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Elternbrief


E-Mail Newsletter 03-11-2006
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

auch wenn ich selbst Ärztin bin, heißt das natürlich nicht, dass meine Familie vor Infekten verschont bleibt. Und die letzten beiden Wochen hat es uns ganz ordentlich erwischt. Vor zwei Wochen hatte Martin einen richtig ekelhaften Magen-Darm-Infekt mit 40 Grad Fieber, während Hanna – um „Abwechslung“ bemüht – mit einem fieberhaften Atemwegsinfekt aufwartete. Also mussten beide Kinder erst mal zu Hause bleiben.

Letzte Woche Mittwoch waren dann beide wieder in der Schule – aber nicht lange, denn nun bekam Hanna den Magen-Darm-Virus. Mittwochnacht musste sie so heftig erbrechen, dass sich die Spaghetti vom Abendessen sogar in den Lüftungsschlitzen der Badezimmertür wiederfanden. (Mein Mann hat alles auseinander gebaut, um die Schlitze wieder sauber zu bekommen.)

Und auch mich streckte der Infekt ab Donnerstag mit Fieber und Durchfall nieder. Aber als Mutter darf man ja eigentlich gar nicht krank sein! Wie auch immer, als Hannas letzte Schlafanzugshose ob des heftigen Durchfalls in der Wäsche gelandet war, schleppte ich mich mit 38,6 °C Fieber in den Keller zur Waschmaschine, denn das Kind musste ja noch was Sauberes anzuziehen haben.

Inzwischen geht es uns allen wieder gut, aber vier Tipps aus der Brech-und-Durchfall-Zeit möchte ich doch an Sie weitergeben (damit sich der Infekt doch noch irgendwie „gelohnt“ hat):

1. Als „Spuckschutz“ für den Kopfbereich im Bett eignen sich die handelsüblichen Wegwerf-Windelunterlagen ganz hervorragend und Sie müssen nicht immer wieder das Bett abziehen. Einfach die Unterlage austauschen und Ihr Kind liegt wieder frisch und sauber.

2. Bei heftigen Durchfall macht es auch bei größeren Kindern Sinn, zu einem XXL-Windelslip zu greifen, denn manchmal schaffen es die Kleinen einfach nicht mehr zur Toilette.

3. Als „Spuckeimer“ vors Bett hat sich bei uns ein Plastikbehälter, der eigentlich zur Aufbewahrung von Waschpulver gedacht ist, bestens bewährt. Dieses Teil hat ein gutes Fassungsvermögen und wird wegen seiner hohen Wände nicht so schnell ausgeschüttet, man kann nach „Benutzung“ den Deckel zuklappen, dann schwappt garantiert nichts raus und dank des Henkels lässt sich der Spuckbehälter überall mit hinnehmen.

4. Der Spuckeimer riecht selbst nach dem Ausleeren und gründlichen Ausspülen immer noch etwas unangenehm, sodass man allein vom Geruch fast schon wieder brechen muss... Dagegen hilft ein fruchtig riechendes Duschgel oder Kindershampoo. Ich gebe immer einen großen Spritzer in den Behälter, spüle ihn mit warmem Wasser nach und schon riecht alles wieder appetitlich.

Auch nachfolgend geht es mit Gesundheitsthemen weiter...


 

Frage: Sehr geehrte Frau Schmelz,
unser kleiner Sohn (1 Jahr und 9 Monate) hatte am Freitag eine Impfung, am Dienstag ist er mit einem geröteten Auge nach Hause gekommen. Dienstag und Mittwoch hat er nachts leicht gefiebert und das Auge war eitrig verklebt. Am Donnerstag fieberte er ganz hoch, sodass wir am Freitag bei unserem Kinderarzt waren: Die Ohren sind zu, im Mund alles entzündet.

Am Sonntag waren auf einmal beide Lymphknoten hinter den Ohren ganz dick. Man konnte sie sehen und tasten – also wieder zum Arzt. Dann hat sich rausgestellt, dass auch noch die Zähne durchbrechen und er hatte ständig Fieber bis 40 Grad.

Mit Homöopathie haben wir alles wieder in den Griff gekriegt. Inzwischen ist alles in Ordnung, außer den beiden Lymphknoten hinter den Ohren, vor allem auf der rechten Seite. Die Zähne sind auch noch nicht ganz durch. Jetzt weiß ich nicht mehr, ob das in Ordnung ist und vergeht. Oder muss ich wieder mit ihm zum Arzt?

Vielen, vielen Dank
Familie Fraas

Antwort: Liebe Familie Fraas,
nach einem Infekt können die Lymphknoten wochenlang geschwollen sein, bis sie sich wieder zurückgebildet haben (aber meist ist bis dahin der nächste Infekt schon da...). Sie brauchen deswegen nicht zum Kinderarzt zu gehen. Sind die Lymphknoten außerdem druckschmerzhaft, helfen Ihrem Sohn Wärme (z.B. ein Schal) und Lymphdiaral sensitiv Salbe (rezeptfrei in der Apotheke).

Wenn die Lymphknoten über längere Zeit vergrößert sind, zeigen Sie sie beim nächsten anfallenden Arztbesuch dem Kinderarzt.
Herzliche Grüße und alles Gute!
Ihre
Andrea Schmelz



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Frage: Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,
mein Sohn ist jetzt 2,5 Jahre alt und eine befreundete Mutter sprach an, dass man die Haut seines Penis kontrollieren bzw. regelmäßig sanft ziehen sollte, damit sich keine Vorhautverengung ergibt. Könnten Sie mir bitte zu diesem Thema Informationen zukommen lassen? Was genau soll man wie oft machen, falls überhaupt?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Anita Erhardt

Antwort: Liebe Frau Erhardt,
Sie dürfen versuchen, bei Ihrem Sohn die Vorhaut zurückzustreifen, z. B. im warmen Badewasser, aber immer nur so weit, wie dies leicht und ohne Schmerzen möglich ist. Sie müssen das nicht täglich tun, sondern einfach bei Gelegenheit, also ein- bis zweimal pro Woche. Lassen Sie sich jedoch nicht verunsichern, wenn es bei Ihrem Sohn vielleicht noch gar nicht geht, denn in den ersten Lebensjahren ist dies noch völlig normal und gibt sich meist später von alleine.

Versuchen Sie bitte keinesfalls, die Vorhaut ruckartig oder mit Krafteinsatz zurückzuziehen, um eine Verengung oder Verklebung zu lösen. Das ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern kann zu kleinen Einrissen führen, die anschließend vernarben. Dann ist möglicherweise später eine Operation wegen Vorhautverengung erforderlich.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Wenn Ihr Kind nicht das tut, was es soll – sei es im schulischen Bereich oder auch zu Hause –, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Entweder akzeptieren Sie das Fehlverhalten, bestrafen es oder Sie versuchen, mit einer Belohnung eine Verhaltensänderung zu bewirken. Belohnungssysteme in der Erziehung einzusetzen macht Spaß und ist dazu noch sehr erfolgreich. Das klappt auch bei den Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Damit Sie die gewünschten Erfolge schnell erreichen, sollten Sie unsere folgenden Tipps für richtiges Belohnen beachten.

So sieht der Teufelskreis von Kritik und mangelnder Anstrengung aus:
- Ihr Kind macht einen Fehler (z. B. sind die Rechenaufgaben nur zur Hälfte richtig).
- Sie kritisieren die Fehler und erwarten, dass die Hausaufgaben neu gemacht werden.
- Ihr Kind ist frustriert und verspürt keine Motivation weiterzuarbeiten. Seine bisherigen Anstrengungen waren umsonst.
- Sein Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten sinkt.
- Mit jeder Kritik schwindet sein Selbstbewusstsein, sodass es bald schon gar keine Lust mehr hat, überhaupt mit den Hausaufgaben zu beginnen.
- Beim Arbeiten denkt es sich: „Ich kann das nicht, ich mache sowieso Fehler.“
Dadurch strengt es sich gar nicht mehr richtig an und produziert erst recht Fehler. Hier schließt sich der Teufelskreis, denn als Nächstes folgt wiederum Ihre Kritik.

Mit der richtigen Belohnung, zum Beispiel einem Lob, kann der negative Teufelskreis, also damit auch die negative Zuwendung, leicht durchbrochen werden. Ihr Kind fühlt sich nicht mehr ständig angemeckert, dadurch wird sein Widerstand geringer, sich Ihre konstruktive und positive Kritik anzuhören. Da seine Anstrengungen und Leistungen berücksichtigt werden, gewinnt es Zutrauen in sein Können. Und weil alle Kinder gerne gelobt werden, wird sich auch Ihr Kind anstrengen, um künftig diese positive Rückmeldung zu bekommen. Bei dieser Vorgehensweise muss das ausgesprochene Lob jedoch ernst gemeint sein und beim Kind als ehrliche Aussage ankommen. Wenn Ihr Kind spürt, dass Ihr Lob konstruiert ist und nicht ehrlich Ihre Meinung widerspiegelt, dann wirkt es auch nicht motivierend.

Ein Lob muss
- ehrlich gemeint sein,
- vom Kind auch angenommen werden, das heißt, Nachfragen ist erlaubt,
- präzise sein („Du warst schneller als gestern“ ist konkreter als „Du hast es gut gemacht“),
- zeitnah sein (loben Sie direkt, nicht erst am Abend oder am nächsten Tag).

Und wenn es nicht klappt?
Kein Weltuntergang! Geben Sie sich und Ihrem Kind etwas Zeit. Loben Sie es dafür und motivieren Sie es, in der nächsten Woche einen neuen Anlauf zu starten. Hält es durch, ist die Belohnung um so schöner, wenn der Vorsatz gelingt. Stellt sich die Vereinbarung jedoch als allzu schwierig heraus, passen Sie den Plan an. Erfolgserlebnisse braucht Ihr Kind auf jeden Fall, um seine Motivation langfristig nicht zu verlieren.




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Bald steht Weihnachten vor der Tür und damit wieder das eine oder andere Geschenk. Vom wahren Sinn des Schenkens handelt das Bilderbuch „Der kleine Igel und die rote Mütze“ von M. Ch. Butler und T. Macnaughton (Brunnen Verlag 2004; 5. Auflage; 32 Seiten; 12,95 Euro). Im Buch ist die rote Mütze auf jeder Seite in einem speziellen Textildruckverfahren gedruckt, sodass kleine Leser ab drei bis vier Jahren fühlen können, wie kuschelig die Mütze ist.

Von einem eiskalten Sturm wird der kleine Igel aus dem Winterschlaf geweckt. Puh, ist das kalt! Der kleine Igel friert so sehr, dass er nicht wieder einschlafen kann. Plötzlich fällt ihm ein Päckchen vor die Pfoten. „Für den kleinen Igel“ steht drauf und drin ist eine wunderbar kuschelige, rote Pudelmütze. Der kleine Igel probiert sie sofort an. Eigentlich ist ihm die Mütze ja viel zu groß, doch dem kleinen Igel fällt sofort jemand ein, der die Pudelmütze vielleicht brauchen könnte...



 

Und jetzt noch eine Portion Humor, denn Sie wissen ja: Lachen stärkt das Immunsystem!

Hör auf dein Kissen!
Meine Tochter Katharina (3,5 Jahre) sagte eines Morgens: „Du Papa, manchmal am Morgen, da sagt mein Kissen, ich soll doch noch ein bisschen mit ihm kuscheln – und es hat Recht, mir fallen dann immer nochmal die Augen zu.“ (von Ralf Eusterholz)

Gleichberechtigung
Gottesdienst bei der Einschulung. Die Kinder sitzen in der ersten Reihe. Die Seelsorgerin (eine Frau in der katholischen Kirche!) erzählt etwas und sagt zum Abschluss: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Mein Sohn Elias (6 Jahre) ruft sofort ohne zu zögern laut in die Kirche: „Und was ist mit der MAMA?“ Die Seelsorgerin ist etwas konsterniert, murmelt etwas von „ja, ja“ und fährt fort. Beim nächsten Mal, als sie wieder „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ sagt, ruft mein Sohn ganz selbstbewusst: „...und der MAMA!!!“ Ich fand das so klasse! Und das bringt einen auch zum Nachdenken. (von Petra Risch, Radolfzell)

Abgepustet
Als ich am letzten Urlaubstag in Griechenland die Luft aus dem Wasserball rausdrücke, fragte Lena (2 Jahre): „Mama, pustest du ihn jetzt ab?“ (von Sylvia Böhnisch, Gedern)

Ganz schön kess
Unsere Tochter Pascale (3 Jahre) im Gespräch mit einem jüngeren Mann. Er: „Hast du wunderschöne blaue Augen, Mädchen.“ Sie: „Na klar, bin doch auch eine Frau!!!!!“ Er: „Willst du mich heiraten?“ Sie: „Wenn ich groß bin und umziehen kann, komme ich zu dir – wenn du immer noch alleine bist.“ Er: „Dann brauche ich aber deine Telefonnummer, damit ich dich anrufen kann, wenn du groß bist!“ Sie – nach etwas Bedenkzeit: „Nein, das geht nicht. Mama lässt mich nicht telefonieren...“ (von C. Hilber)

Prost, Pontifex!
Neulich beim Deutschlandbesuch des Papstes saßen wir vor dem Fernseher und schauten einen Gottesdienst an. Mirabell (2,5 Jahre) hatte ein Fläschchen Saft in der Hand. Als der Papst den Kelch erhob, hielt Mirabell ihr Fläschchen an den Bildschirm und sagte: „Prost!“ (von Christine Grahle)

Weihnachtszähne
Ich habe mir letzte Woche zwei Weisheitszähne ziehen lassen und stand ein paar Tage ziemlich neben mir. Lena (2 Jahre) musste sehr lieb zu mir sein, was sie auch immer war. Gestern fragte sie mich, ob es meiner Backe denn nun besser ginge und „Warum hast Du eigentlich Weihnachtszähne?“ Zum Glück konnte ich drüber lachen und hatte keine Schmerzen mehr dabei... (von Sylvia Böhnisch)

Nichts zu sehen
Meine Freundin fühlte sich nicht gut und sagte: „Mein Blutdruck ist wohl gefallen.“ Daraufhin schaute sich Alessio (3 Jahre) auf den Boden um und antwortete: „Nein, ist nichts gefallen.“ (von Sevgi Mazzeo)

Cooler Papa
Meine kleine Tochter Lisa (4 Jahre) war neulich mit einem guten Freund der Familie den ganzen Nachmittag unterwegs. Als sie heimkam, hat sie ihrem Papa erzählt, was sie so erlebt hatte. Beim Essen fragte ich sie dann auch nach dem Nachmittag. Lisa meint aber, das könne sie mir nicht erzählen – das hätte sie nur Papa erzählen können. Natürlich frage ich sie, warum. Lisa meinte daraufhin: „Du bist halt nicht so cool wie Papa.“ (von Corina Bohland)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Als Dankeschön für Ihr Interesse erhalten Sie als Geschenk die folgenden 4
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