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Elternbrief


E-Mail Newsletter 18-04-2008
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

wurden vor nicht allzu langer Zeit Tugenden wie Ehrlichkeit, Disziplin Hilfsbereitschaft oder Verantwortung noch als „alter Zopf“ angesehen, gewinnen diese Werte heute wieder zunehmend an Aktualität. Das zeigen nicht zuletzt auch Umfragen in den letzten Jahren.

Doch wie bringt man seinem Kind Werte näher? Am wirksamsten ist allemal das eigene Vorbild. Die lieben Kleinen beobachten einen nämlich ganz genau! Predigen wir „Du darfst nicht lügen.“, lassen uns manchmal aber am Telefon verleugnen? Verlangen wir von unseren Kindern Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, werfen aber einem bettelnden Obdachlosen aus Prinzip nichts in seinen Hut, weil der ja schließlich auch arbeiten könnte? Halten wir immer, was wir unserem Kind versprochen haben?

Ich gebe zu, dass gerade Letzteres bei uns manchmal aus Zeitgründen nicht funktioniert. Meine Kinder wollen dieses oder jenes und ich bin auch bereit, auf ihre Wünsche einzugehen – aber erst, wenn alles erledigt ist: die schriftlichen Hausaufgaben, das tägliche Lesen (jedes Kind 20 Minuten), das Flöteüben, Meerschweinchenfüttern und jedes Kind hat an zwei Tagen die Woche noch einen Nachmittagstermin (Sport bzw. Schulchor). Und dabei passiert es uns immer wieder, dass es viel zu früh Abend ist und wir gar nicht dazugekommen sind, das, was wir uns zusätzlich noch vorgenommen hatten, auch zu machen...

Dann bekomme ich ein vorwurfsvolles „Aber du hast doch gesagt, wir machen noch...“ zu hören. Ich weiß nicht, wie es Ihnen in dieser Hinsicht geht. Bei uns müsste der Tag manchmal mehr als 24 Stunden haben. Extraaktionen sind in der Schulzeit oft einfach nicht drin und müssen aufs Wochenende verschoben werden. In Vergessenheit geraten solche Vorhaben allerdings nicht, denn da sind Martin und Hanna ganz schön hartnäckig und erinnern mich schon zu jeder passenden (und unpassenden!) Gelegenheit daran...


 

Kinder kommen als kleine „Egoisten“ auf die Welt, die anfangs nur ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. Jüngere Kinder sind noch nicht in der Lage, zwischen „mein“ und „dein“ zu unterscheiden. Wenn ein Kleinkind versucht, die Welt kennen zu lernen, kann es das nur, indem es so tut, als sei alles seins. In den ersten Lebensjahren ist das, was seine Bedürfnisse befriedigt, ihm am meisten Spaß macht und seinen Interessen entgegenkommt, das wichtigste Auswahlkriterium. Einem anderen Kind ein Spielzeug ausleihen, einen Keks abgeben oder Musik leiser hören, wenn Mama telefonieren will – warum?

Bis zum Alter von drei bis vier Jahren ist dieses Verhalten keine böse Absicht, sondern schlicht die einzige Möglichkeit, sich zu entscheiden. Erst danach, mit zunehmender sozialen Erfahrung, steigt auch die Fähigkeit des Kindes, bei persönlichen Entscheidungen die Interessen anderer Kinder und Erwachsener mit einzubeziehen. Erst im Vor- und Grundschulalter könnten Kinder also die moralische Dimension ihres Handelns erkennen.

Ab etwa zehn Jahren können Kinder dann unterscheiden zwischen dem, was ein Mensch tun „sollte“ oder „muss“, und dem, was der persönlichen Entscheidung jedes einzelnen, je nach Neigung, überlassen ist.

Kinder wollen wissen, woran sie sind und wie sie sich verhalten sollen. Sie müssen unterscheiden können zwischen richtig und falsch, gut und böse. Dabei müssen wir Eltern ihnen helfen. Kinder müssen erkennen können, worauf ihre Eltern „Wert“ legen!



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Grenzen setzen, aber richtig!
 

Hätten Sie auch manchmal gern eine „Bedienungsanleitung“ für Ihr Kind? Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Kind, pflegen einen demokratischen Erziehungsstil, aber trotzdem will Ihr Sprössling häufig nicht so recht wie Sie es wollen?
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- Wie verbannen Sie das Chaos aus dem Kinderzimmer?
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- Was tun, wenn Ihr Kleinkind im Kaufhaus einen Trotzanfall bekommt?
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Machen Sie Ihre Werte zu den Werten Ihres Kindes: Zeigen und erklären Sie ihm, wo die Vorteile für es selbst liegen. Wenn es ehrlich ist, wird es voraussichtlich dafür von seinen Freunden gemocht werden. Wenn es rücksichtsvoll ist, wird es ebensolche Freunde haben.

Bringen Sie Ihr Kind dazu, ein Mensch mit Werten sein zu wollen: Sprechen Sie mit Ihrem Kind (ab Vorschulalter) darüber, wie es von Menschen, die ihm wichtig sind, gesehen werden möchte, etwa: „Was würdest du dir wünschen, dass die Oma, dein bester Freund über dich erzählt?“ Damit regen Sie es an, nachzudenken, wie es sich selbst gern sehen möchte und was es keinesfalls sein möchte. Daraus ergibt sich klarerweise, dass es sich entsprechend verhalten muss, damit niemand etwas Gegenteiliges erzählen kann! Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, so zu sein, wie es sich zu sein wünscht.

Wenn Ihr Kind gegen „Lebensregeln“ verstößt, die Ihnen wichtig sind, sollte das für Ihr Kind auch Konsequenzen haben. Andernfalls würde es Ihnen gar nicht abnehmen, dass Ihnen diese wirklich am Herzen liegen:

1. Sie können ihm dann z. B. sagen, dass Sie von einem bestimmten Verhalten in einer bestimmten Situation enttäuscht waren (bitte nur das Verhalten, nicht das Kind kritisieren!). Dann dürfen Sie auch ruhig dazu stehen, dass Sie persönlich eben das eine oder andere höher werten und erklären dem Kind Ihre Beweggründe dafür.

2. Um Ihrem Kind zu erklären, wie sich die Missachtung bestimmter Werte wie Hilfsbereitschaft oder Rücksicht anfühlt, können Sie ihm eine passende Geschichte oder ein Beispiel erzählen und es dann fragen, wie es sich wohl in dieser Situation gefühlt hätte. Auch Rollenspiele bieten dazu eine gute Möglichkeit.

3. Sie können Ihr Kind anhalten, sich für sein Verhalten beim Betroffenen zu entschuldigen bzw. das mit Ihrem Kind zusammen tun.

4. Oder Sie lassen logische Folgen wirken. Etwa, wenn Ihr Kind sich nicht an den Tagesablauf der Familie halten will und gerade zu den Essenszeiten „dringend“ spielen muss, um zehn Minuten nach der Mahlzeit nach einem Butterbrot zu quengeln. Dann sollten Sie Ihr Kind jeweils einmal (!) zu den Mahlzeiten zu Tisch rufen. Kommt es nicht, hat es wohl offensichtlich keinen Hunger und sein Gedeck wird am Ende der Mahlzeit abgeräumt. Bis zur nächsten Mahlzeit sind dann jedoch Knabbereien, Süßigkeiten und kleine Imbisse tabu.



 

Hallo an alle Eltern, meine Tochter ist 14 Monate alt. Mein Problem ist, dass sie ein wahnsinnig lautes „Organ“ hat. Man kann es kaum beschreiben, aber ihr Geschrei ist so laut und grell, dass ich oft denke, das Trommelfeld platzt mir. Oft schallt das noch Minuten nach.
Wie könnte ich das abstellen bzw. ändern – es ist echt nicht auszuhalten! Sie schreit immer wieder aus verschieden Gründen: wenn sie was nicht bekommt oder auch nur so. Gibt es einen Trick, auf den ich noch nicht gekommen bin?
Bin sehr gespannt auf Eure Antworten und bedanke mich jetzt schon herzlich dafür.

Antwort von Frau Schmelz


 

In Deutschland sind Impfungen freiwillig, daher stehen Sie als Eltern schon in den ersten Lebensmonaten Ihres Kindes vor der schwierigen Entscheidung, ob Sie Ihr Kind impfen lassen - und wenn ja, wogegen und zu welchem Zeitpunkt. Da viele der Krankheiten, gegen die geimpft wird, heute (dank der Impfungen!) kaum noch vorkommen, wiegen mögliche Nebenwirkungen, und treten sie auch noch so selten auf, doppelt so schwer.

Es ist für Sie als Eltern trotz (oder auch gerade wegen) der vielfältigen Informationen zum Thema Schutzimpfungen alles andere als leicht, die verschiedenen, oft gegensätzlichen Standpunkte gegeneinander abzuwägen. Wir haben die wichtigsten Studien berücksichtigt und die Fakten in einem aktuellen Spezialreport zum Thema Impfen für Sie übersichtlich aufbereitet.

Dieser 24-seitige Spezialreport

- geht auf die "homöopathische Impfung" ein,
- liefert konkrete Zahlen zu Schutzwirkung und Nebenwirkungen,
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- verrät Ihnen, was Sie bei Allergien beachten müssen,
- enthält Ratschläge, wie Sie durch Schüßler-Salze das Immunsystem stabilisieren können,
- gibt Ihnen eine umfassende Übersicht über alle verfügbaren Mehrfachimpfstoffe,
- verrät Ihnen, was bei der Sechsfachimpfung zu beachten ist,
- listet alle Impfstoffzusätze auf und schafft Klarheit, wie gefährlich diese sind,
- bewertet kritisch die seit 2004 empfohlene Windpockenimpfung,
- verrät Ihnen, wie Sie Ihr Kind gegen Hirnhautentzündung schützen können,
- informiert über die jüngsten Impfempfehlungen gegen Meningokokken und Pneumokokken
- zeigt klipp und klar, wann Ihr Kind eine FSME-Impfung braucht,
- stellt die neue Schluckimpfung gegen Rotaviren vor,
- behandelt auch Impfungen, die nicht im Impfplan enthalten sind wie die Grippeimpfung und
- berücksichtigt alle erforderlichen Reiseimpfungen.

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Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse anzugeben!
Ich hoffe, ich kann Ihnen mit diesem besonders umfangreichen und ausführlichen Sonderheft die Impfentscheidung erleichtern!

Ihre
Andrea Schmelz

PS: Wenn bei Ihrem Kind demnächst Impfungen anstehen, finden Sie auf Seite 8 und 9 wichtige Ratschläge, wie Sie

- Ihrem Kind Schmerzen ersparen können,
- Impfkomplikationen wie Fieberkrämpfen vorbeugen und
- Impfreaktionen mit Schüßler-Salzen lindern können.

Spezialreport "Impfen"


 

Soll man ein Kind bestrafen? Oder muss man es manchmal sogar? Wie strafen Sie richtig, wenn es kein Klaps sein soll? Unsere Erziehungs-Tipps zeigen, wie Sie eine Auszeit oder logische Konsequenzen in Ihrer Erziehung anwenden, wenn Ihr Kind die von Ihnen gesetzten Grenzen überschreitet.

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Zum Schluss noch eine Portion Humor für das Wochenende...

Was will man mehr!
Miriam (5 Jahre) und Fiona (2 Jahre) spielen im Wohnzimmer. Fiona weigert sich, auf die Toilette zu gehen, obwohl sie offensichtlich mal muss. Dann kommt sie in die Küche: „Ich will ein Bonbon!“ Papa: „Und ich will eine Tochter, die lieb auf Toilette geht!“ Fiona: „Hast du doch!“ Papa (hoffnungsvoll): „Ach ja?“ Fiona zeigt an sich vorbei ins Wohnzimmer und meint: „Da, die Miri!“ (von Martin Arnold)

Wo isses bloß?
Wir waren im Auto unterwegs und ich hörte Victoria immer wieder, wie sie ein Lied zu singen begann, aufhörte und sich mit ihrer Hand danach ein paar Mal auf die Stirn „schlug“. Als ich sie fragte, warum sie das macht, meinte sie: „Mama, ich möchte dir doch ein Lied aus dem Kindi vorsingen. Aber ich weiß nicht, wie es weiter geht, und jetzt muss ich es schnell rausklopfen!“ (von Irena Dahl aus Herzogsweiler)

Kartoffelkiller
Dialog zwischen mir und meinem damals 3,5-jährigen Sohn Ricky zum Thema Mittagessen. Ricky: „Woher kommt das Fleisch?“ Ich: „Vom Schwein!“ Ricky: „Warum haben die das abgeschossen?“ Ich: „Weil das schon alt war, damit wir was zu essen haben!“ Ricky: „Ja, und die Kartoffeln haben die auch für uns abgeschossen!“ (von Yvette Noak)

Vor oder zurück?
Ich erwartete Besuch und wollte im Galopp die Wohnung aufräumen. Dazu schickte ich Benjamin (4 Jahre) in sein Zimmer. Er wollte jedoch helfen. Ich sagte zu ihm: „Geh bitte in dein Zimmer, sonst komm ich hier überhaupt nicht mehr vorwärts.“ Sehr trocken meinte er: „Dann kommst du halt rückwärts.“ (von Margaret Soogrim aus Berlin)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir im Newsletter alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Positive Formen der Konfliktlösung: So meistern Sie alltägliche Situationen und fördern die Eltern-Kind-Beziehung


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Nettes aus Kindermund :)

Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.