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Elternbrief


E-Mail Newsletter 27-10-2006
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

dieses Wochenende müssen die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt werden – wir bekommen also eine Stunde Schlaf extra. Naja, das mag für diejenigen stimmen, deren Kinder schon etwas größer sind. Bei Babys und Kleinkindern tickt die innere Uhr noch kräftig im alten Rhythmus und das heißt, dass es mit dem Ausschlafen am Sonntag wohl wieder nichts wird. Aber einen Vorteil hat die Winterzeit: Sie kriegen die Kleinen jetzt abends leichter ins Bett, weil es schon eine Stunde eher dunkel ist.

Dass es nun wieder so früh dunkel wird, ist im Hinblick auf den Martinstag eigentlich ganz schön, denn nur so kommen die tollen selbst gebastelten Laternen auch richtig zur Geltung.


 

In den Kindergärten wird jetzt schon wieder fleißig an den Martinslaternen gebastelt. Wenn Sie ein Kind im Kindergarten haben, ist der Martinszug natürlich ein absolutes „Muss“. Doch was tun mit den kleineren oder größeren Geschwistern, die auch gerne mit einer Laterne mitgehen wollen?
Auf dieser Heimwerkerseite habe ich eine umfangreiche Sammlung von Bastelanleitungen für die schönsten Laternen gefunden: http://www.heimwerker.de/heimwerker/service/bauplan-archiv/feiertage/sankt-martin.html
Da ist für jeden das Passende dabei: von der Papiertütenlaterne (für Kinder ab einem Jahr) über Luftballonlaternen bis hin zu Pergamentlaternen. Viel Spaß beim Basteln!

Und wenn Ihnen Kerzen oder Teelichter in der Laterne zu gefährlich sind, dann können Sie inzwischen auf LED-Teelichter mit Flackereffekt (sieht wie eine echte Kerze aus) ausweichen. Diese elektrischen Teelichter gibt es z. B. im Internet beim Online-Versandhaus Evita (www.evita.de/sq-led-teelicht.html).



 

Wenn Sie jetzt an sonnigen Herbsttagen mit Ihrem Kind in der Natur spazieren gehen, können Sie „reiche Beute“ machen. Holunder, Hagebutten oder Walnüsse hängen an Bäumen und Büschen und warten nur darauf, gesammelt zu werden.

Damit können Sie den Winter-Speiseplan für Rotkehlchen, Seidenschwanz und Co. aufpeppen. Die selbst gesammelten Früchte und Kerne können das Nahrungsangebot der Vögel sinnvoll erweitern. Denn sehr kalte und lange Winter können eine Zufütterung notwendig machen. Gleichzeitig bietet sie Ihnen und Ihrem Kind die Möglichkeit, Vögel aus der Nähe zu beobachten, die sonst kaum zu sehen sind.

Ein abwechslungsreiches Angebot im Winter lockt unterschiedliche „Besucher“ an:
- Singdrossel und Rotkehlchen gehören zu den so genannten Weichfressern und bevorzugen getrocknete Hagebutte, Holunder und Äpfel.
- Als Körnerfresser nehmen z. B. Buckfink oder Zeisig eher Walnüsse und Bucheckern zu sich.

Die Deutsche Wildtier Stiftung hält dazu auf ihrer Homepage (http://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/winterfuetterung.php) wichtige Hinweise und nützliche Tipps zur Zufütterung bereit.



 

Jetzt ist wieder die Zeit für Orangen, Clementinen und Satsumas, egal, ob als Vitaminspender oder als Backzutat. Doch sollten Sie beim Kauf genau hinsehen: „Unbehandelt“ bedeutet nicht automatisch schadstofffrei!

Sind Zitrusfrüchte als „unbehandelt“ deklariert, bedeutet das lediglich, dass die Früchte nach der Ernte nicht mehr behandelt wurden. Was jedoch während der Wachstumsphase gegen Pflanzenkrankheiten und Insektenbefall gespritzt wurde, wissen Sie nicht.

Und selbst „unbehandelte“ Früchte werden nach Stichproben der Lebensmittel-Untersuchungsämter nach der Ernte oft gewachst oder mit dem Pestizid Imazalil behandelt sind, um sie länger haltbar zu machen. Nicht einmal das Abwaschen unter warmem Wasser kann die Rückstände vollständig beseitigen!

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, wirklich schadstofffreie Früchte zu bekommen, sollten Sie ausschließlich Öko- oder Bio-Zitrusfrüchten kaufen. Hier wird beim Anbau ganz auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet und auch nach der Ernte wird weder konserviert noch gewachst.

Noch ein Tipp: Ob die Zitronen, die im Restaurant auf den Teller liegen oder im Mineralwasser schwimmen, aus ökologischem Anbau stammen, dürfen Sie bezweifeln. Weisen Sie deshalb schon bei der Bestellung darauf hin, dass Sie keine Zitrusbeilage zu Speisen und Getränken haben wollen.



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(von Uta Reimann-Höhn)

In allen Kulturen wird seit jeher gesungen und getanzt. Schon die ganz Kleinen schaukeln vergnügt ihren Windelpopo, hüpfen oder klatschen, sobald Töne erklingen. Doch auch größere Kinder und Teenies tanzen gern, wenn man ihnen das passende Angebot macht. Und das Beste daran: Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern schult auch das Körpergefühl, regt die Sinne an und fördert soziale Kompetenzen.

Besonders kleine Kinder haben ohnehin einen ausgeprägten natürlichen Bewegungsdrang und brauchen viel Zeit und Raum, diesen auszuleben. Indem sie unentwegt hin- und herlaufen, krabbeln, kriechen und klettern, sammeln sie nicht nur fleißig Informationen über ihr Umfeld, sondern erfahren auch besonders viel über sich selbst, z. B. wie schnell und stark sie sind, wann ihre körperlichen Grenzen erreicht sind, und was sie durch ihre Aktivitäten in der Welt so alles bewirken können. Diese vielfältigen Sinneserfahrungen sind wiederum wichtig für eine gesunde kognitive und emotionale Entwicklung. Sich zu Musik zu bewegen, kann für Kinder eine besonders lustvolle Methode sein, den eigenen Körper mit all seinen Sinnen kennen und (ein)schätzen zu lernen.

Natürlich sollten Sie Ihr Kind fragen, wozu es Lust hat. Bedenken Sie aber, dass es sein kann, dass Ihre Tochter vielleicht zum Ballett will, weil sie gar keine anderen Tanzsportarten kennt. Informieren Sie sich deshalb gut über das Tanzangebot in Ihrer Nähe. Es wird mit Sicherheit vielfältiger sein, als Sie zunächst glauben! Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind eine Tanzstunde an, damit es sich unter dem Angebot auch etwas vorstellen kann.

Welches Tanzangebot für Ihr Kind das richtige ist, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, in erster Linie natürlich von seinem Alter. Aber auch der Musikgeschmack und das Temperament Ihres Kindes spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle:

- Liebt es eher klassische Musik, wird es vielleicht Lust auf Ballett haben.
- Findet es fetzige Popsongs cool, kommt Hip-Hop in Frage.
- Bewegt sich Ihr Kind eher vorsichtig und zögernd, könnte der kreative Tanz das Passende sein.
- Und braucht Ihr Kind ein richtiges Powerprogramm, um sich austoben zu können, ist wohl eher Breakdance oder Rock’n’Roll angesagt.

Seien Sie ein gutes Vorbild: Einfach mal Gute-Laune-Musik in den CD-Player werfen und das Wohnzimmer zum Tanzparkett erklären. Ganz gleich, ob Disco-Solostil oder Walzer: Schwingen Sie ruhig selber mal das Tanzbein. Es muss ja nicht perfekt aussehen, Hauptsache, es macht Spaß!
Drängen Sie Ihr Kind nicht, (mit) zu tanzen, wenn es dazu keine Lust hat. Tanzen sollte Freude machen und ein Ausdruck von Lebenslust sein, und das wird man kaum erzwingen können. Besonders ältere Jungen finden Tanzen oft „uncool“ und spielen lieber Fuß- oder Basketball.

Mein Tipp
Jungen, die sich für Tanz oder Ballett entscheiden, brauchen besonders viel emotionale Unterstützung, denn leider gelten diese „Sportarten“ immer noch als ungewöhnlich und werden als „unmännlich“ abgetan. Ein wunderschöner ermutigender Film zu diesem Thema ist „Billy Eliot – I will dance“. Der gemeinsame Besuch von Ballettvorstellungen oder vielleicht der Eiskunstlaufshow„Holiday on Ice“ motiviert tanzbegeisterte Kinder und gibt ihnen eine Vorstellung davon, was aus ihrem Hobby später einmal werden könnte.



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Neues aus dem Lehrerzimmer: Was Sie als Eltern wissen sollten!
 

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Das heutige Buch der Woche beschäftigt sich mit Kinderfragen. Zum 60. Geburtstag von UNICEF haben die UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen und der Zeichner Janosch ein besonderes Buch herausgegeben: „Gibt es hitzefrei in Afrika?“ (Heyne 2006; 256 Seiten; 16,95 Euro). Das große UNICEF-Lesebuch beantwortet in 99 Stichworten endlich viele Fragen, die Kindern (ab etwa sechs Jahren) bislang ein Geheimnis geblieben sind.

Wenn ein Kind in Indien mal muss, geht es dann aufs Klo? Wieso sagen die Menschen in Afrika und Amerika „Kindergarten“, obwohl sie kein Wort Deutsch sprechen? Und was heißt es für ein Kind, auf der Straße zu leben? Fragen, die Erwachsenen nicht mal im Traum einfallen, auf die Kinder aber nur zu gern eine Antwort hätten. In diesem Buch gibt es sie. Und natürlich jede Menge andere Informationen und Geschichten über den Alltag von Kindern in aller Welt – mit zahlreichen Illustrationen von Janosch und vielen Farbfotos.



 

Und jetzt wieder die Rubrik, die von Vielen als erste gelesen wird…

Fromme Wünsche
Im Campingurlaub in Dänemark frühstückten wir im Wohnwagen. Mein Sohn Lino (3 Jahre) sprach dazu folgendes Gebet: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in die Sonne komm...“ (von Sabine Adam)

Rostiger Winter
Neulich sagte meine Tochter Sarah (3,3 Jahre): „Jetzt ist Herbst. Dann kommt der Winter.“ Darauf der Papa: „Und was passiert im Winter?“
Sarah: „Da rostet unser Auto!“ Er wollte natürlich auf Schnee hinaus! (von Andrea Kern aus Suhl)

Papageienfamilie
Mein Sohn Aaron schaute sich mit seiner Tante an seinem 2. Geburtstag ein Tierbuch an. Dort waren Vögel, unter anderem Papageien, dargestellt. Aaron sagte gleich: „Da, ein Papagei.“ Die Tante darauf: „Zum Papagei gehört auch ein Mamagei.“ Aaron darauf wie aus der Pistole geschossen: „Ja, Papagei, Mamagei und Babygei.“ Alle mussten herzlichst lachen, wie schnell der Kleine doch kombiniert hatte. (von Annett Merbold)

Schulsucht
Anna und Lisa (7 Jahre) fragten mich, warum ich denn rauchen würde. Ich erklärte ihnen, dass dies eine Sucht sei. Anna: „Was ist eine Sucht?“ Ich: „Das ist, wenn man etwas tun muss,...“ Darauf Lisa: „Also ist das sowas wie Schule?“

Der Weg allen Essens
Kürzlich stand mein Sohn Jarno (knapp 2 Jahre) auf der Wickelkommode vor mir, zeigte auf meinen Mund und sagte: „Mama, Essen rein.“ Sein Finger wandert nach unten: „Bauch!“ Er beugt sich seitlich um mich rum und zeigt auf meine Kehrseite: „Puuh raus!“ (von Sabine und Martin Köhler)

Ausgleichende Gerechtigkeit
Wir fahren zum Geburtstag einer Freundin namens Birke. Meine Schwester fährt mit ihrem PKW voraus. Irgendwann ist sie nicht mehr zu sehen. Meine Tochter Vicky (3 Jahre alt geworden), aus ihrem Kindersitz hinten, fragend: „Wo ist Nane denn, Mami?“ (Nane = Abkürzung von Tante) Ich: „Nane hat Gas gegeben. Sie ist eben schneller als wir!“ Beim Einparken vor dem Haus des Geburtstagskindes meint dann Vicky: „Nane ist immer schneller! Aber dafür bleiben wir dann länger bei Birke, gell Mami!“ (von Irena Dahl)

Schlafen statt putzen
Eines Abends, nachdem ich meinen Sohn Gino (2 ½ Jahre) für das Bett fertig gemacht habe, sagte ich zu ihm: „Gino, komm jetzt Zähne putzten.“ Er schaute mich mit großen Augen an und antwortete: „Heute nicht, Mama … Gino hat keine Zeit … Gino geht gleich schlafen.“ Na, da war Mama aber sprachlos.

Fremdsprachenkenntnisse
Nico (4 Jahre): „Wenn Papa aus der Türkei zurück kommt, dann kann der bestimmt türkeiisch!!“ (von Mary Kirchner)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

P.S. Hier können Sie eine Gratis-Testausgabe der monatlich erscheinenden Print-Ausgabe von Gesundheit & Erziehung für mein Kind bestellen: Gratis-Testausgabe

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