkte dürfen jedoch abverkauft werden. Allerdings haben die meisten Hersteller bereits im Jahr 2004 reagiert und auf Semicarbazid-freie Deckel umgestellt, sodass hier kaum noch ein Risiko besteht.

Mein Sicherheitstipp: Leider steht das Produktionsdatum nicht auf dem Gläschen. Achten Sie daher auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) der Babygläschen! Aus diesem können Sie in etwa auf das Abfülldatum schließen. Die meisten Babygläschen-Hersteller geben ein MHD an, das rund zwei Jahre nach dem Abfülldatum liegt. Bei der Firma Holle sind es circa zweieinhalb Jahre. Kaufen Sie immer die Babygläschen mit dem längsten Mindesthaltbarkeitsdatum und bevorzugen Sie Produkte mit einem MHD ab August 2007 oder später (bei Produkten der Firma Holle möglichst ab Februar 2008) – die sind garantiert frei von Semicarbazid.

2-EHA wirkt im Tierversuch in höheren Konzentrationen fruchtschädigend und ist aus diesem Grund in der Babynahrung unerwünscht. Obwohl es zu 2-EHA keine gesetzlichen Vorgaben gibt, verzichten inzwischen fast alle Hersteller freiwillig auf den problematischen Stoff im Deckel. Bei einer Untersuchung von ÖKO-TEST im März 2006 fand sich unter 21 Obstgläschen nur noch ein einziges mit 2-EHA im Deckel.

Derzeit ist noch ein weiterer Schadstoff in der Diskussion, der Weichmacher ESBO (epoxydiertes Sojabohnenöl). Auch er kann in den Dichtungsmassen der Deckel vorkommen, ist aber weder krebserregend noch erbgutschädigend. Mangels aussagekräftiger Daten ist eine abschließende Bewertung des Gesundheitsrisikos derzeit aber noch nicht möglich. Stiftung Warentest hat im März 2005 18 Babymahlzeiten ab dem fünften Monat getestet, davon acht mit Geflügel und zehn vegetarische Menüs. Dabei zeigte sich, dass alle Babygläschen der Marken Alnatura und Hipp frei von ESBO waren.



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Was tun, wenn Erbsen zum Wurfgeschoss werden oder eifrige kleine Baumeister den Teller Kartoffelbrei mit Soße in etwas verwandeln, das wie die Bewässerungsanlage eines Reisfeldes aussieht?
Wenn jedes Gemüsewürfelchen aus der neuen Auflaufkreation sorgsam aussortiert und am Tellerrand aufgetürmt wird?
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Als wären die Schadstoffe aus den Deckeln nicht schon genug, fanden sich vor einigen Jahren in verschiedenen Babygläschen, die Kartoffeln enthielten, Acrylamidwerte bis zu 34 Mikrogramm pro Kilogramm. Natürlich sind diese Werte im Vergleich zu wahren „Acrylamid-Bomben“ wie Pommes oder Chips sehr gering. Trotzdem stellten die Hersteller ihre Produktion um und erhitzen die Nahrung jetzt nicht mehr so stark. Außerdem werden inzwischen andere Kartoffelsorten verwendet, die weniger Stärke enthalten.

Jedoch sind Gläschen, die Kartoffeln enthalten, weiterhin geringfügig mit krebserregendem Acrylamid belastet. Pro Mahlzeit nimmt ein Baby damit aber höchstens vier bis fünf Mikrogramm Acrylamid auf. Reine Gemüse- und Obstgläschen sind nicht belastet.

Da Kartoffeln ernährungsphysiologisch wertvoller als Reis oder Nudeln sind, brauchen Sie auf Gläschen mit Kartoffeln nicht zu völlig verzichten. Sparen Sie sich stattdessen lieber öfter die ebenfalls mit Acrylamid belasteten Babykekse, damit Ihr Kleines möglichst wenig Acrylamid aufnimmt. Von den babygeeigneten „Knabbereien“ war übrigens der Bioland Zwieback am geringsten belastet.

Wenn Sie Acrylamid ganz vermeiden wollen, sollten Sie den Gemüse-Kartoffelbrei selbst zubereiten. Selbst gekochter Kartoffelbrei gilt praktisch als frei von Acrylamid. Achten Sie beim Einkauf aber auf die Qualität der Kartoffeln:
1) Kaufen Sie nur frische Kartoffeln ohne grüne Stellen und Keime.
2) Lagern Sie die Kartoffeln nicht bei Temperaturen unter 8 °Celsius.
Wenn Kartoffeln diese Bedingungen erfüllen, bildet sich auch beim Braten oder Frittieren weniger Acrylamid.



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Die ausgebildeten Pädagogen oder Psychologen bauen das Selbstbewusstsein der Schüler wieder auf, stärken ihre Lernmotivation und behandeln die Lernstörung. In der Regel wird zu Beginn der Therapie eine umfassende Diagnostik durchgeführt und ein darauf basierender Förderplan erstellt. In Absprache mit den Eltern wird dann anfangs im Einzelkontakt und später in kleinen Gruppen gearbeitet. Je nach Stärke der Störung kann solch eine Therapie bis zu zwei Jahre dauern.

Diese Kriterien sollte eine gute Einrichtung aufweisen:

- akademische Ausbildung der Mitarbeiter (Diplompädagogen, Diplompsychologen, Lerntherapeut im Fachverband)
- schriftliche Konzeption
- regelmäßige Fortbildung des Teams
- Material- und Methodenvielfalt
- ruhige, freundliche, kindgerechte Unterrichtsräume
- Einzel- und Gruppenförderung
- sorgfältige Diagnostikphase
- schriftlicher Förderplan, der im Laufe der Lerntherapie angepasst wird
- regelmäßige schriftliche, einsehbare Berichte (einmal im Jahr)
- regelmäßiger Austausch mit den Eltern (halbjährlich)
- Kontakt zur Schule
- Verträge monatlich kündbar

Mein Tipp
Achtung: Der Begriff Lerntherapie ist nicht geschützt, jeder kann damit werben! Informieren Sie sich daher im Vorfeld sorgfältig und lassen Sie sich am besten gute Lerntherapeuten empfehlen, damit Ihr Kind wirklich eine geeignete Förderung erhält. Qualifizierte Einrichtungen können Ihnen meistens von der Schule empfohlen werden, auch das Jugendamt verfügt über eine Liste von anerkannten Instituten.



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Haben Sie Lust, mit Ihrem Kind Verstecken zu spielen und es nach Herzenslust suchen zu lassen? Mit dem Buch „Kuckuck!“ (Albarello 2006; 24 Pappseiten; 12,95 Euro) geht das sogar ganz bequem vom Sofa aus. Die Autorin Julia Volmert und die Illustratorin Antje Flad haben ein Buch für die Kleinsten (ab 18 Monaten) geschaffen, das mit seinen vielen Klappen zum Dahintergucken einige Überraschungen bereithält.

Die Handlung ist einfach: Oma und Opa passen auf Paul auf. Sie spielen Verstecken. Paul ruft „Kuckuck“ aus seinem Versteck. Ob Oma ihn findet? Ihr Kind kann natürlich mitsuchen und wird Paul auf jeder Doppelseite entdecken, aber auch einige andere nette Details.



 

Und hier wieder etwas zum Schmunzeln!

Selbstgespräche?
Als ich meinen Sohn Leon (2,5 Jahre) abends ins Bett brachte, hatte ich die glorreiche Idee, ihm etwas aus einem Kinderbuch vorzulesen. Er lag ganz ruhig und konzentriert da und hörte mir zu. Nach ca. einer Minute fragte er mich: „Mami, mit wem redest du da eigentlich???“ (von Angeliki Müller)

Heiße Liebe!
Mein Sohn Jakob (2,5 Jahre) war quengelig und jammerte, dass ihm kalt wäre. Ich sagte: „Du fühlst dich auch etwas heiß an, vielleicht hast du Fieber.“ Daraufhin er: „Ja, Sarah (seine Freundin, auch 2,5) hat mich heiß gemacht, als wir Arzt gespielt haben.“ (von Edna)

An- und ausgemacht
Neulich erzählte mir eine Mutti, wie sehr sich ihr Sohn (4 Jahre) jedes Mal auf die Ergotherapie freue. Irgendwann erklärte sie ihm, dass sie jeden Montag zu mir kämen, weil sie diesen Termin mit mir ausgemacht habe. Daraufhin der Kleine: „Können wir den auch wieder anmachen?“ (von Claudia Hoyer)

Hasennüsse?
Ich war mit meiner Tochter Jolina (2 Jahre) spazieren und wir fanden Haselnüsse. Sie fragte: „Was is´n das?“ Ich antwortete ihr: „Das sind Haselnüsse.“ Darauf erwiderte sie: „Kannst du Hasen füttern?“ (von Familie Keil)

Liebeserklärung an Mama
Mein Sohn Benjamin (2,5 Jahre) wollte morgens nach dem Aussteigen aus dem Auto nicht zum Kindergarten laufen. Da wir es eilig hatten, nahm ich ihn auf den Arm. Wohl weil er sah, dass ich genervt war, küsste er mich auf den Mund und sagte: „Mama lieb. Ganz groß. Bis an Himmel!“ Ich hatte vor Rührung Tränen in den Augen und den ganzen Tag gute Laune. Dazu muss ich sagen, dass er das Buch „Weißt du, wie lieb ich dich habe“ gar nicht kennt!! (von Margaret Soogrim, Berlin)

Milchbauch
Als meine Tochter Nicola (2,5 Jahre) zusammen mit meinem Mann und mir neulich in der Badewanne saß, bemerkte sie, dass ich einen größeren Busen habe als mein Mann. Ich erklärte ihr, dass Frauen größere Brüste haben, damit darin Milch entstehen kann, zum Beispiel für ihren kleinen Bruder Simon, den ich noch teilweise stille. Daraufhin schaute sie kritisch auf den Bauch meines Mannes und meinte: „Da ist auch a bissle Milch drin.“ (von Cornelia Dittrich, Bobingen)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Nettes aus Kindermund :)

Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.