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Elternbrief


E-Mail Newsletter 02-03-2007
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

heute habe ich wieder mal „querbeet“ wichtige Gesundheits-Informationen für Sie zusammengestellt, damit Sie vermeidbare Gefahren bewusst meiden können. Das fängt schon bei so alltäglichen Dingen wie einem Fahrradanhänger an.

Bis meine beiden Kinder selbst Fahrrad fahren konnten, haben wir sie immer im Fahrradanhänger mitgenommen. Im Nachhinein bin ich richtig froh, dass wir einen hochwertigen Anhänger mit Federung hatten. Eine aktuelle Untersuchung kam nämlich zu dem Schluss, dass die kindliche Wirbelsäule in ungefederten Anhängern ganz schön durchgerüttelt wird…


 

Eine Studie an der Universität Wuppertal untersuchte, welchen Belastungen Kleinkinder beim Transport in einem handelsüblichen, ungefederten Fahrradanhänger ausgesetzt sind. Dabei wurden bei verschiedenen Geschwindigkeiten auf unterschiedlichem Untergrund die vertikalen Beschleunigungen gemessen. Es zeigte sich, dass die vertikalen Beschleunigungswerte je nach Bodenbeschaffenheit und Fahrgeschwindigkeit zum Teil bedenklich hoch sind.

Es wurden Werte von bis zu 10 g gemessen – dem Zehnfachen der Erdbeschleunigung! Diese Belastungen entsprechen dem Mehrfachen des Körpergewichts und werden an den Körper des Kindes weitergegeben. Je höher das Tempo, desto höher waren die Werte. Den größten Einfluss hatte die Bodenbeschaffenheit: Selbst kleinste Unebenheiten auf einer Pflasterstraße schlugen sich in hohen Vertikalbeschleunigungen nieder.

Besonders fatal: Die Kleinen im Wagen sehen die Hindernisse nicht kommen, sodass diese Stöße sie völlig unvorbereitet treffen. Außerdem wirkt sich auch die unvorteilhafte Sitzhaltung im Anhänger negativ aus. Denn in dieser Position sind die Wirbelsäulenkrümmung und damit die natürlichen Dämpfungseigenschaften zum Teil aufgehoben.

Ob die Rütteltour im Fahrradanhänger tatsächlich zu Rückenschäden führt, wissen die Forscher jedoch noch nicht. Vorbeugend sollten Sie in jedem Fall sehr vorsichtig fahren und möglichst einen gefederten Fahrradanhänger benutzen. Vermeiden Sie holprige Strecken (Waldwege, Kopfsteinpflaster) – geteerte Fahrradwege sind für den Kinderrücken besser.Steigen Sie an Bordsteinkanten oder Bodenschwellen ab und schieben Sie das Gespann behutsam über das Hindernis.

Trotz der Belastung für die Wirbelsäule ist der Fahrradanhänger empfehlenswerter als die Beförderung Ihres Kindes im Fahrradsitz. Ihr Kind sitzt dort nämlich verkehrssicherer. Eltern mit einem Kind im Sitz sind eher von Stürzen bedroht als bei einem Transport im Anhänger. Die Anhänger neigen weniger zum Kippen und falls sie doch einmal umfallen sollten, ist die Fallhöhe geringer. Außerdem verfügten sie in der Regel über eine stabile Fahrgastzelle, die Ihrem Kind bei Unfällen Schutz bietet.



 

Obst und Gemüse ist gesund – jedenfalls dann, wenn es nicht mit Pestiziden behandelt ist. Weil Babys und Kleinkinder auf solche Schadstoffe oft empfindlich reagieren, ist unbelastete Ware für sie besonders wichtig.

Die Umweltorganisation Greenpeace untersuchte im vergangenen Jahr Obst und Gemüse aus Supermarktketten in ganz Deutschland. Generell in Deutschland verbotene Gifte fand das Labor in 10 der insgesamt 84 Proben. In 14 weiteren Produkten steckten Substanzen, die für das betroffene Obst oder Gemüse nicht zugelassen sind.

Die Ergebnisse der Untersuchung hat Greenpeace in einem kostenlosen Einkaufsratgeber zusammengestellt. Er vergleicht nicht nur Supermärkte, sondern informiert auch darüber, welche Obst- und Gemüsesorten kaum belastet sind und welche Herkunftsländer empfehlenswert sind. Die Broschüre „Essen ohne Pestizide“ können Sie anfordern unter Greenpeace Deutschland, Große Elbstrasse 39, 22767 Hamburg, Tel. 040/30618120. Unter http://de.einkaufsnetz.org/ kann der Ratgeber auch per Mail bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Grundsätzlich gilt: Bevorzugen Sie Bioware. Für Babys und Kleinkinder sollten Sie ausschließlich Bio-Produkte kaufen. Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau sollte in jedem Fall gut gewaschen und eventuell geschält werden.



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(von Uta Reimann-Höhn)

Insgesamt machen mehr Mädchen als Jungen Abitur (54 %). Mädchen bleiben seltener sitzen und haben signifikant bessere Noten. Zu ihren in der Schule äußerst nützlichen Kompetenzen gehören u. a.

- eine ausgeprägtere Sprachbegabung
- Leselust
- bessere Feinmotorik
- ein Entwicklungsvorsprung bis zum Alter von ca. 14/15 Jahren
- bessere Konzentrationsfähigkeit
- weniger Bewegungsdrang
- höhere soziale Kompetenz
- bessere kommunikative Fähigkeiten
- stärkerer Leistungswille

Widerspruch Schule und Arbeitswelt
Trotz dieses Leistungsvorsprungs zeigt sich, dass die Berufswahl von Mädchen und Frauen nach wie vor sehr eingeschränkt ist, sie sehr viel seltener in Führungspositionen zu finden sind und weniger verdienen.

Mädchen brauchen auch Vorbilder!
Junge Mädchen reagieren sehr sensibel darauf, was das Image einer erfolgreichen Frau in der Öffentlichkeit ist. Neben den Medien und den Lehrern spielen die Mütter eine Schlüsselrolle. Gerade in der Phase, wenn die Mädchen in der Schule über ihre Fächerkombination nachdenken, wären der gute Rat und die entsprechende Unterstützung der Mutter gefragt.

So möchten Mädchen lernen
- Sie wollen keine Überraschungen im Unterricht.
- Sie wollen keine Fehler machen.
- Sie möchten sicher sein, dass sie den Unterrichtsstoff auch wirklich verstanden haben.
- Sie wollen intensiv üben.
- Sie wünschen sich die Möglichkeit, mithilfe von zusätzlichem Übungsmaterial über den Unterricht hinaus arbeiten zu können.
- Sie legen Wert auf die Kontrolle der Ergebnisse.
- Sie wünschen sich Merksätze und Regeln.
- Sie wollen sich gegenseitig den Unterrichtsstoff erklären.
- Sie brauchen ausführliche Erklärungen.
- Sie möchten so lange nachfragen dürfen, wie sie wollen.
- Sie wollen möglichst lange bei einem Thema bleiben.
- Sie lehnen jeglichen Zeitdruck ab.

Motivation ist für Mädchen besonders wichtig
Untersuchungen zeigen, dass in den beiden Fachgebieten das spezifische Selbstvertrauen von Schülerinnen auch bei vergleichbarer Fachleistung geringer ist als das von Schülern, die dazu neigen, ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Jungen mit guten Leistungen werden von den Lehrkräften öfter für intelligent, Mädchen mit guten Leistungen für fleißig gehalten. Dazu kommt: Mädchen lassen sich von den aggressiveren Jungen entmutigen, und haben auch eher Angst, ausgelacht zu werden. . Sie neigen dazu, ihre eigenen Leistungen zu unterschätzen, während Jungen ihr Können eher überschätzen. Eine Frage des Selbstbewusstseins!

Mein Tipp
Bieten Sie Ihrer Tochter am Kindergeburtstag mal etwas anderes als Luftballonrasieren oder Mohrenkopfwettessen. Naturwissenschaftliche Experimente können mindestens ebenso unterhaltsam und dazu noch lehrreich sein.

Mädchen lernen mit einem reichhaltigen Frühstück besser
Ihre Stimmung steigt insgesamt an, wenn sie satt sind. Diese positive Stimmung wiederum wirkt sich signifikant auf das Leistungsvermögen der Mädchen aus. Das möglichst gesunde, vollwertige Essen hebt ihre Laune und damit auch die Bereitschaft, Wissen und Lernstoff aufzunehmen.

Mein Tipp
Versuchen Sie, die meist mädchentypischen Hobbys Ihrer Tochter mit den mathematischen, physikalischen oder chemischen Phänomenen zu verbinden. Fragen Sie ruhig mal nach, warum ein Pferd beim Galoppieren nicht irgendwann zu fliegen beginnt. Sie werden sehen, dass Ihr Kind das Gesetz der Schwerkraft auf diese Art und Weise ganz leicht versteht und auch interessant findet.

Lesen Sie hier mehr von der Lerntrainerin Uta-Reimann-Höhn


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Erbrechen und Durchfall grassieren derzeit in Deutschland. Schuld daran sind Noroviren, die Deutschland so heftig heimsuchen wie nie zuvor. Allein von Anfang Oktober bis zur dritten Januarwoche wurden 55.312 Fälle von Magen-Darm-Erkrankungen aufgrund einer Infektion mit Noroviren gemeldet. Da aber noch lange nicht jeder Durchfall gleich mit einer Stuhluntersuchung abgeklärt wird, dürfte die Dunkelziffer weit höher liegen!

Besonders betroffen sind Krankenhäuser, Seniorenheime und natürlich Kindergärten, weil sich hier den fiesen Viren beste Verbreitungschancen bieten. Nach einer Ansteckung treten nach etwa 24 Stunden Erbrechen und Durchfälle auf, teilweise von Kopfschmerzen und Fieber begleitet. Die häufig heftigen Beschwerden halten aber nur ein bis drei Tage an.

Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, Austrocknungserscheinungen zu entwicklen. Gehen Sie daher bei länger als sechs Stunden anhaltenden Beschwerden in jedem Fall zum Arzt! Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken, z. B. gesüßten Tee mit einer Prise Salz (weglassen, falls Ihr Kind damit den Tee verweigert!).

Hat es Sie oder Ihr Kind erwischt, sollten Sie außerdem Folgendes beachten:
1. stets sorgfältig die Hände waschen (insbesondere nach dem Stuhlgang oder Wickeln, vor dem Kochen oder Essen)
2. streng auf sorgfältige Hygiene in Bad und Toilette achten
3. Gummihandschuhe tragen, wenn mit Durchfall oder Erbrochenem verunreinigte Flächen oder Gegenstände gereinigt werden müssen
4. auch beim Wickeln sind Einmalhandschuhe aus Latex (erhältlich in Drogerien) zu empfehlen, um eine Ansteckung zu vermeiden
5. Waschlappen und Handtücher nicht für mehrere Familienmitglieder verwenden – jeder braucht eine eigene Garnitur
6. Handtücher sowie Leib- und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen, Handtücher mindestens täglich wechseln oder sogar Gästehandtücher für den Patienten benutzen
7. Kontakt zu anderen Menschn meiden
8. möglichst nur eine Betreuungsperson, sodass sich nicht gleich alle Familienmitglieder anstecken

Weil Noroviren auch nach dem Abklingen der Symptome noch ein bis zwei Wochen lang ausgeschieden werden, auch in dieser Zeit noch auf eine intensive Toiletten- und Händehygiene achten!



 

Suchen Sie ein richtig tolles Bildebuch für starke Mädchen? Dann kann ich Ihnen „Prinzessin Rosamund, die Starke“ von Martin Waddell und Patrick Benson (Lappan 2007; 32 Seiten; 9,95 Euro) nur wärmstens empfehlen.

Nein, Rosamund ist nicht Lillifee. Rosamund ist anders als die meisten Prinzessinnen. Sie fürchtet sich vor nichts und niemand und hat natürlich auch ihre eigenen Vorstellungen von dem Prinzen, den sie einmal heiraten soll. Denn Prinzessin Rosamund ist nicht bereit, sich irgendeinen Hanswurst zu nehmen. Sie zieht auf Abenteuer aus, kämpft erfolgreich gegen Riesen und Drachen und befreit so manchen Prinzen aus seiner misslichen Lage. Zu guter Letzt erweckt sie ihren Auserwählten mit einem Kuss aus seinem Schlaf.

Eine freche, putzmuntere und witzig illustrierte Geschichte, die mit britischem Humor sämtliche Prinzessinnen-Klischees über den Haufen wirft.



 

Zum Schluss wieder die nettesten Sprüche der Kleinen.

Schwere Verletzung
Meine Tochter Cheyenne (17 Monate) hat ein neues Hobby und verteilt überall „Kopfnüsse“. Als sie ihre Schwester Chyara (6 Jahre) trifft, schreit diese entsetzt: „Mama! Ich muss ins Krankenhaus, ich habe mir den Kopf verstaucht!“ (von Nina)

Aufgewecktes Make up
Meine Tochter Chelsea wurde in den ersten 3 Jahren nur englisch erzogen. Sie sah mir eines Morgens beim Schminken zu und fragte, was das sei. Ich antwortete: „Make up“, worauf sie wie aus der Pistole sagte: „I want wake up, too“ (von Sabine Barnett)

Schimpfe auf Persisch
Unser Sohn (2 Jahre) hat eine kleine Freundin (1 ? Jahre). Da ihr Vater Iraner ist, wird in der Familie auch Persisch gesprochen. Somit bekommt unser Sohn auch mal eine andere Sprache mit. Wenn die Kleine etwas nicht machen darf oder soll, sagen ihre Eltern nicht immer nur nein, sondern auch mal „das nasan“ oder „nakon“. Letztens kam abends mein Mann nach Hause und tat irgendwas, was unserem Lütten nicht gefiel. Da schnauzte der Kleine los: „Papa nakon ... nakon Papa!“ Der hat natürlich ganz schön gestutzt. (von Daniela)

Nur gegen Cash
Lara (6 Jahre), die Tochter meiner Freundin, hat für ihren Papa zum Geburtstag ein Bild gemalt und gebastelt. Überraschend kam er etwas früher nach Hause. Ganz hektisch hat Lara das Geburtstagsgeschenk versteckt und zu ihrem Papa gesagt: „Ich habe etwas für dich zum Geburtstag gemacht.“ Der Vater: „Was denn?“ Lara: „Das darf ich dir nicht sagen, ist doch eine Überraschung.“ Der Vater zog Lara auf und fragte immer wieder, doch Lara sagte nein und dass es doch eine Überraschung sei. Der Vater: „Also gut, ich gebe dir einen Euro, wenn du es mit verrätst.“ Lara druckste etwas rum. Darauf hin der Vater: „Dann also zwei Euro.“ Lara: „Also gut, ich gebe dir einen Tipp“. (von Simone Weier)

Seid gegrüßt!
Als wir neulich beim Abendbrot saßen, begannen unsere Kinder Gerrit (6 Jahre) und Marlon (3 Jahre) Lieder zu singen. Gerrit begann mit „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Danach stimmte Marlon das Lied „O Tannenbaum, o Tannenbaum“ an. Wir sangen dann alle zusammen weiter: ...wie grün sind deine Blätter“ Ein entsetzter Aufschrei von Marlon: „Das heißt nicht: ‚...wie grün sind deine Blätter’. Das heißt: ‚...wir grüßen deine Blätter’!!!! (von Andrea Buchholz, Vechelde)

Sehr persönlicher Text
Neulich sang Katharina (fast 3 Jahre alt) im Bad vor sich hin: „Schlaf, Kindchen, schlaf. Papa hütet Schaf. Mama hütet Katharina und Johannes. Schlaf, Kindchen, schlaf.“ (von Gabriele Hanke, Dresden)

Dreibein
Zum Schluss noch eine Stilblüte meines Sohnes Martin (7 Jahre). Vor kurzem kam in den Radionachrichten die Meldung, dass sich der Skispringer Michael Uhrmann den Mittelfuß gebrochen habe. Martin war verwundert: „Wieso Mittelfuß? Hat der etwa drei Beine?“

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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