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Elternbrief


E-Mail Newsletter 27-04-2007
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

heute möchte ich Ihnen wieder einen „bunten Strauߓ an Leserfragen vorstellen, die sicher für viele Eltern und Großeltern relevant sind.

Gleichzeitig habe ich eine Bitte an Sie: Nutzen Sie insbesondere bei Fragen zu Schlafproblemen und Essstörungen Ihres Kindes bitte die telefonische Elternsprechstunde, da ich im Rahmen eines persönlichen Gespräches die jeweilige Problematik besser erkennen kann und Ihnen so ganz individuell auf Ihr Kind und Ihre Familiensituation zugeschnittene Ratschläge geben kann.

Telefonnummer und Termine der Elternsprechstunde finden Sie jeweils in der aktuellen Heftausgabe auf Seite 11 unten rechts. Dort wird auch das aktuelle Passwort veröffentlicht, das Sie mir bitte bei jeder Leseranfrage nennen.


 

Frage: Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,
können wir Schuhe (selbstverständlich nur wenig getragene) guten Gewissens weitergeben? Wir haben drei Söhne und eine Tochter. Die Jungs sollen Einlagen tragen, da eine leichte Fehlstellung vorliegt. Wir kaufen stets nur Qualitätsschuhe.

Ich freue mich von Ihnen zu hören. Vielen Dank.
Mit freundlichem Gruß
Frank Heinrich

Antwort: Lieber Herr Heinrich,
gut erhaltene Schuhe dürfen durchaus „vererbt“ werden, sofern die Schuhe nicht verformt (wegen der Fehlstellung) sind. Da Ihre Söhne ohnehin Einlagen tragen, hat ja jeder quasi einen „neuen“ Schuh mit eigenem Fußbett. Außerdem sollten Sie Folgendes beachten:

Länge und Breite des gebrauchten Schuhs müssen dem Fuß des jüngeren Kindes entsprechen. Erfüllt der Kinderschuh zusätzlich folgende Kriterien, sind Schäden für die Füße des „Gebraucht-Trägers“ äußerst unwahrscheinlich:
1. wenig getragen, neuwertiger Zustand, also keinesfalls „ausgelatscht“!
2. keine asymmetrischen Gebrauchsspuren wie etwa eine einseitig abgelaufene Sohle
3. günstig: eine herausnehmbare Innensohle, sodass für das Geschwisterkind eine neue Einlegsohle gekauft werden kann

Wichtig: Gebrauchte Sportschuhe wie Eislauf- und Fußballschuhe oder Roller-Skater sind nicht empfehlenswert. Hingegen können Schuhe, die nicht am Fuß anliegen, wie Gummistiefel oder aber flexible Schuhe wie etwa Badeschuhe immer problemlos an das nächste Kind weitergegeben werden.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



 

Frage: Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,
als ich kürzlich in unserem Spielgruppen-Kreis die Leiterin (eine Erzieherin) mit der Frage „Ab wann kann man von einem Kind erwarten, dass es einige Zeit am Tisch sitzen bleibt, möglichst so lange, bis auch die Erwachsenen fertig gegessen haben?“ konfrontierte, erntete ich nur ein Schmunzeln und Gelächter von allen Seiten. „Da kannst du warten, bis die Kinder groß sind.“, hieß es dann.

Da unsere 2,5 Jahre alte Tochter sehr wenig isst und schnell fertig ist, hampelt sie herum, spielt mit dem Essen, steht auf und drängt sich an uns Eltern bzw. die Großeltern und stört beim Essen.

Wie ist Ihre Meinung hierzu? Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Familie Zanrosso

Antwort: Liebe Familie Zanrosso,
was das Sitzerbleiben bei Tisch betrifft, haben die Kleinen in den ersten Jahren dazu noch keine Geduld. Frühestens ab einem Alter von vier Jahren sind Kinder so weit, dass sie ohne Extra-Beschäftigung so lange sitzen bleiben können, bis alle anderen aufgegessen haben. Aber selbst dann fällt es den Kindern noch immer nicht leicht, sodass wir es zu Hause so handhaben, dass unsere Kinder fragen müssen „Dürfen wir aufstehen?“, bevor sie sich vom Tisch entfernen. Sind wir ohnehin gleich mit dem Essen fertig, müssen sie in der Regel sitzen bleiben. Dauert es noch länger oder wollen wir uns danach noch unterhalten, dürfen sie vom Tisch aufstehen.

Ab einem Alter von etwa sechs Jahren schaffen es Kinder meist problemlos, sitzen zu bleiben, bis alle fertig sind. Zwar macht es ihnen noch immer wenig Spaß, trotzdem muss es zwischendurch immer wieder trainiert werden.

Ich würde Ihre Tochter nach dem Essen aufstehen lassen, aber unter der Bedingung, dass sie sich selbst beschäftigt und etwas spielt oder Bilderbücher anschaut, sodass alle anderen in Ruhe zu Ende essen können. Belästigt sie die Erwachsenen bei Tisch, muss sie wieder in ihr Hochstühlchen. Ich denke, sie wird sehr schnell merken, dass es lustiger ist, spielen zu können und das Lästigsein wieder lassen…

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz




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Hätten Sie auch manchmal gern eine „Bedienungsanleitung“ für Ihr Kind? Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind, pflegen einen demokratischen Erziehungsstil, aber trotzdem will Ihr Sprössling häufig nicht so recht wie Sie es wollen?
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Frage: Guten Tag Frau Schmelz,
mein Sohn Florian hat heute seinen ersten Geburtstag gefeiert und dabei eine Packung Puzzlematten von einer kleinen Freundin geschenkt bekommen. Ich finde aber, dass die Matten etwas riechen, obwohl die Mutter des Mädchens mir ausdrücklich sagte, sie habe die Matten eine Woche lang ausgelüftet.

Auch wenn ich Florian nicht mit diesen Puzzlematten alleinlassen würde, weil er noch einiges abbeißen und/oder verschlucken könnte: Was würden Sie mir empfehlen bezüglich des Geruchs? Sagrotan? Noch länger lüften? Oder komplett darauf verzichten?

Es steht nämlich nichts auf der Verpackung, was ich hilfreich fände, bis auf die Tatsache, dass das Produkt in Malaysia hergestelt wurde (daher meine ganze Skepsis!).

Vielen Dank für Ihren Rat.
Fabienne Koglin

Antwort: Liebe Frau Koglin,
wenn die Matten nach einer Woche auslüften immer noch deutlich riechen, würde ich sie aussortieren und Florian nicht damit spielen lassen. Leider wissen Sie nicht, aus welchem Material sie bestehen. Ist wirklich nirgends ein Dreieck mit einem Buchstaben drin aufgedruckt?

Sagrotan nutzt nichts, das würde nur Keime abtöten, hat aber gegen Schadstoffe keinen Zweck. Länger lüften wäre die einzige andere Alternative. Florian dürfte die Teile auch danach auf keinen Fall in den Mund nehmen (aber das ist bei den Kleinen leichter gesagt als durchgesetzt…). In Deutschland sind bestimmte Weichmacher für Babyspielzeug verboten, aber wie das bei Produkten aus Malaysia aussieht, ist natürlich fraglich. Außerdem könnten aromatische Kohlenwasserstoffe oder auch Lösemittel enthalten sein und den Geruch verursachen.

Also, ich würde so ein Spielzeug ausrangieren. Das habe ich früher ganz streng gehandhabt. Hat Spielzeug penetrant gerochen, flog es fürs erste für einige Wochen auf die Terrasse raus und wenn es dann immer noch stank, habe ich es weggeworfen. Heute sind meine Kinder selber so, dass sie auf den Geruch achten, und Spielzeug, das riecht, muss sofort raus. Man sollte Spielzewug grundsätzlich „mit der Nase“ kaufen, nicht nur nach Niedlichkeit und Aussehen!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Rund 5 % der deutschen Schulkinder haben besondere Schwierigkeiten beim Erlernen der Rechtschreibung, weil bei ihnen die Teilleistungsstörung Legasthenie vorliegt. Noch wesentlich mehr Kinder zeigen eine leichtere Ausprägung des gleichen Problems, die so genannte Leserechtschreibschwäche. Wenn die Hörverarbeitung Ursache der Schwierigkeiten ist, tun sie sich bei Diktaten besonders schwer. Lesen Sie, welche Förderung Ihrem Kind hilft.

Wenn Finn vor Enttäuschung über seine schlechte Note im Diktat zu Hause weint und Leonie ihr Heft erst gar nicht vorzeigen will, wissen viele Eltern nicht, was sie tun sollen. Meistens haben sie schon intensiv mit ihren Kindern vor der Klassenarbeit geübt, doch die Anstrengungen haben sich nicht ausgezahlt. Die korrekte Rechtschreibung bleibt für viele Jungen und Mädchen auch über die Grundschulzeit hinaus noch ein Rätsel, weil ihnen der Zugang über das Hören nicht so recht gelingen will. Besonders im Diktat ist das ein großes Problem, denn zu der Unsicherheit der Schülerinnen und Schüler über die richtige Schreibweise eines Wortes gesellen sich nun noch Zeitdruck und Leistungserwartungen.

Wo ist das Problem?
Kinder mit Leserechtschreibschwierigkeiten aufgrund einer auditiven Wahrnehmungsschwäche sind nicht dumm und kennen die entsprechenden Regeln meist sehr genau. Ihre Schwierigkeiten liegen in einem ganz anderen Bereich, denn sie sind auf einer früheren Stufe des Schriftspracherwerbs stehen geblieben. Ihnen gelingt es nicht, jeden gehörten Laut sicher und schnell einem Buchstaben oder einer Buchstabenverbindung zuzuordnen. Häufig können sie den Laut nicht eindeutig identifizieren und rätseln zum Beispiel beim „u“, ob es sich hier wirklich um das „u“ oder vielleicht um das “o“ handelt. Bis sie eine Entscheidung getroffen haben, dauert es eine Weile. Sie müssen erst verwandte Wörter finden, um der Lösung auf die Spur zu kommen. Ebenso geht es Ihnen beim „b“, beim „p“, beim „t“ oder „d“, um nur einige Beispiele zu nennen. Man kann sich vorstellen, dass richtiges Schreiben unter diesen Umständen besonders unter Zeitdruck, zum Beispiel beim Diktat, kaum gelingen kann.

Typische Fehler für Kinder mit einer so genannten auditiven Wahrnehmungsschwäche
Sie schreiben Walt statt Wald
Sie schreiben kngt statt knackt
Sie schreiben unt statt und
Sie schreiben Euroba statt Europa
Sie schreiben Huse statt Hose

Die betroffenen Kinder schreiben die entsprechenden Wörter aber nicht immer falsch. Manche lernen das Schriftbild einfach auswendig, andere schreiben sie zufällig richtig. Da sie raten, welche Buchstaben wohl zum Wort gehören, gelingen ihnen auch in ungefähr 50 % der Fälle richtige Treffer. Das macht eine Beurteilung erst recht schwer, denn manchmal gelingt die Rechtschreibung ja offensichtlich. Doch wenn sich solche Fehler häufen, braucht Ihr Kind Hilfe.

Mein Tipp
Wenn Sie mit Ihrem Kind für ein Diktat üben, sollten Sie unbedingt über jeden einzelnen Fehler sprechen. Fragen Sie Ihr Kind, warum es das Wort so geschrieben hat. Stellt sich heraus, dass es aus Unsicherheit einfach geraten hat, fehlt ihm ein wichtiges Rechtschreibwissen und es benötigt besondere Förderung. Kann es für seine Schreibweise jedoch einen nachvollziehbaren (wenn auch falschen) Grund nennen, wird es von Ihrer Richtigstellung profitieren und sein neues Wissen beim nächsten Versuch anwenden.

Erfolge machen sicher
Damit Ihr Kind beim Diktat nicht gleich aufgibt und sich aufgrund seiner negativen Erwartungshaltung („Ich kann das sowieso nicht!“) gar nicht mehr anstrengt, braucht es unbedingt Erfolgserlebnisse. Lehrerinnen und Lehrer haben einige Möglichkeiten, diesen rechtschreibschwachen Kindern durch individuelle Förderung und ausgewählte Diktattexte zu helfen. Das können Sie zu Hause auch, Sie sollten es jedoch in Absprache mit der Lehrkraft tun.
Wichtig: Üben Sie in einem ersten Schritt mit Ihrem Kind nur lautgetreue Diktate. In lautgetreuen Diktaten kommen nur (bis auf einige unumgängliche Ausnahmen) Wörter vor, die genau so geschrieben wie sie gesprochen werden. Ihr Kind muss sich also nicht auf Rechtschreibregeln konzentrieren, sondern kann sich voll und ganz der Erkennung der einzelnen Laute widmen. Das reduziert seine Fehlerzahl drastisch und bringt so die dringend notwendigen Erfolgserlebnisse. Ihr Kind bekommt Anerkennung und seine Motivation steigt, sich auch mit schwierigeren Rechtschreibregeln auseinander zu setzen.

Lautgetreuer Wortschatz der zweiten Klasse
Mit dieser Auswahl von lautgetreuen Wörtern der zweiten Klasse können Sie selbst für Ihr Kind kleine Diktate zusammenstellen.
Arm arm Beruf Büro
Fabrik Handwerker Polizisten alte
Bruder Eltern Enkel Familie
helfen Jungen Kind Name
Onkel Tante böse mutig
Träne Bad baden Boden
Lampe Sofa Tür es
Film lesen Radio Telefon
April Ende Herbst Juni
Juli Monat Tag Winter
Hemd Rose kurz langen
Hose Mantel

Schwieriger wird es für Ihr Kind, wenn Sie in einem zweiten Schritt auch Wörter dazunehmen, die Laute mit Buchstabenverbindungen beinhalten. Das sind Wörter mit „ei“, „sch“, „ch“ oder „au“.

Fisch Eis Maus falsch
Zeitungen Milch Küche Haus
Maus Tisch Schal

Mein Tipp
Falls Ihr Kind ein Wörterbuch mit dem Grundwortschatz seiner Klassenstufe hat, können Sie leicht selber die lautgetreuen Wörter herausschreiben und damit neue Diktate erfinden. Natürlich kann Ihnen auch die Lehrkraft Ihres Kindes entsprechendes Vokabular oder ein Wortschatzbuch empfehlen.

Schneller wird Ihr Kind von allein
Wenn Sie zu Hause mit Ihrem Kind lautgetreue Diktate üben, sollten Sie es nicht unter Zeitdruck setzen. Zunächst einmal geht es ja darum, dass Ihr Kind sich einen Wortschatz erarbeitet, den es sicher richtig schreiben kann. Je öfter ihm dies gelingt, desto mehr steigen sein Selbstvertrauen, seine Sicherheit und damit auch sein Tempo. Üben Sie trotzdem nicht mehr als eine halbe Stunde am Tag, das reicht für die Grundschule. Dabei ist es vorerst gleichgültig, ob Ihr Kind in dieser Zeit zehn Sätze oder zwei Sätze schreibt. Haben Sie ein wenig Geduld, denn auch leserechtschreibschwache Kinder lernen dazu und können ihr neues Wissen bald sicherer anwenden. Vergessen Sie nie, Ihr Kind für seine zusätzlichen Anstrengungen zu loben! Gerade für LRS-Kinder ist das Schreiben (und manchmal auch das Lesen) anstrengender als für andere Kinder.

Eine Regel nach der anderen
Wenn Sie nach einiger Zeit deutliche Erfolge in der Rechtschreibung Ihres Kindes feststellen, können Sie den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen. Suchen Sie sich nun eine Besonderheit der Rechtschreibung heraus, die von der eindeutig zu hörenden Schreibweise abweicht. Beispielsweise können Sie Endlaute wie „g“ oder „d“ trainieren, die im gesprochenen Wort schlecht zu unterscheiden sind. Ihr Kind kann nun lernen, durch die Verlängerung des Wortes herauszubekommen, welcher Endlaut richtig ist. Bauen Sie also weiterhin lautgetreue Sätze und legen Sie den Schwerpunkt auf die Endlaute. Erklären Sie Ihrem Kind den Trick mit der Verlängerung. Wind erkennt man z. B. durch die Erweiterung windig, klug erkennt man durch die Erweiterung kluge.
Einige Wörter, mit denen Sie üben können, sind beispielsweise: Wind, Kind, Sand, gut, Hut, traurig, Kind, Fabrik, Arbeit …
Achtung: Bis Ihr Kind dieses Prinzip sicher anwenden kann, dauert es eine ganze Weile. Mit der Zeit wird es jedoch immer schneller und beginnt, Endlautewörter automatisch durch eine Verlängerung zu überprüfen. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, um die nächste Besonderheit einzuführen.

LRS-Kinder brauchen viel Konzentration
Wenn Sie mit Ihrem Kind für Diktate üben, sollten Sie nicht vergessen, welche besondere Konzentrationsleistung es erbringen muss. Sie können das auch daran erkennen, dass die Fehleranzahl mit fortschreitender Übungsdauer in der Regel ansteigt. Ist Ihr Kind mal besonders unruhig, unausgeschlafen oder kränkelt es, werden seine Leistungen wahrscheinlich deutlich darunter leiden. Gönnen Sie ihm dann eine Pause und üben Sie erst am folgenden Tag weiter. Auch während des Übens kann es sinnvoll sein, kleine Unterbrechungen mit Dehnungsübungen oder kurzen Entspannungsspielen einzubauen. Je sicherer Ihr Kind in der Rechtschreibung wird, desto länger wird es sich auch beim Diktat konzentrieren können.
Achtung: Wenn Ihr Kind im Laufe der zweiten Klasse auch mit der Schreibung von lautgetreuen Wörtern überfordert ist, sollten Sie es unbedingt untersuchen lassen. Möglicherweise liegt dann eine behandelnswerte Störung seiner auditiven Wahrnehmungsfähigkeit vor. Ihr Kinderarzt hilft Ihnen weiter.

Lesen Sie hier mehr von der Lerntrainerin Uta-Reimann-Höhn


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Jedes Kind lernt anders! Je nachdem, welchem Lerntyp Ihr Kind zugeordnet werden kann, wird es von der einen oder anderen Art der Lernstoffvermittlung mehr oder weniger profitieren:

- Der auditive Typ wird sich einen Film schlechter merken, weil er am besten über das Ohr lernt. Bilder verarbeitet er nur oberflächlich, aber Gehörtes speichert er verlässlich ab.

- Der kommunikative Typ hat wenig Gewinn vom Vorlesen eines Textes. Er mag Gruppengespräche, Diskussionen und Rollenspiele. Er tauscht sich gerne aus und benötigt das Feedback der anderen, um sich über Lerninhalte klar zu werden.

- Der motorische Typ sitzt nicht gern still. Er benötigt Bewegung zur Verarbeitung der gehörten oder gesehenen Lerninhalte. Beim Lernen geht er im Zimmer herum, Recheneinheiten läuft er ab. Er sammelt seine Informationen und Erfahrungen beim direkten Tun, daher gehören praktische Aufgaben stets zu seinen Lieblingsaufgaben.

- Der visuelle Typ lernt am leichtesten über das Auge. Er behält sich Bilder besser als Worte und ist mit Lernpostern, Mindmaps, Flipcharts, Lernkarteien gut bedient. Auch mathematische Inhalte lernt er besser durch Schaubilder als über rein verbale Erklärungen.

Viele Kinder und Erwachsene wissen jedoch nicht, welchem Lerntyp sie eigentlich angehören. Dieses Wissen ist jedoch wichtig, denn es spart Zeit und hilft, Wichtiges rasch und sicher zu erfassen und abzuspeichern. Wahrscheinlich haben Sie schon eine Vermutung, welcher Lerntyp in Ihrem Kind schlummert. Machen Sie doch einfach unseren Test!


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Immer mehr Kindergartenkinder kommen schon mit der englischen Sprache in Berührung, oft in einem bilingualen Kindergarten. Das ist auch sehr sinnvoll, denn in diesem Alter haben Kinder noch viel leichter Zugang zu einer Fremdspache als später in der Schule. Deswegen möchte ich Ihnen heute die Lieblings-Englisch-CD meiner beiden Kinder vorstellen: „Die Maus: Sing mit! Englisch macht Spaß!“ (16 Titel; Europa 2005; 6,45 Euro; auch als Musikkassette erhältlich) für Kinder ab drei Jahren.

Die lustigen Lieder auf der GD gehen sofort ins Ohr – ich gestehe, manche sind sogar richtige Ohrwürmer –, sind richtig schön rhythmisch und fröhlich. Es gibt für bestimmte Titel sogar eine extra bebilderte „Tanzanleitung“ – zum richtigen Mittanzen. Die Liedtexte auf der CD sind teils Englisch, teils Deutsch und somit selbsterklärend. Die Kleinen lernen damit mühelos und spielerisch einzelne englische Wörter wie Zahlen, Buchstaben, Tiere, Farben und Körperteile kennen. Sehr nett gemacht und rundum empfehlenswert!



 

Wünschen Sie sich nachts nichts sehnlicher, als wieder einmal eine ganze Nacht am Stück durchzuschlafen? In meinem Spezialreport zum Thema "Kinder lernen schlafen" erfahren Sie, wie Sie endlich wieder ruhige Nächte haben! Ich stelle Ihnen die 12 wichtigsten Schlafregeln für Kinder vor und gebe Ihnen eine Checkliste an die Hand, wie Sie Anzeichen von Müdigkeit bei Ihrem Baby richtig erkennen. Ausserdem erfahren Sie, welches Schlaftraining für Ihr Kind am besten geeignet ist. Sie können dieses Heft (12 DIN A4 Seiten) für 8,50 € bei unserem Verlag bestellen (solange Vorrat reicht) unter der Faxnummer: 0228-36 96 001 oder per Telefon: 0228-9 55 04 20 oder Sie schicken eine E-mail an: KF@fid-verlag.de



 

Und hier wieder die neuesten Stilblüten meiner jüngsten „Mitarbeiter“!

Mannomann!
Philipp (fast 3 Jahre) hat in den ersten warmen Frühlingstagen gelernt, dass ein Mann auch im Stehen pullern kann. Ganz stolz wollte er es mir nun auch zu Hause vorführen. Er stellte sich mit herunter gelassener Hose auf sein Fußbänkchen und sagte zu mir: „Mama, Philipp pullert wie ein Mensch.“ (von Sandra)

Hab' schon...
Frederik (3,5 Jahre) soll sich vor dem Abendbrot die (wirklich sehr schmutzigen...) Hände waschen. Auf Papas Aufforderung: „Komm' Hände waschen!“ entgegnet Frederik: „Brauch' ich nicht. Hab' ich gestern gemacht.“ (von Sabine Schliebs, Ransbach-Baumbach)

Wozu Beine doch gut sind!
Josephine (3 Jahre) sitzt am Eßtisch, als ihr auf einmal ein Stück Brot herunterfällt. Sie reagiert noch schnell, indem sie die Knie zusammen klemmt, und kann den weiteren Fall aufhalten. Ihr freudestrahlender Kommentar dazu: „Gell, Mama, gut, dass wir Beine haben!“ (von Sybille Hildner, Ispringen)

Merkwürdige Anwandlung
Moritz (3 Jahre) steht vor mir mit einem Poster in der Hand: „Mami, kannst du mir das bitte anwandeln.“ (von Tamara Menzel, Stuttgart)

Kompliment, Herr Doktor!
Bei unserem Hausarzt stand ein großes Infoblatt am Eingang, auf welchem der Arzt erklärte, dass er nicht in Rente geht, auch wenn es einige meinen zu wissen...etc. Einfach, um ein Gerücht aus der Welt zu schaffen. Ich erklärte Victoria: „Hier steht, dass der Herr Doktor noch nicht in Rente geht!“ Daraufhin Victoria: „Der Herr Stempeldoktor (sie bekommt immer im Anschluss eines Besuches einen Stempel) ist doch kein Opa! Er ist doch noch ein richtiger Mann!“ Welch` Kompliment von einer 3-Jährigen! (von Irena Dahl)

Kein Hundezwinger zu sehen
Wir waren auf dem Weg in die Autostadt Wolfsburg. Kurz vor Wolfsburg geht eine Straße nach Fallersleben ab. Wir erklärten Johanna (3 ? Jahre), dass dort der Komponist der deutschen Nationalhymne herkommt. Darauf guckt Johanna aus dem Fenster und meint: „Ich sehe gar nicht, wo der Begründer der ‚Nationalhunde’ her kommt.“ Nationalhymne ist schon ein schwieriges Wort… (von Marlies Hintze, Celle)

Stimmt doch auch!
Unsere zweijährige Enkeltochter wollte von mir ihr Eis geöffnet bekommen und forderte mich hierzu sehr energisch und bestimmt mit dem Wort „aufmachen“ auf, worauf ich sie mit leicht mahnender Stimme fragte: „Wie heißt das Zauberwort?“ Vicki antwortete strahlend: „Essen!“ (von Margret Müller, Leverkusen)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.