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Elternbrief


E-Mail Newsletter 04-03-2008
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

bei mir liegt die Zeit, in der mich meine Kinder nachts aus dem Schlaf geholt haben, schon ein Weilchen zurück. Aber viele von Ihnen wünschen sich nichts sehnlicher, als mal wieder eine ganze (!) Nacht am Stück durchschlafen zu können. Für Eltern von Babys und Kleinkindern ist das allerdings oft wirklich ein Wunschtraum, wenn nicht engagierte Großeltern einspringen und den geplagten Eltern unter die Arme greifen.

Besonders enttäuscht sind Eltern oft dann, wenn das Kleine schon so einigermaßen durchgeschlafen hat oder zumindest nur selten aufgewacht ist, und die Nächte plötzlich wieder sehr anstrengend werden. So geht es auch der Mutter, die mir die folgende Frage gestellt hat...


 

Frage: Liebe Frau Dr. Schmelz,

unsere Tochter Mia ist 16 Monate alt und verlangt nachts immer noch ihre Milch (Beba 1). Vor einigen Wochen wurde es weniger, so dass ich die Hoffnung hatte, dass es von allein aufhört. Sie hat dann auch schon mal 6 Stunden am Stück geschlafen und nur noch abends und einmal nachts Milch getrunken.

Doch seit einer Woche schläft sie sehr unruhig und trinkt alle 2 bis 3 Stunden. Hinzu kommt, dass sie tagsüber sehr wenig isst und lieber mit dem Essen spielt. Abends weiß ich inzwischen gar nicht mehr, was ich ihr anbieten kann. Sie isst ihren Getreidebrei nicht mehr und vom Brot leckt sie nur den Belag ab. Haben Sie eine Idee, was ich Mia zum Abendbrot geben könnte?

Bezüglich des nächtlichen Trinkens habe ich viel recherchiert und bin eigentlich nur auf zwei Möglichkeiten gestoßen: abwarten, bis es sich von allein gibt, oder kontrolliertes Schreien lassen à la Ferber. Ich bin hin- und hergerissen, was zu tun ist. Was würden Sie mir empfehlen?

Vielen Dank im Voraus!
Herzliche Grüße
Janna K.

Antwort: Liebe Frau K.,

wenn Ihre Tochter Mia nicht ein sehr zartes, schmächtiges und dabei körperlich sehr aktives Kind ist, braucht sie im Alter von 16 Monaten prinzipiell überhaupt keine nächtlichen Mahlzeiten mehr. Eine nächtliche Milchflasche ist meiner Meinung nach allerdings akzeptabel.

Ich weiß nun nicht, woran es liegt, dass Mia in letzter Zeit tagsüber immer weniger gegessen hat und dafür nachts immer mehr Milchflaschen getrunken hat. War sie vielleicht krank (erkältet?) oder hat sie einen Zahn bekommen? In diesen Situationen kommt es häufig vor, dass Kinder weniger essen und dafür wieder mehr Milch trinken wollen. Einjährige sind allerdings oft auch motorisch so stark „beschäftigt“, dass sie gar nicht zum Essen kommen und sie deswegen nachts der Hunger plagt. Möglicherweise hat Mia derzeit auch ein wenig das Interesse am Essen verloren, weil anderes interessanter ist und ihr das Essen schlicht zu lange dauert.

Woran es auch immer liegt, es gibt nur eine Lösung: Damit Mia tagsüber wieder besser isst, darf sie nachts nicht mehr so viele Milchfläschchen trinken, denn sonst deckt sie ihren benötigten Kalorienbedarf nachts und ist tagsüber nicht mehr hungrig. Wenn sie alle zwei bis drei Stunden eine Milchflasche fordert, dann dürften Sie pro Nacht derzeit auf etwa vier bis fünf Milchflaschen kommen. Ganz klar, dass sie dann tagsüber keinen Hunger mehr hat und das Essen verweigert, damit spielt oder nur den Belag vom Brot leckt.

Es liegt also nicht an den Speisen, die Sie ihr tagsüber beziehungsweise abends anbieten, sondern daran, dass sie gar nicht hungrig ist. Ein anderes Angebot zum Abendessen dürfte unter den jetzigen Bedingungen auch nicht Erfolg versprechender sein (außer, Sie würden ihr eventuell Süßigkeiten anbieten:-)).

Zu warten, dass Mia ihre lieb gewonnene Gewohnheit mit den vielen nächtlichen Fläschchen von selbst aufgibt, macht jetzt wenig Sinn. Wenn Sie Mia nicht auf die „harte Tour“ von den nächtlichen Milchfläschchen entwöhnen wollen, gibt es noch folgende Möglichkeiten:

1) Reduzieren Sie langsam die Milchmenge in den einzelnen Fläschchen. Geben Sie Mia zum Beispiel statt 200 ml Milch nur noch 180 ml ins Fläschchen und reduzieren diese Menge alle zwei bis drei Nächte um weitere 10 bis 20 ml.
2) Wenn Mia „meckert“, weil die Milch in der Flasche immer weniger wird, können Sie auch die Flüssigkeitsmenge in der Flasche beibehalten, aber zunehmend weniger Milchpulver hinein geben, so dass die Milch mit der Zeit immer dünner wird.

Auf diese Weise wird Mia nachts kontinuierlich weniger Kalorien aufnehmen, so dass sie tagsüber wieder mehr Hunger haben wird. Sollte Mia durch die reduzierte Kalorienmenge in der nächtlichen Flasche noch häufiger nach einem Milchfläschchen verlangen, müssen Sie ihr dieses verweigern und versuchen, sie mit etwas Wasser oder Tee im Fläschchen hinzuhalten. Natürlich kann das bei Mia auch Protest auslösen, aber es ist zumindest nicht so hart wie das kontrollierte Schreienlassen nach Ferber.

Viel Erfolg und gute Nerven!
Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Gefährliche Drohung
Dennis (6 Jahre) soll am Abend ins Bett. Wie immer ist es viiiel zu früh und er stampft mürrisch ins Badezimmer. Auf dem Weg dort hin murmelt er in seinen nicht vorhandenen Bart: „Wenn ich mal groß bin, schicke ich euch auch so früh ins Bett!“ (von Carola Schmid)

Tierisches Ergebnis
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Schöne Bastelei
Chris (4 Jahre) versucht im Garten eine tote Kellerassel aufzuheben. Ich bitte ihn, sie liegen zu lassen, damit die Ameisen auch etwas zu fressen haben. Da sagt mein Kleiner ganz entrüstet: „Aber Mama, die brauche ich doch zum Basteln!“ (von Alexandra Päschke)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
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Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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