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Elternbrief


E-Mail Newsletter 15-12-2006
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

egal, ob Weihnachtszeit oder nicht – „Schweinereien“ rund ums Essen gibt es das ganze Jahr. Vor kurzem hat das WDR-Fernsehmagazin „markt“ Räucherlachs, eine an und für sich gesunde Delikatesse, die man gerade an den Feiertagen gerne isst, testen lassen – mit teilweise erschreckendem Ergebnis. Doch davon später mehr…

Oft sind es ja eher die kleinen „Schweinereien“ beim Einkauf, die einen ärgern. Letztens bin ich selber mal wieder reingefallen. Lecker sah er aus, der Pudding mit dem Sahnehäubchen – und dann auch noch eine Sorte, die ich besonders gerne esse: Pistazie. Schon die Kartonverpackung versprach einen hochwertigen Inhalt, zeigte sie doch auf der Seite einige Pistazien. Also habe ich den Pudding gekauft, um ihn zu probieren. Als ich dann jedoch die Zutatenliste durchlas, ärgerte ich mich schon, dafür Geld ausgegeben zu haben. Weit und breit fand sich keine einzige Pistazie – nicht mal an allerletzter Stelle (nicht mal eine „Alibi-Pistazie“!) –, sondern bloß Aroma…

Derart getrickst wird aber nicht nur beim Geschmack. Besonders gerne wird meiner Meinung nach der Eindruck erweckt, ein Produkt wäre „Bio“.
Klar, Bio-Lebensmittel stehen beim Verbraucher hoch im Kurs. Bio-Lebensmittel weisen kaum Schadstoffe auf und enthalten mehr gesunde Inhaltsstoffe, z. B. sekundäre Pflanzenstoffe oder auch mehr gesunde Fettsäuren in der Bio-Milch. Sie sind frei von Gentechnik, denn der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist selbstverständlich verboten und auch gentechnisch verändertes Futter kommt im Bio-Stall nicht in den Trog.

Dafür gibt man als Verbraucher doch gerne ein wenig mehr aus. Doch es ist nicht alles „Bio“, auch wenn es manchmal so aussieht...


 

Egal, in welches Regal Sie auch greifen: Überall springen Ihnen die Vorzüge diverser Lebensmittel quasi ins Gesicht. Mal heißt es „ohne Fett“, mal „aus kontrolliertem Anbau“ und ein andermal „mit vielen wichtigen Vitaminen“. Doch oft werden wir Verbraucher an der Nase herumgeführt. Hier ein paar Beispiele:

1. „aus kontrolliertem Anbau“: Klingt zwar nach Gütesiegel oder gar Bio, sagt aber überhaupt nichts aus. Denn Anbau und Qualität werden nur vom Hersteller kontrolliert – je nach dessen Gutdünken.
2. Weidende Kühe auf der Fleischpackung oder scharrende Hennen auf der Eierpackung: Hier wird der Eindruck erweckt, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt. Das ansprechende Bildchen ist aber nur ein Marketing-Gag. Bio ist nur dort drin, wo auch ein Bio-Siegel drauf ist!
3. „Unbehandelte“ Zitronen: Hört sich nach Bio-Anbau ohne Pestizide an, jedoch bezieht sich das „unbehandelt“ nur auf die Zeit nach der Ernte. Womit die Zitrone davor gespritzt wurde, steht nicht drauf.
4. Pudding „mit Pistazie“ oder Chips „mit Creme fraîche“: Hört sich lecker an, doch steht oft klein gedruckt das Wörtchen „Geschmack“ dahinter oder drunter. Es handelt sich dann nur um ein zugesetztes Aroma, das Produkt muss keine Pistazien bzw. Creme fraîche enthalten.
5. Fruchtgummi „ohne Fett“: Auch wenn sich in der Werbung ein Model Fruchtgummi in den Mund schiebt – „schlank naschen“ kann man sich damit nicht. Zwar ist wirklich kein Fett drin, aber ein Zuckeranteil von bis zu 77 Prozent fördert ebenfalls Übergewicht.
6. Schnittchen aus dem Kühlregal „mit viel gesunder Milch“: Die Packung dieser „gesunden Zwischenmahlzeit“ für Kinder und Sportler ziert ein großer Milchkrug. Tatsächlich steckt gerade mal ein Esslöffel Milch drin.
7. Frühstücksflocken „mit vielen wichtigen Vitaminen“: Die meist stark gezuckerten Cerealien enthalten zwar Vitamine – jedoch sind diese nur als Zusatzstoffe drin. Außerdem ist nirgends festgelegt, wie viel „viel“ ist – das kann also jeder Hersteller behaupten.
8. Joghurt „mit Aloe vera“: Klingt sehr gesund – doch gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass Aloe vera wirklich eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Außerdem ist Aloe vera oft nur in minimalen Mengen enthalten.



 

Mit ganz anderen Problemen kämpfen manche ratlosen Eltern. Das liebe Kind will einfach nicht genug oder sogar überhaupt nichts essen. Fütterstörungen (siehe hierzu auch den Artikel in der aktuellen Printausgabe) haben in den letzten Jahren zugenommen, sodass inzwischen bald jedes fünfte Baby oder Kleinkind betroffen ist.

Wenn Ihr Baby oder Kleinkind nicht essen mag, nicht (mehr) zunimmt und/oder untergewichtig ist, sollten Sie es als erstes beim Kinderarzt untersuchen lassen.

Organische Ursachen für Fütterstörungen können z. B. akute Erkrankungen, Erkrankungen des Herzens, der Leber, das Magens oder des Darms, Unverträglichkeiten bestimmter Nahrungsmittel oder eine gestörte Mundmotorik sein. Manchmal sind Krankheiten, Operationen oder Stresserlebnisse wie Trennungen lediglich die Auslöser.

Häufig liegen jedoch nicht-organische Gründe vor. Kinder verweigern das angebotene Essen meist deshalb, um etwas Angenehmes zu erreichen oder etwas Unangenehmes zu vermeiden. So kann sich das Kleine mit seiner Verweigerung die erhöhte Aufmerksamkeit der Eltern sichern oder seine Lieblingsspeise „erhungern“. Oder es reagiert auf das Einflößen der Nahrung unter Zwang oder auf eine emotional angespannte Füttersituation mit Zurückweisung.

Auf Zwang sollten Eltern beim Füttern also unbedingt verzichten! Auch wenn Ihr Kind eine Zeit lang weniger isst, bekommt es nicht gleich Mangelerscheinungen. Zur Beruhigung für alle besorgten Eltern hat der amerikanischen Kinderarzt Dr. T. Berry Brazelton das folgende „Minimalprogramm“ für schlechte Esser zusammengestellt:

1. zwei Gläser Milch, oder 60 Gramm Käse, oder anderthalb Becher Joghurt, oder zwei Kugeln Milcheis
2. 60 Gramm Fleisch, oder ein Ei, oder drei Esslöffel Müsli (keine gezuckerten Frühstücksflocken!)
3. ein halbes Glas Orangensaft, oder eine halbe Kiwi, oder anderes Obst
4. Gabe eines geeigneten Multivitamin-Präparates (zuvor den Kinderarzt fragen!)



 

Damit Ihr Kind die Lust am Essen gar nicht erst verliert, hier ein paar Tipps:

1. Wenn Ihr Kind beim Essen hin- und herzappelt, ist es vielleicht zu unruhig im Raum. Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre ohne Zeitdruck.
2. Füttern Sie nicht nebenbei. Ihrem Kind schmeckt es am besten am gemeinsamen Familientisch
3. Servieren Sie kleine Portionen, denn ein übervoller Teller entmutigt die Kleinen. Kleine Portionen und kleine Bissen, möglichst ansprechend arrangiert, laden zum Zugreifen ein. Besonders anregend sehen bunte Gemüse in allen Farben aus, aus denen Sie z. B. Muster oder Gesichter legen können.
4. Manche Kinder mögen keinen Brei. Schon als Babys essen sie lieber stückige Kost. Bieten Sie dann sehr weich gekochtes Gemüse und Kartoffeln in kleinen Stückchen an.
5. Lassen Sie Ihr Kind selbst löffeln, wenn es das möchte, auch wenn anfangs mehr daneben als im Mund landet. Das fördert die Lust am Essen.
6. Akzeptieren Sie es, wenn Ihr Kind ein bestimmtes Lebensmittel ablehnt. Bieten Sie dieses einige Tage oder Wochen später, eventuell anders zubereitet, wieder an.



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Essen ohne Stress: Wie Ihr Kind mit Spaß und ganz von selbst richtig essen lernt
 

Was tun, wenn Erbsen zum Wurfgeschoss werden oder eifrige kleine Baumeister den Teller Kartoffelbrei mit Soße in etwas verwandeln, das wie die Bewässerungsanlage eines Reisfeldes aussieht?
Wenn jedes Gemüsewürfelchen aus der neuen Auflaufkreation sorgsam aussortiert und am Tellerrand aufgetürmt wird?
Sicher haben Sie sich die ein oder andere Frage schon einmal gestellt. Antworten darauf und auf viele andere Fragen speziell zum Thema gesunde Ernährung für fitte Kinder bis zu 6 Jahren gebe ich Ihnen in meinem Ratgeber: So isst Ihr Kind richtig. Sie finden dort Informationen und Tipps zu den Ernährungsbedürfnissen der verschiedenen Kinder-Altersgruppen sowie alltagstaugliche (!) Sofort-Tipps zu Problemen wie Essensverweigerung, heikle Esser oder inakzeptable Tischmanieren.
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Ein mikrobiologisches Labor hat im Auftrag des Magazins „markt“ 33 Räucherlachsproben auf Listerien untersucht. In 16 der 33 Proben war der Richtwert für die Keimzahl überschritten, bei 5 Proben um das Zehnfache, bei einer gar fast um das Hundertfache. Hier können Sie den Testbericht nachlesen: www.wdr.de/tv/markt/20061204/b_2.phtml

Listerien kommen weltweit vor. Am bedeutsamsten ist Listeria monocytogenes, die am häufigsten Erkrankungen auslöst. Diese Keime wachsen noch bei minus 0,4 Grad Celsius. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, aber auch bei älteren Menschen und Kleinkindern können schwere Formen der Listeriose vorkommen, die unter Umständen tödlich verlaufen. Die am stärksten verunreinigte Lachsprobe „Gut + günstig“ (Edeka-Eigenmarke) war so hoch belastet, dass sie auch für immungesunde Erwachsene ein Gesundheitsrisiko darstellte.

Besonders ärgerlich: Das Listerienproblem ist schon seit Jahren bekannt, aber bisher ist nichts passiert ist, um die Situation zu verbessern. Ursache sind Hygienemängel in Betrieben, die Lachs räuchern und abpacken. Durch verunreinigte Messer können die gefährlichen Keime auf Hunderte von Packungen übertragen werden und sich auch im Kühlschrank munter weiter vermehren.

Weil Hygienemängel bei geräuchertem oder gebeiztem Lachs immer wieder vorkommen können, sollten Kleinkinder sicherheitshalber keine derartigen Fischprodukte bekommen. Wenn Sie auf Räucherlachs nicht verzichten wollen, sollten Sie zumindest darauf achten, dass der Fisch immer gut gekühlt aufbewahrt wird, und dass Sie ihn bald nach dem Kauf verspeisen und nicht bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum im Kühlschrank liegen lassen!



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Vielleicht gehört der Gameboy auch bei Ihnen zu Hause schon zum festen Inventar? Dann ist Ihnen Dr. Kawashima wahrscheinlich ein Begriff. Sein „Gehirn-Jogging“ ist megapopulär und ein pädagogisch richtig sinnvolles Spiel für den Konsolen-Fan. Lesen Sie hier, wie Sie die Erkenntnisse des Neurowissenschaftlers aus Japan auch ohne Gameboy daheim umsetzen können.

Schon lange versuchen Forscher aus Psychologie, Pädagogik, Medizin und Neurologie herauszufinden, wie das Lernen funktioniert und wie es zu optimieren ist. Besonders in Schule und Ausbildung, aber auch im Arbeitsleben und im Alter ist ein leistungsfähiges Gehirn wichtig. Eine der neuesten Entdeckungen der Forschung ist, dass gerade Kopfrechnen das Gehirn zu hoher Leistung anspornt. Besonders das Frontalhirn, vergleichbar mit dem Arbeitsspeicher des Computers, wird mit bestimmten Übungen angeregt. Das macht aufnahmefähig und neugierig, spornt an, Zusammenhänge zu hinterfragen, und motiviert dazu, mit Problemen und Herausforderungen zurecht zu kommen. Das gilt für Menschen jeden Alters, also auch für Ihr Kind.

So üben Sie richtig
Mit den folgenden Übungen können Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Kindes spielerisch erweitern. Nehmen Sie aus unserem Aufgabenpool nur solche Fragen, die Ihr Kind auch bewältigen kann. Es geht bei diesem Training nicht darum, alles richtig zu machen oder besonders schwierige Aufgaben zu lösen. Vielmehr sollen die Bereiche im Frontalhirn lediglich angeregt werden. Egal ob die Aufgaben richtig oder falsch gelöst sind, allein die Denkanstrengung, die Ihr Kind beim Bearbeiten aufwendet, bedeutet schon, dass das Ziel erreicht ist.

Kopfrechnen 1. Klasse
5 + 3 = 2 + 7 =
4 – 2 = 10 + 5 =
8 + 1 = 17 – 3 =
3 – 2 = 8 + 8 =
9 – 5 = 19 – 12 =

Kopfrechnen 2. Klasse
35 – 23 = 5 + 97 =
12 + 67 = 100 – 76 =
80 – 24 = 46 + 30 =
56 + 5 = 50 – 44 =
93 – 9 = 78 + 21 =

Kopfrechnen 3. Klasse
5 x 5 = 3 x 5 =
4 x 3 = 7 x 7 =
6 x 2 = 4 x 8 =
8 x 7 = 9 x 9 =
9 x 2 = 6 x 4 =

Kopfrechnen 4. Klasse
a) Setze die Zahlenreihe fort: 2, 6, 10, 14, …
b) Setze die Zahlenreihe fort: 2, 4, 16, …
c) Clarissas Weihnachtsferien dauern 3 Wochen. Der erste Ferientag ist der 22. Dezember. Wann hat sie wieder
Schule? Wie viele Tage hat der Dezember?
d) Wie viel Zeit vergeht von 22.45 bis 5.20 Uhr?
e) Deine Lieblingssendung beginnt jeden Sonntag um 18.05 Uhr und dauert 35 Minuten. Wann ist sie zu Ende?
f) Wie viele Tage sind 3 1/2 Monate von April bis Mitte Juli? Wie viele Tage haben die Monate?
g) Wie viele Monate sind 23 Jahre?
Lesen Sie diese Aufgabe Ihrem Kind vor!
Rechne mit: Wie viele Freunde sind am Ende im Zimmer (ohne Marco)?

Marco bekommt Besuch, erst sind es seine Freunde Robert, Simon, Karl und Tobias. Karl und Tobias bleiben nicht lange und gehen schnell wieder. Dann klingelt Simone und bringt Larissa mit. Die langweilt sich bald und verschwindet mit Robert. Abends schauen noch Kai, Sören und Sandra vorbei. Alle zusammen sehen sich dann einen spannenden Film an.
Lösung: 5

Zähle die Silben in den Sätzen:
a) Um Mitternacht kommen die Gespenster aus ihrem Versteck.
b) Gegen zehn Uhr werde ich immer sehr müde.
c) Frank ruft Claudia aus dem Fenster etwas zu.
d) Brit und Alexandra fahren sehr gerne Fahrrad.

Wie viele Wörter kannst du dir merken?
Lassen Sie Ihr Kind die folgenden zehn Begriffe für zwei Minuten lang genau ansehen. Es soll sie sich genau einprägen. Decken Sie das Blatt dann ab und fragen Sie nach. Wie viele Wörter weiß es noch?
Rasen, verbinden, Kugel, Weihnachtsmann, Sweatshirt, Brille, Urlaub, Gameboy, singen, Lebkuchen

Wie lange soll das Training dauern?
Generell soll das Training Ihrem Kind (und Ihnen) Spaß machen, daher sollten Sie aufhören, wenn „die Luft raus“ ist. Optimal ist eine tägliche Übungssequenz von 15 Minuten. Das gilt für Kinder und auch für Erwachsene. Unsere Aufgaben sollen als Anregung dienen, Sie können sich selber weitere für Ihr Kind ausdenken – mit ein wenig Phantasie ist das gar nicht so schwer.

Mein Tipp
Machen Sie aus dem Gehirnjogging einen
Wettkampf, denn auch Ihr Gehirn profitiert von der Lösung der Aufgaben. Stoppen Sie die Zeit, die Sie und Ihr Kind zum Rechnen benötigen. Gerechterweise sollte Ihr Kind natürlich
einen kleinen Zeitvorsprung bekommen.



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Fit für die Schule
 

„Mathe ist blöd“! Solche Sätze müssen sich tagtäglich wahrscheinlich viele Eltern anhören.
Aufgeschreckt von diesem Ausspruch wissen viele Eltern nicht genau, was nun genau zu tun ist. Die Folgen fehlender Hilfestellung im weiteren Verlauf können frappierend sein. Nicht gemachte Hausaufgaben, schlechte Schulnoten bis hin zur Gefährdung der Versetzung sind oftmals das Ergebnis nicht ernst genommener Alarmzeichen. Dabei ist es ganz einfach Ihr Kind optimal auf seine derzeitige Lebensaufgabe vorzubereiten. Wir von „Lernen und Fördern mit Spaß!“ unterstützen Sie in dieser Situation. Testen Sie jetzt eine Gratisausgabe! Ihr Kind wird es Ihnen danken!

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Weil es heute rund ums Essen und um Essprobleme geht, stelle ich Ihnen dazu passend ein Bilderbuch vor: „Nein! Tomaten ess ich nicht!“ von Lauren Child (Carlsen 2002; 32 Seiten; 15,00 Euro). Dieses Buch für Kinder ab drei bis vier Jahren geht sehr kreativ mit den diversen „Mäkeligkeiten“ und „Essmarotten“ der Kleinen um.

Aus dem Inhalt: Charlie hat eine kleine Schwester, die heißt Pia. Manchmal muss er ihr das Essen machen. Das ist nicht ganz einfach, weil Pia weder Erbsen noch Möhren, weder Kartoffeln noch Pilze, keine Spaghetti, weder Eier noch Würstchen isst. Blumenkohl, Weißkohl, gebackene Bohnen, Bananen und Apfelsinen lehnt sie ganz und gar ab und nie, nie im Leben wird sie eine Tomate essen. Aber neulich ist es Charlie gelungen, Pia zu überlisten: Er hat aus den „Igitt-Speisen“ Lakritzstangen vom Jupiter, Drops aus Grünstadt, Wolkenflaum vom Fudschijama oder Mondflutscher werden lassen. Da hat es Pia plötzlich doch geschmeckt...



 

Auch unsere Kleinen waren wieder sehr kreativ, deswegen dürfen Sie sich jetzt auf nette Stilblüten freuen.

Na, die kenn ich doch!
Meine Töchter Jana (3,5 Jahre) und Lisa (fast 5 Jahre) spielen mit mir dieses Jahr zusammen im Krippenspiel als Engel mit. Nun hatten wir am 1. Advent unsere Weihnachtspyramide aufgestellt und ich fragte Lisa, ob sie denn noch wisse, wer die einzelnen Figuren seien. Sie antwortete: „Ja, Maria und Josef und das Jesuskind und die Könige.“ Meine Frage, wie die Könige denn hießen, konnte sie nicht beantworten, so sagte ich es ihr. Dann erklärte sie, da wären noch die Hirten und die Engel. Daraufhin fragte Lisa mich: „Mama, wie heißen denn eigentlich die Engel?“ Kaum dass ich ausführte, ich wüsste nur, dass einer Gabriel hieße, platze Jana dazwischen: „Na – die heißen Mama, Lisa und Jana“. (von Ines Krailing, Arenshausen)

Endlich mal gute Nachrichten
Mein Sohn Erik (2,5 Jahre) und ich schauten eines Abends Nachrichten und sahen eine Gruppe von Demonstranten. Erik meinte voller Freude: „Mama schau, da ist ein Laternenumzug...“ (von Sabine Konrad)

Ja nicht zu viel putzen!
Heute Morgen wollte ich unserer Tochter Lara-Sophie (6 Jahre) beim Zähneputzen helfen, damit sie auch alle Zahnflächen sauber bekommt, was ja momentan im Zahnwechsel sehr schwierig ist. Auf meine Frage: „Kann ich dir schnell helfen?“, kommt prompt folgende Antwort: „Nee Mami, du weißt ja nicht, mit welchen Zähnen ich heute morgen gekaut habe!“ (von P. Kaiser, Dettighofen)

Nicht wählerisch
Unsere Tochter (6 Jahre) war im Badezimmer und führte Selbstgespräche. Diesmal ging es um die Zahnfee. Ob denn da wirklich was dran sei? Ich beobachtete sie, wie sie sich einen alten Milchzahn ihres Bruders nahm, in ihr Kinderzimmer ging und diesen alten Milchzahn unter ihr Kopfkissen legte. Abends hab ich ihr dann „heimlich“ eine Kassette unter ihr Kopfkissen gelegt und den Milchzahn wieder weggenommen. Am nächsten Morgen hörte ich nur ein: „Boahhh, das geht auch mit alten Zähnen!“ (von Tanja v. Blittersdorff)

Schlagende Argumente
Meine Tochter Isabella (4 Jahre) fragt: „Mama, wenn ein Böser mein Meerschweinchen mitnehmen will, wie kann es sich wehren?“ Antwort meinerseits: „Es wird zubeißen.“ Darauf Isabella: „Und es wird dem Bösem gegen das Schienbein schlagen.“ Ich: „So groß ist dein Meerschweinchen nicht.“ Darauf sie ganz stolz: „Aber meine Schwester, die Verena, kann das, da sie ja jetzt in den Schlagkurs (Selbstverteidigungskurs) geht.“ (von Andrea Haas, Regensburg)

Kurzer Prozess mit dem Ohrwurm
Auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten summte ich eine Melodie vor mich hin und bemerkte die verwunderten Blicke von David (4,5 Jahre). Ich versuchte meinen „Ohrwurm“ zu umschreiben und sagte: „Weißt du, David, ich habe heute morgen mit meinem Klavierschüler Musik gemacht und da hat sich die Musik in meinem Kopf versteckt und ist jetzt schon die ganze Zeit in meinem Ohr.“ Nach kurzem Überlegen antwortete der Knirps entschieden: „Also wenn ich singe, dann bleibt nix über!“ (von Eva Lange, Kaarst)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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