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Elternbrief


E-Mail Newsletter 06-07-2007
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

viele von Ihnen brechen sicher demnächst in den Urlaub auf. Damit nicht schon die Anreise an den Nerven zerrt, habe ich Ihnen in diesem E-Mail-Newsletter einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihr Kind im Auto beschäftigen können, sodass die Fahrt fast wie im Flug vergeht.

Und damit es am Urlaubsort nach den ersten Sonnentagen keine bösen Überraschungen gibt, möchte ich Ihnen noch einige interessante Informationen zum Sonnenschutz geben.


 

Er führt ein „Mauerblümchendasein“, irgendwo vergraben in den Tiefen des Kofferraums und wird – zum Glück! – selten gebraucht: der Verbandskasten. Doch wenn er mal nötig ist, stellt sich oft heraus, dass der Inhalt nicht mehr ganz „taufrisch“ ist. Die Pflaster wollen nach einigen Jahren strengem Frost im Winter und glühender Hitze im Sommer nicht mehr so recht kleben, die Einmalhandschuhe sind porös geworden und schützen nicht mehr zuverlässig und die sterilen Kompressen sind lange über das Verfallsdatum und vielleicht nicht mehr wirklich keimfrei.

Überprüfen Sie daher mindestens einmal jährlich den Inhalt Ihres Verbandskastens, z. B. bevor Sie in den Urlaub aufbrechen. Verbandsmaterialien mit Verfallsdatum müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Entsprechend der DIN-Norm 13164 muss der Erste-Hilfe-Kasten einen genormten Inhalt aufweisen. Haben Sie etwas entnommen, sollten Sie die verbrauchten Materialien sofort wieder auffüllen. Denn ein unvollständig bestückter Kasten oder Verbandsmaterial mit abgelaufenem Verfallsdatum sind bei einem Unfall gefährlich, können aber auch teuer werden. Werden Sie bei einer Polizeikontrolle mit abgelaufenem Material „erwischt“, kann das Bußgeld kosten.



 

In Deutschland sind Impfungen freiwillig, daher stehen Sie als Eltern schon in den ersten Lebensmonaten Ihres Kindes vor der schwierigen Entscheidung, ob Sie Ihr Kind impfen lassen – und wenn ja, wogegen und zu welchem Zeitpunkt. Da viele der Krankheiten, gegen die geimpft wird, heute (dank der Impfungen!) kaum noch vorkommen, wiegen mögliche Nebenwirkungen, und treten sie auch noch so selten auf, doppelt so schwer.

Die Gefahren, die von den Krankheiten selbst ausgehen, treten bei der Impfentscheidung dagegen immer mehr in den Hintergrund. Vor etwa 100 Jahren, als es noch keine Impfungen gab, starben in Deutschland Tausende an angeblich „harmlosen „Kinderkrankheiten. Für das Jahr 1909 sind 10.030 Tote allein durch Masern und Röteln zweifelsfrei belegt (Quelle: Medizinische Welt Nr. 1/1929).

Manche Eltern hält die meist unbegründete Angst vor Nebenwirkungen vom Impfen ab. Wenn jedoch immer weniger Kinder geimpft sind, kommt es wieder zu Krankheitsausbrüchen. Ein warnendes Beispiel war der Masernausbruch in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2006 mit über 1600 Erkrankten. Bei drei Kindern trat in der Folge eine tödliche chronische Gehirnentzündung auf, an der bereits das erste der betroffenen Kinder, ein knapp zweijähriger Junge, verstorben ist.

Die Sorge, dass Komplikationen auftreten könnten (und seien es nur Reaktionen an der Impfstelle oder Fieber) kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich nach Martins erster Sechsfachimpfung, die er ganz „planmäßig“ im dritten Lebensmonat erhalten hat, fast jede halbe Stunde an seine Stirne gefasst habe, um ein als Impfreaktion eventuell auftretendes Fieber ja nicht zu übersehen. Er schlief denn auch abends bis 22.00 Uhr nicht ein und sah mich bei jeder meiner Kontrollen mit großen, etwas erstaunten Augen an, als wollte er sagen „Mir geht’s gut, aber ich weiß gar nicht, was du heute hast!“.

Da ich vom Nutzen der Impfungen überzeugt bin, wurden meine beiden Kinder nach dem empfohlenen Impfplan komplett geimpft. Impfreaktionen traten bei ihnen nicht auf, möglicherweise, weil ich beide bis zum 12. Lebensmonat gestillt habe. Gestillte Kinder vertragen die Impfungen bekanntlich besser!

Es ist für Sie als Eltern trotz (oder auch gerade wegen) der vielfältigen Informationen zum Thema Schutzimpfungen alles andere als leicht, die verschiedenen, oft gegensätzlichen Standpunkte gegeneinander abzuwägen. Wir haben die wichtigsten Studien berücksichtigt und die Fakten in einem neuen Spezialreport zum Thema Impfen für Sie übersichtlich aufbereitet.

Dieser 24-seiteige Spezialreport

- geht auf die „homöopathische Impfung“ ein,
- liefert konkrete Zahlen zu Schutzwirkung und Nebenwirkungen,
- gibt Auskunft zu Impfkomplikationen,
- verrät Ihnen, was Sie bei Allergien beachten müssen,
- enthält Ratschläge, wie Sie durch Schüßler-Salze das Immunsystem stabilisieren können,
- gibt Ihnen eine umfassende Übersicht über alle verfügbaren Mehrfachimpfstoffe,
- verrät Ihnen, was bei der Sechsfachimpfung zu beachten ist,
- listet alle Impfstoffzusätze auf und schafft Klarheit, wie gefährlich diese sind,
- bewertet kritisch die seit 2004 empfohlene Windpockenimpfung,
- verrät Ihnen, wie Sie Ihr Kind gegen Hirnhautentzündung schützen können,
- informiert über die jüngsten Impfempfehlungen gegen Meningokokken und Pneumokokken
- zeigt klipp und klar, wann Ihr Kind eine FSME-Impfung braucht,
- stellt die neue Schluckimpfung gegen Rotaviren vor,
- behandelt auch Impfungen, die nicht im Impfplan enthalten sind wie die Grippeimpfung und
- berücksichtigt alle erforderlichen Reiseimpfungen.

Wichtig: Die Abonnenten meiner Heftausgabe von „Gesundheit & Erziehung für mein Kind“ erhalten diesen Ratgeber in den nächsten Tagen mit der August-Ausgabe! Sollten Sie die Heftausgabe nicht abonniert haben, können Sie diesen 24-seitigen Spezialreport zum Preis von 15 Euro unter der folgenden E-Mail-Adressse bestellen (Solange Vorrat reicht.):

kf@fid-verlag.de

Ich hoffe, ich kann Ihnen mit diesem besonders umfangreichen und ausführlichen Sonderheft die Impfentscheidung erleichtern!

Ihre
Andrea Schmelz

PS: Wenn bei Ihrem Kind demnächst Impfungen anstehen, finden Sie auf Seite 8 und 9 wichtige Ratschläge, wie Sie

- Ihrem Kind Schmerzen ersparen können,
- Impfkomplikationen wie Fieberkrämpfen vorbeugen und
- Impfreaktionen mit Schüßler-Salzen lindern können.



 

Damit sich auf längeren Autofahrten die Langeweile in Grenzen hält, hier einige Spiel- und Beschäftigungstipps für unterwegs:

Das Wichtigste vorweg: Unbedingt mit ins Auto muss das Lieblings-Kuscheltier. Es ist den Kleinen vertraut, so wirkt es beruhigend und tröstet. Für die Kleinsten sollten Sie außerdem mindestens einen Ersatzschnuller und Ersatzspielzeug bereithalten, wenn das eine oder andere auf den Boden gefallen ist.

Kassetten oder CDs mit Musik oder Geschichten sind fast schon ein „Muss“ während der Fahrt, wenn Sie nicht Märchen oder selbst erdachte Geschichten erzählen wollen oder können (z. B., weil Sie alleine fahren). Um Ihre Nerven zu schonen, empfiehlt sich ein Abspielgerät mit Kopfhörern, denn 5-mal hintereinander hält man als Erwachsener dieselbe Bob-der-Baumeister-Geschichte nur mit zusammengebissenen Zähnen aus. Haben Sie mehrere Kinder mit unterschiedlichen Hörvorlieben, hilft ein Zweitgerät Dauerstreit auf der Rückbank zu vermeiden.

Selber singen vertreibt schlechte Laune. Ist die Stimmung am Nullpunkt angelangt, können Sie ein bekanntes Kinderlied anstimmen. Dass Singen munter macht, die Laune verbessert, den Kreislauf anregt und sogar das Immunsystem anregt, ist sogar wissenschaftlich belegt. Mit Liedern lässt sich auch wunderbar spielen. So können Sie Ihr Kind (ab dem Kindergartenalter) z. B. Lieder raten lassen. Sie singen oder pfeifen ein Ihrem Kind bekanntes Lied und dieses muss nun den Titel erraten. Oder Sie versuchen Lieder zu einem bestimmten Thema zu sammeln und anschließend gemeinsam zu singen. Wem fällt ein Lied ein, in dem Tiere vorkommen? Da ist die Auswahl von „ABC, die Katze lief im Schnee“ über „Alle meine Entchen“ bis hin zu „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ groß. Oder soll es lieber märchenhaft werden? Da bieten sich z. B. „Hänsel und Gretel“ oder auch „Dornröschen war ein schönes Kind“ an.

Rätsel, Witze, Schüttelreime und Zungenbrecher lenken prima ab. Kindergartenkinder lösen gerne einfache Rätsel (Was kann laufen, obwohl es keine Füße hat? Die Nase!) und versuchen sich an Zungenbrechern wie „Zwei zischende Schlangen sitzen zwischen zwei spitzigen Steinen und zischen zwischen zwei zwitschernden Vögeln im Zwetschgenbaum.“ Schüttelreime wie „Er würgte eine Klapperschlang’, bis ihre Klapper schlapper klang.“ oder auch nette Kinderwitze (z. B. „777 tolle Kinderwitze“ von Erhard Dietl, Ravensburger 2006, 4,95 €) sorgen für vergnügte Heiterkeit auf der Rückbank.

Halten Sie geeignete Spielsachen griffbereit. Auf Spielzeug, das aus vielen Kleinteilen besteht, sollten Sie lieber verzichten, denn allzu leicht verschwindet das eine oder andere Teil zwischen den Sitzpolstern oder unerreichbar im Fußraum… Auch Filzstifte zum Malen sind ungeeignet, hinterlassen sie doch eindrucksvolle und dauerhafte Flecken. Geben Sie Ihrem Kind lieber eine Magnetmaltafel, da kann nichts passieren und der Metallstift ist in der Regel mit einer Schnur an der Tafel befestigt, sodass er nicht hinunterfallen kann. Beliebt und praktisch sind kleine Bilderbücher (z. B. Pixie-Bücher), denn da kann Ihr Kind gleich eine größere Auswahl mitnehmen. Spielzeug sollte immer griffbereit in eine Extratasche gepackt werden, die entweder neben dem Beifahrer oder neben Ihrem Kind auf der Rückbank stehen sollte. Besonders praktisch sind spezielle Spielzeug-Utensilos mit mehreren Taschen, die über die Rückenlehne der Vordersitze gehängt werden. Da ist alles übersichtlich verstaut und Ihr Kind kann sich gut selbst etwas herausholen.

Wichtig: Ihr Kind sollte nicht längere Zeit am Stück malen, Bücher ansehen oder lesen. Das erhöht die Gefahr, dass ihm schlecht wird (Reiseübelkeit). Empfindliche Kinder sollten lieber während der Fahrt nach vorne zur Frontscheibe hinaussehen oder Kassetten hören, denn akustische Reize können die krank machenden Reize aus dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr überlagern.

Die Kleinsten haben gerne Gesellschaft. Babys und Kleinkindern wird es alleine auf dem Rücksitz über kurz oder lang langweilig. Packen Sie daher möglichst so, dass auf dem Rücksitz ein Platz frei bleibt. Dann können Sie sich immer wieder für eine Weile zum Mitspielen neben Ihr Kind setzen.

Beschäftigen Sie Ihr Baby oder Kleinkind mit Finger- und Kitzelspielen. Um die kleinen Mitfahrer zu erheitern, braucht es gar nicht viel. Es genügt, wenn Sie mit großem Trara die Nase oder den Bauch Ihres Kindes mit dem Finger antippen und lächelnd „Daaa ist die Nase!“ verkünden. Ein erfreutes Glucksen können Sie mit lustigen Grimassen oder Kitzelspielen hervorlocken – vielleicht lassen Sie Ihre Finger über den gesamten Körper Ihres Kindes wandern auf der Suche nach den Ohren? Einfaches Fingerwackeln lenkt Babys eine Weile ab. Viel toller ist natürlich ein Fingertheater mit Fingerpüppchen (im Spielwarengeschäft erhältlich). Theater lässt sich aber genauso gut mit Kuscheltieren, Puppe oder Autos spielen. Notfalls tut es auch ein Stück Papier – zum Schifflein oder Hut gefaltet – und über den Finger gestülpt.

Halten Sie für jedes Kind ein oder zwei Überraschungen parat. Weil Neues immer am spannendsten ist und besonders gut ablenkt, sollten Sie schon vor der Fahrt etwas für den absoluten „Quengel-Notfall“ besorgen. Gut geeignet sind beispielsweise eine neue Hörspielkassette, Fingerpüppchen, ein kleines Bilderbuch, ein Magnetspiel (ab dem Kindergartenalter) oder ein Quartett (für Vorschul- und Schulkinder). Ab dem Vorschulalter flechten viele Kinder gerne. Wenn Sie einen Strang Wolle an der Nackenstütze des Vordersitzes befestigen, kann sich Ihr Kind damit gut für längere Zeit beschäftigen.



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Grenzen setzen, aber richtig
 

Hätten Sie auch manchmal gern eine „Bedienungsanleitung“ für Ihr Kind? Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind, pflegen einen demokratischen Erziehungsstil, aber trotzdem will Ihr Sprössling häufig nicht so recht wie Sie es wollen?
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- Wie stellen Sie Jammern und Quengeln ab?
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Sicher haben Sie es schon x-mal gehört oder gelesen: Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt nicht in die Sonne und auch die größeren nur gut geschützt. Doch bei einem Strandurlaub am Meer lässt sich auch für ein Baby der eine oder andere Sonnenstrahl nicht immer vermeiden.

Abhilfe verspricht hier Kleidung mit speziellem UV-Schutz. Doch woran erkennen Sie geeignete Textilien? Ein Test der Fernsehsendung Infomarkt im Südwestrundfunk stellte heuer fest, dass nur bei zwei von sechs getesteten T-Shirts für Kinder der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) mit den Herstellerangaben übereinstimmte. Zwei Shirts boten einen geringfügigen Schutz, der Rest erwies sich als ungenügend – und das, obwohl die Textilfirmen einen LSF von mindestens 30 versprachen.

Leider kann man den Textilien nicht ansehen, wie es um ihren LSF bestellt ist, sodass man sich an den Herstellerangaben orientieren muss. Ob ein Kleidungsstück vor UV-Licht schützt, hängt allerdings auch davon ab wie es getragen wird. Nasse, mehrmals gewaschene oder ausgeleierte Textilien bieten einen niedrigeren Schutzfaktor. Aber auch das Material spielt eine Rolle. Ein weißes T-Shirt (allgemein helle Farben) aus Baumwolle erreicht maximal einen LSF von 30. Einen besseren Schutz bieten Textilien aus dicht verwebten Polyesterfasern, die mit Titanoxid beschichtet sind.

Wenn Sie sichergehen wollen, sollten Sie nach Textilien mit Gütesiegel Ausschau halten. Da gibt es den UV Standard 801, den australisch-neuseeländischen Standard AS/NZS 4399:1996 oder die europäische Norm EN 13758-1. Die Hersteller sind allerdings nicht verpflichtet, ihre Textilien entsprechend diesen Standards prüfen zu lassen.

Fallen Sie nicht auf Aussagen wie „mit UV-Schutz“ oder „filtert 90 Prozent der UV-Strahlung“ herein. Das sind nur leere Werbeslogans, denn eine Reduktion der UV-Strahlung um 90 Prozent entspricht lediglich einem Lichtschutzfaktor von zwei bis fünf und das schafft im Normalfall jedes weiße T-Shirt.

Und auch bei den Sonnenschutzmitteln lauern einige Tücken. Greifen Sie im Zweifelsfall lieber zu einem Präparat mit höherem LSF, denn bei üblicher Anwendung wird der auf der Flasche oder Tube bescheinigte LSF in der Regel nicht erreicht.

Das liegt an den Prüfmethoden. Denn um den angegebenen Schutz zu erreichen, müssen zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut des Produktes aufgetragen werden. Das wären beispielsweise bei einem 1,80 Meter großen und 75 Kilogramm schweren Erwachsenen 30 Gramm pro Anwendung. Da wäre eine 200-Gramm-Packung nach nur sechsmal Eincremen aufgebraucht.

Aber so viel Sonnencreme trägt niemand auf – meist ist es nur ein Viertel bis höchstens die Hälfte der erforderlichen Menge. Zusätzlich vermindert sich der Schutz noch durch Schwitzen, Baden und Abrieb. Deswegen ist ein gewisser „Sicherheitsfaktor“ durch einen höheren LSF durchaus sinnvoll. Im Süden sollten Sie daher mindestens zu einer Sonnenmilch mit LSF 30 oder höher greifen, damit Ihr Kind ausreichend geschützt ist. Und vergessen Sie nicht, etwa alle zwei Stunden nachzucremen!



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Kinder lieben das Radfahren. Im Straßenverkehr sind sie aber oft überfordert und extrem gefährdet: Laut Statistischem Bundesamt verunglückten im Jahr 2006 zwar wieder etwas weniger Fahrradfahrer als in den Jahren zuvor, allein in Nordrhein-Westfalen waren es jedoch immerhin noch 2.899 Kinder unter 15. Lesen Sie hier, wie Ihr Kind auf dem Fahrrad die nötige Sicherheit bekommt und wie Sie es vor Unfällen schützen können.

Ideale Vorübung fürs Fahrradfahren sind das Rollerfahren und das Fahren mit dem Laufrad. Hierbei lernen Kinder, die Balance zu halten, das Tempo zu regulieren und zu bremsen. Stützräder vermitteln ein falsches Gleichgewichtsgefühl und werden von Experten nicht empfohlen. Lassen Sie Ihr Kind erste Übungen dort machen, wo kein Verkehr ist (leerer Parkplatz, Schulhof am Wochenende, ebener Waldweg). Hier kann es in Ruhe das Aufsteigen, Schwungholen, Lenken, Bremsen, Absteigen, Schieben usw. ausprobieren. Später kann es üben, einhändig zu fahren und Kreise, Kurven oder Achten zu drehen. Beachten Sie, dass jedes Kind sein eigenes Lerntempo hat. Bleiben Sie ruhig und geduldig. Rechnen Sie damit, dass Ihr Kind ab und zu stürzen wird, das gehört dazu.

Sicherheit von Anfang an: Schutz für kleine Radler
Ihr Kind braucht immer einen Schutzhelm! Für ältere Kinder, die Fahrradhelme „uncool“ finden, eignen sich auch Skaterhelme. Ihr Kind sollte festes Schuhwerk tragen. Gummistiefel, Clogs oder Badelatschen eignen sich nicht zum Fahrradfahren. Schnürsenkel immer kurz binden, am besten mit Doppelknoten. Das Fahrrad muss funktionstüchtig und stets der Körpergröße des Kindes angepasst sein.

Vorübungen und erste Versuche
Meistens können schon Vorschulkinder es kaum erwarten, einen eigenen Drahtesel zu besitzen. Dabei ist es gar nicht sinnvoll, ihnen zu früh ein Fahrrad zu schenken. Selbst wenn sie motorisch zum Radeln in der Lage sind, können sie doch weder Geschwindigkeit noch Gefahren realistisch einschätzen. Experten empfehlen daher, Kinder nicht vor 9 Jahren mit dem Fahrrad alleine fahren zu lassen, außer in speziellen Spielzonen oder Spielstraßen.

Sicherer werden: Vorstufe für den Straßenverkehr
Wenn Ihr Kind das Radfahren motorisch beherrscht, kann es das Fahren auf dem Gehweg üben. Dazu sollte es bereits zur

- Seite sehen und Handzeichen geben können, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten,
- sicher lenken können,
- auf unvorhersehbare Situationen reagieren können,
- ausweichen oder bremsen können,
- enge Kurven fahren können.

Begleiten Sie Ihr Kind!
Beobachten Sie, was Ihrem Kind noch Schwierigkeiten bereitet, und besprechen Sie mit ihm besonders die folgenden Punkte:

1. Ihr Kind sollte bis zum 10. Lebensjahr immer auf dem Gehweg der rechten Straßenseite fahren.

2. An Einmündungen, Kreuzungen, Fußgängerüberwegen und Zebrastreifen muss Ihr Kind absteigen und das Rad über die Straße schieben.

3. Ihr Kind darf nicht zu dicht an parkenden Autos vorbeifahren (Unfallgefahr!).

Gehweg, Radweg oder Straße?
Bis zum achten Lebensjahr müssen Kinder auf Gehwegen (gesetzliche Vorschrift) fahren. Kinder zwischen acht und zehn Jahren dürfen sowohl auf Gehwegen als auch auf Straßen und Radwegen fahren. Kinder ab 10 Jahren müssen Straßen und Radwege benutzen.

Der Fahrradführerschein
In Deutschland durchlaufen fast alle Dritt- und Viertklässler eine Radfahrausbildung, die mit einer Prüfung endet. Die Lehrer vermitteln das theoretische Wissen, Verkehrserzieher der Polizei übernehmen den praktischen Part. Die Kinder können ihre eigenen Fahrräder benutzen, sofern sie verkehrstauglich sind. Die erste praktische Übungsphase findet im Schonraum statt, etwa in einer Turnhalle, auf dem Schulhof oder in einer Jugend-Verkehrsschule. Hier wird die Fahrtechnik verfeinert, die Kinder lernen, möglichst schnell auf Unerwartetes zu reagieren, Gepäck zu transportieren usw. Außerdem wird vorausschauendes Denken geschult und das Reaktionsvermögen trainiert.
Erst danach geht es hinaus auf die Straße. Hier lernen die Kids unter strenger Aufsicht

- das Anfahren und Anhalten am Fahrbahnrand,
- das Linksabbiegen,
- das richtige Verhalten an Einmündungen mit Rechts-vor-links-Regelung,
- den Umgang mit Vorfahrtregelungen durch Verkehrszeichen,
- das Vorbeifahren an parkenden Autos usw.

Achtung: Die Schüler müssen während des Fahrradunterrichts Helme und signalfarbene Sicherheitswesten tragen!

Mein Tipp
Nützliche Infos für Kinder und ein lustiges Fahrradquiz finden Sie im Internet unter www.kinderpolizei.at/kids/tipps/fahrrad.html.
Eine virtuelle Fahrradprüfung kann man hier ablegen: www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/spezial/beitraege/faflitz/.


Lesen Sie hier mehr von der Lerntrainerin Uta-Reimann-Höhn


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Heute möchte ich Ihnen ein etwas „anderes“ Bilderbuch vorstellen. Es sieht schon von außen „anders“ aus, denn es kommt in einem sehr unüblichen Format daher: knapp 20 Zentimeter hoch, dafür aber 40 Zentimeter breit. „Fiete Anders“ von Miriam Koch (Gerstenberg 2007; 40 Seiten; 16,90 Euro) ist ein wunderschön illustriertes Buch für kleine Leser ab drei Jahren.

Fiete Anders ist ein Schaf, aber ein ganz besonderes. Er unterscheidet sich schon äußerlich von den anderen Schafen seiner Herde, denn er ist rot-weiß geringelt. Und er gehört einfach nicht richtig dazu. Tief in seinem Herzen spürt er, dass es irgendwo einen Ort geben muss, wo „anders“ richtig ist. Von dieser Sehnsucht getrieben, macht er sich auf die Suche. Doch nie fühlt er sich heimisch und ihm wird immer schwerer ums Herz. Erschöpft und mutlos klettert er schließlich in einen Zug, kuschelt sich in eine Kiste, um wenigstens etwas Trost und Wärme zu finden, und schläft ein. Als er aufwacht, traut er seinen Ohren und Augen kaum: Da ist ein Rauschen, das ihm ein Wonnegefühl über den Rücken rieseln lässt, und da steht etwas Großes, das genauso anders ist wie er... Endlich hat Fiete seinen Platz gefunden!



 

Wünschen Sie sich nachts nichts sehnlicher, als wieder einmal eine ganze Nacht am Stück durchzuschlafen? In meinem Spezialreport zum Thema "Kinder lernen schlafen" erfahren Sie, wie Sie endlich wieder ruhige Nächte haben! Ich stelle Ihnen die 12 wichtigsten Schlafregeln für Kinder vor und gebe Ihnen eine Checkliste an die Hand, wie Sie Anzeichen von Müdigkeit bei Ihrem Baby richtig erkennen. Ausserdem erfahren Sie, welches Schlaftraining für Ihr Kind am besten geeignet ist. Sie können dieses Heft (12 DIN A4 Seiten) für 8,50 € bei unserem Verlag bestellen (solange Vorrat reicht) unter der Faxnummer: 0228-36 96 001 oder per Telefon: 0228-9 55 04 20 oder Sie schicken eine E-mail an: KF@fid-verlag.de



 

Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie jetzt mit mir wieder die nettesten Aussprüche aus Kindermund!

Leiche im Keller
Mein Mann war damit beschäftigt, unseren Keller aufzuräumen. Unser Sohn Fabian (4 Jahre) schaute die Kellertreppe hinunter und rief entsetzt: „Mama guck mal, da unten liegt ein Tennisspieler!“ Als ich mir den so genannten „Tennisspieler“ näher ansah, stellte ich fest, es handelte sich nur um einen harmlosen… Federballschläger!!! (von Ch. Schulz, Mannheim)

Schöne Aussichten
Ilija (3,5 Jahre) erzählt über seine Zukunftspläne: „Wenn ich mal groß bin, dann werde ich auch heiraten und viele Kinder kriegen. Die Mama wird bei mir wohnen. Meine Frau und ich werden zu Hause bleiben und viel schlafen und die Mama wird arbeiten gehen.“

Wohin denn sonst?
Unser Sohn Claus (2.5 Jahre) wird von seinem Vater vor dem Frühstück gefragt, ob er auch ein Doppeldotterspiegelei möchte. Er meint: „Nein, ich will ein Rührei hier auf meinen Teller!“ (von Frauke Hütker)

Tierisch
Annica (3 Jahre) wollte eigentlich sagen: „Ich glaube, ich spinne!“ Sie sagte: „Ich glaube, ich kriege ?ne Spinne!“ (von Angelika Hunger-Schlesier)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

P.S. Hier können Sie eine Gratis-Testausgabe der monatlich erscheinenden Print-Ausgabe von Gesundheit & Erziehung für mein Kind bestellen: Gratis-Testausgabe

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Nettes aus Kindermund :)

Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.