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Elternbrief


E-Mail Newsletter 26-01-2007
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

wenn Ihr Kind von Gemüse nicht so sehr begeistert ist – und das sind ja bekanntlich viele Kinder –, dann können Sie das durch mehr Obst ausgleichen. Vielleicht kennen Sie die Aktion „5 am Tag“ (www.5amtag.de), die für fünf Portionen Obst und Gemüse täglich wirbt. Dort finden Sie auch Vorschläge, wie Sie fünf Obst- und Gemüseportionen tatsächlich in den Mahlzeiten „unterbringen“.

Eine Portion kann z. B. in Form von Obst- oder Gemüsesaft verzehrt werden. Doch nur reine Säfte zählen, nicht die diversen Fruchtsaftgetränke oder Fruchtnektare, die immer auch Zucker enthalten. Als besonders gesund gelten Traubensaft und naturtrüber Apfelsaft. Dabei sind Tafeltrauben häufig mit Spritzmittel-Rückständen belastet, wie Greenpeace-Untersuchungen kürzlich ergeben haben. Stiftung Warentest fand in den Traubensäften trotzdem keine oder nur minimale Verunreinigungen. Doch lesen Sie selbst...


 

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Ende 2006 wieder einmal Obst und Gemüse in deutschen und österreichischen Supermärkten gekauft und auf Pestizide untersuchen lassen. Bei Tests von Tafeltrauben überschritt fast jede zehnte Probe die so genannte Akute Referenzdosis und ist damit ein potenzielles Gesundheitsrisiko vor allem für kleinere Kinder. Aber auch Kopfsalat war belastet.

Die Akute Referenzdosis (ARfD) wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Sie beschreibt die Menge einer Substanz, die mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages aufgenommen werden kann, ohne ein gesundheitliches Risiko für den Konsumenten darzustellen. Bereits bei einmaliger Überschreitung dieses Grenzwertes sind Gesundheitsschäden nicht auszuschließen.

Bei einem Kind ist die Akute Referenzdosis schon aufgrund des geringeren Körpergewichtes niedriger als bei einem Erwachsenen – unabhängig davon, dass der kindliche Organismus während des Wachstums möglicherweise besonders empfindlich reagiert. 12 der untersuchten Proben überschritten die Akute Referenzdosis für Kinder zwischen zwei und fünf Jahren, aber nur in einem Fall wurde auch gegen die gesetzlich erlaubte Rückstandsmenge verstoßen. Das liegt daran, dass es in Deutschland gesetzlich festgelegte Pestizid-Grenzwerte gibt, die über dem ARfD-Wert liegen.

Die Untersuchungsergebnisse von Greenpeace können Sie unter http://de.einkaufsnetz.org//24374_3.html nachlesen. Die betroffenen Handelsketten Edeka, Rewe, Kaufhof (Metro), Karstadt und Aldi-Süd halten ihr Obst und Gemüse allerdings trotz der Überschreitungen für verkehrsfähig und nehmen die betroffene Ware meist nicht aus den Regalen.

Die Handelsketten beachten die Standards der WHO und der BfR nicht und berufen sich auf die großzügig festgelegten gesetzlichen Pestizid-Höchstmengen, sodass belastete Ware quasi ganz legal im Supermarktregal liegt. Da hilft nur eines: Auf Weintrauben aus Bio-Anbau zurückgreifen, denn die sind mit großer Zuverlässigkeit spritzmittelfrei, und auf Kopfsalat im Winter besser ganz zu verzichten.



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Wie Wein ist auch Traubensaft reich an gesundheitsförderenden bioaktiven Substanzen, den Flavonoiden, die hauptsächlich in der Traubenschale vorkommen. Die Substanz Quercetin wirkt z. B. antiallergisch und antientzündlich. Die in roten Trauben enthaltenen Anthocyane helfen, so genannte freie Radikale im Körper einzufangen, und wirken auf diese Weise Umweltgiften entgegen.

Einer Untersuchung von Stiftung Warentest zufolge können Sie und Ihre Familie sich Traubensaft guten Gewissens schmecken lassen, denn die untersuchten 15 roten und fünf weißen Trauben-Direktsäfte waren – wenn überhaupt – nur minimal mit Schimmelpilzen oder Pestiziden belastet.

Achtung: Traubensaft enthält viel fruchteigenen Zucker – und der macht in größeren Mengen natürlich dick. Deshalb sollten Sie oder Ihr Kind sich entweder auf ein Glas puren Saft beschränken oder – besser – Traubensaftschorle aus einem Teil Saft und einem bis zwei Teilen Wasser trinken.



 

Nicht nur Traubensaft ist gesund. Auch Apfelsaft enthält gesundheitsfördernde Stoffe, z. B. die so genannten Polyphenole. Polnische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass naturtrüber Apfelsaft fünfmal so viele Polyphenole enthält wie die klare Variante.

Frisch gepresster Apfelsaft ist grundsätzlich trüb, wird dann aber z. B. mit Hühnereiweiß „geklärt“. Dabei gehen offenbar auch die gesunden Polyphenole verloren. Kaufen Sie also lieber trüben Apfelsaft. Wie beim Traubensaft ist auch hier die Apfelsaftschorle dem puren Saft vorzuziehen.



 

Zur Konservierung von Orangen werden meist Chemikalien wie Orthophenylphenol, Thiabendazol oder Imazalil verwendet. Untersuchungen von Ökotest zufolge wiesen neun von 36 untersuchten Orangenproben (also 25 Prozent) einen Pestizidgehalt über den erlaubten Grenzwerten auf.

Beim Schälen können geringe Rückstände der Chemikalien in das Fruchtfleisch gelangen. Deswegen sollten Sie – sofern Sie nicht ohnehin Bio-Orangen kaufen – die Früchte vor dem Schälen gründlich waschen. So können Sie Chemikalienrückstände auf der Schale stark reduzieren. Außerdem sollten Sie bzw. Ihr Kind sich nach dem Schälen zusätzlich die Hände waschen.

Noch ein Tipp: Behandelte Orangen aus konventionellem Anbau gehören extra gelagert und nicht in die Obstschale zu den anderen Früchten!



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Ganz gleich in welchem Alter es einen trifft, die erste Liebe kommt mit voller Wucht und bringt alles durcheinander.

Wenn Ihr Kind sich das erste Mal verliebt, ist es mit einer Vielzahl unterschiedlichster Gefühle konfrontiert. Mit unbekannter Intensität richtet sich sein ganzes Interesse auf den Jungen oder das Mädchen seiner Wahl. Alles andere wird in den Hintergrund gedrängt. Freunde, Schule und Hobbys stehen plötzlich nicht mehr an erster Stelle. Dieser Zustand gleicht einer Sucht, die um jeden Preis befriedigt werden muss. Seien Sie froh, wenn diese Liebe erwidert wird und Ihr Kind seine ersten positiven Liebeserfahrungen machen kann.

Ist Ihr Kind verliebt?
Sich zu verlieben ist auch ein Zeichen von zunehmender Selbstständigkeit und Abnabelung von den Eltern. Dazu gehört es, nicht alles gleich mitzuteilen, auch wenn das Verhältnis zu den Eltern aufgeklärt, offen und positiv ist. Ihr Kind möchte seine eigenen Erfahrungen machen – das ist ganz legitim.

So reagieren Jungen auf Mädchen
Jungen orientieren sich sehr stark an männlichen Vorbildern. Sie wollen so cool sein wie der Rapper Eminem, mögen den „männlichen“ Gang und die unkonventionellen Klamotten von P. Daddy oder anderen beliebten Gangsterrappern und Hiphoppern. Es ist ihnen sehr wichtig, dass die coole Fassade erhalten bleibt; mit ihren Freunden reden sie selten über ihre Gefühle, und auch den Eltern werden sie gerne verschwiegen. Stark sein und alles im Griff haben ist unheimlich wichtig. Dabei sind Jungen unsicherer als Mädchen, was die erste Liebe angeht.

So reagieren Mädchen auf Jungen
Mädchen tauschen sich über ihre Gefühle mit ihren Freundinnen ständig aus. Gemeinsam überlegen sie, wie der ein oder andere Junge zu beeindrucken sei. Sie nehmen eher Kontakt auf, persönlich oder durch einen Brief, und versuchen, den Jungen zu treffen. Wenn Mädchen verliebt sind, legen sie auf ihre Kleidung und auf ihr Outfit besonderen Wert.

Wie reagieren Sie auf die erste Liebe Ihres Kindes richtig?
Viele Eltern müssen sich erst langsam damit abfinden, dass ihr gerade erst in die Pubertät gekommenes Kind sich schon verliebt hat und eine andere Person als die Eltern jetzt den höchsten Stellenwert einnimmt. Sie sind besorgt, ratlos und wissen nicht, wie sie nun reagieren sollen. Doch so schwierig ist das gar nicht. Der Umgang mit der ersten Liebe gelingt am besten, wenn Sie sich an Ihre eigenen Erfahrungen aus dieser Zeit zurückerinnern.

Hilfe bei Liebeskummer
Jeder, der es selbstschon mal erlebt hat, weiß, dass gegen Liebeskummer gar nichts hilft außer Zeit. Mit jedem Tag wird der Schmerz ein bisschen weniger und nimmt die Sehnsucht ab, den anderen wiederzusehen. In dieser schwierigen Zeit können Sie Ihrem Kind helfen, indem sie seinen Schmerz akzeptieren und immer gesprächsbereit sind. Natürlich tut auch Ablenkung gut. Versuchen Sie, Ihr Kind mit seinem Lieblingsessen, einem Kinobesuch, einem Konzert oder einer Überraschungsparty fröhlicher zu stimmen.

Wer klärt auf?
Die Sexualaufklärung ist die beste Vorbeugung gegen ungewollte Schwangerschaften und die Übertragung von Krankheiten. Sie sollte eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus, Schule und Gesellschaft sein. Neben der Schule werden heute viele Jugendliche durch das Internet, Zeitschriften oder Fernsehsendungen nahezu nebenbei aufgeklärt. Eltern sollten einfach die entsprechenden Fragen beantworten, wenn ihre Kinder sie stellen.

Mein Tipp
Gespräche mit dem eigenen Kind über Sexualität sind oft nicht einfach. Seien Sie geduldig und stellen Sie nicht Ihre eigenen, sondern die Fragen Ihres Kindes in den Vordergrund. Wenn Sie das Gefühl haben, keinen Zugang zu Ihrem Kind zu bekommen, kann vielleicht ein guter Freund der Familie helfen. Manche Kinder offenbaren sich lieber
einem Freund als den eigenen Eltern.

Lesen Sie hier mehr von der Lerntrainerin Uta-Reimann-Höhn


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Auch im heutigen Buch der Woche geht es unter anderem um gesundes Essen: „Der süße Mops“ von Brigitte und Wolfgang Graßl und Sunny Mayer (Effecteve Verlag 2006; 36 Seiten; 12,95 Euro). Dieses peppig illustrierte Bilderbuch erklärt Kindern ab vier Jahren, wie zu wenig Bewegung und zu fettes und süßes Essen krank machen.

Der Held des Buches, ein kleiner Mops, wird von einer älteren Dame aus dem Tierheim geholt und nach Strich und Faden verwöhnt. Der Mops darf im Auto spazieren fahren, auf dem Sofa lümmeln und bekommt so viel zu fressen, wie er nur mag. Dass er sich fett und krank frisst und beim Laufen aus der Puste kommt, geht ihm erst auf, als er im Park einen neuen Freund trifft: Max, einen drahtigen Hund. Die jungen Leser erfahren so spielerisch, dass zu wenig Bewegung, fettreiche Speisen und zuckerhaltige Kost Krankmacher sind. Im Nachwort gibt es für Sie als Eltern zusätzlich Informationen zu Diabetes mellitus Typ 2 – einer häufigen Folge von Übergewicht.



 

Und hier noch etwas zum Schmunzeln:

Nachwachsende „Dritte“
Wieder mal der abendliche Zähneputzkampf mit Emily (3 1/3 Jahre): „Emily, wenn du dir jetzt nicht richtig die Zähne putzt, werden die ganz schwarz und fallen raus und dann hast du keine Zähne mehr!“ Sie denkt eine Weile nach und meint dann: „Bei Oma sind die Zähne aber wiedergekommen!“ Kurzes Nachdenken meinerseits: Wir hatten neulich Uroma besucht, als ihre dritten Zähne zur Reparatur „weg“ waren – und sie dann wieder besucht, als die Zähne wieder „da“ waren – logisch, dass Zähne wiederkommen! (von Maren Weniger, Hildesheim)

Teller-FKK
Marcel (3 Jahre) kam aus dem Kindergarten und erzählte mir, dass das Mittagessen im Kindergarten sehr lecker war. Auf meine Frage, ob er denn alles aufgegessen hatte, sagte er „Ja, Mama, ich habe den Teller zweimal nackig gemacht!“ (von Diliara, Leipzig)

Das kommt davon!
Abends im Bett, als Lucas (4 Jahre) endlich schlafen soll, sinniert er mal wieder über das Leben mit den Worten: „Ja, so ist das Leben eben.“ Ich sage ihm, dass man im Leben immer sagen muss, was man will und was nicht und das das sehr wichtig ist. Daraufhin er: „Mama, ich will nicht schlafen!“ Merke: Als Mutter muss man die Gedanken der Kinder gleich mit im Kopf haben. (von Kerstin Ross)

Ob Mama da beleidigt war?
Hier ein lustiger Dialog unserer Tochter Lina (2,5 Jahre) mit ihrem Papa. Lina liebt Sprachspielchen und sucht mit ihrem Papa Wörter zu bestimmten Anfangsbuchstaben.
Papa: „R wie ...?“
Lina: „RALF!“
Papa: „N wie ...?“
Lina: „NICOLE!“
Papa: „P wie ...?“
Lina: „PAPA!“
Papa: „M wie ...?“
Lina (überlegt): „... McDonalds!!!“
Da sieht man einmal, wie sehr McDonalds Kinder beeindruckt, Lina war in ihrem Leben erst dreimal dort und schon ist es das bevorzugte „M“-Wort. (von Nicole Frischkorn)

Erleuchtetes Brot
Meine Tochter Ira (3 Jahre) hält eine Scheibe Brot hoch und betrachtet sie. Durch ein kleines Loch fällt etwas Licht und sie sagt: „Da ist ein Licht“ – kurze Pause – „kann ich das mitessen?“ (von Janina Hesse, Langen, Hessen)

Alles elektrisch
Als kurz nach Weihnachten, nachdem ich nun immer vier Kerzen angezündet hatte (und meinem Sohn Pierre das auch immer schön erklärt habe – erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier usw. und jetzt immer vier, denn das Christkind war ja schon da...), inzwischen eine Kerze unseres Adventskranzes runtergebrannt war und ich diese morgens zum Frühstück nicht mehr mit dem Feuerzeug anzünden konnte, sagte Pierre (2 Jahre und 2 Wochen alt) entschieden: „Diese Kerze auch anzünden!!! Diese Kerze auch anzünden!!!“ Ich sagte ihm darauf, dass ich die Kerze nicht mehr anzünden könne, denn diese wäre zu Ende und abgebrannt und deswegen ginge das nicht mehr. Darauf meinte er: „Neue Batterien rein tun!“ (von Claudia Schmidt)

Ein ganz neuer Beruf
Meine Tochter (4 Jahre) und ich stehen gemeinsam in der Küche und backen Vanillekipferl. Den Teig hatten wir schon fertig und die restliche Arbeit wollte sie alleine machen. Ich war total überrascht, weil sie wirklich alles ganz alleine fertig gemacht hat. Und weil sie die Kipferl so toll gemacht hatte, sagte ich zu ihr: „Du bist schon so groß und tüchtig, du machst die Vanillekipferl schöner als ich.“ Darauf meinte sie: „Du Mama, ich werde bestimmt mal eine ganz tolle Kipflerin!“ (von Manuela Hödl)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.