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Elternbrief


E-Mail Newsletter 28-09-2007
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

heute möchte ich Ihnen wieder einige Leserfragen zu Themen vorstellen, die sicherlich für viele Eltern interessant sind. Gleichzeitig habe ich eine Bitte an Sie: Nutzen Sie insbesondere bei Fragen zu Schlafproblemen und Essstörungen Ihres Kindes bitte die telefonische Elternsprechstunde, da ich im Rahmen eines persönlichen Gespräches die jeweilige Problematik besser erkennen kann und Ihnen so ganz individuell auf Ihr Kind und Ihre Familiensituation zugeschnittene Ratschläge geben kann.

Telefonnummer und Termine der Elternsprechstunde finden Sie jeweils in der aktuellen Heftausgabe von "Lernen und Fördern mit Spaß!" auf Seite 12 unten rechts.


 

Frage: Guten Morgen liebe Frau Dr Schmelz!
Da unser Sohn Emil nun seit Ende Mai geboren ist, steht jetzt wieder das Thema Erkältung bei Säuglingen an. Genau richtig für uns wurde das Thema in der letzten Ausgabe aufgegriffen. Danke dafür!

Ich habe den Mucex Schleimabsauger für Neugeborene besorgt. Leider liegt diesem keine Beschreibung bei und ich kriege irgendwie nicht raus, wie ich ihn anwenden kann/soll. Können Sie mir bitte dabei behilflich sein?
Herzlichen Dank!

Liebe Grüße aus der sonnigen Pfalz
Katrin K.

Antwort: Liebe Frau K.,
das ist ja dumm, dass dem Schleimabsauger keine Anwendungsbeschreibung beiliegt. Eigentlich funktioniert das Teil ganz einfach: Das Schläuchlein mit dem kleinen Stopfen drauf kommt in die Nase das Babys und an dem andern Schlauch saugen Sie. Der abgesaugte Schleim läuft in den durchsichtigen Behälter. Dieser sollte möglichst tief liegen, damit sich der Schleim unten sammelt und nicht etwa durch den 2. Schlauch in Ihren Mund gesaugt wird!

Falls Sie trotz meiner Beschreibung mit dem Gerät nicht klarkommen, fragen Sie am besten in der Apotheke nochmal nach – dort sollte man Ihnen die Anwendung auch demonstrieren können.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Frage: Guten Tag Frau Schmelz,
in einer früheren Ausgabe von „Gesundheit & Erziehung für mein Kind“ wird über die Proteinzufuhr berichtet. Meine Tochter ist gut 10 Monate alt. Ich stille sie noch zu dreiviertel.

Sie erhält nebenbei selbstgemachten Gemüse-Getreidebrei (ohne Milch), z. B. Fenchel-Karotten-Hirse mit 2 Teelöffeln Rapsöl auf ein Joghurtglas (180 Gramm). Daneben erhält sie auch selbstgemachtes Brot aus Kamut, Dinkel, Roggen etc. und natürlich Saisonfrüchte und -gemüse. Ich versuche, wenn möglich, auf Weizen zu verzichten, sie hat aber auswärts auch schon Weizenprodukte erhalten.

Nun meine Frage: Ich esse sehr oft Sojajoghurt (z. B. von Provamel). Und Maya, unsere Tochter ist „wie wild“ darauf und verdrückt einen Becher im Nu - sie isst das wirklich sehr gerne. Was halten Sie von Sojaprodukten? Darf ich Maya Soja geben, eben z. B. in Form von Joghurt oder Sojadrink? Wie sieht?s hier aus mit dem Zuviel und der Verträglichkeit an Proteinen? Soja hat ja eigentlich mehr Eiweiß als Milch.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichem Gruss
Angelika H.

Antwort: Liebe Frau H.,
für die Proteinzufuhr ist es unerheblich, ob es sich um Eiweiß aus der Milch oder Eiweiß aus Soja handelt. Ein Naturjoghurt aus Kuhmilch enthält etwa 3,5 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, Provamel Soja Yofu Natur enthält sogar 4,7 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm. Deswegen ist der Sojajoghurt im ersten Lebensjahr ebenso wenig zu empfehlen wie Joghurt aus Kuhmilch. Und ebenso, wie im ersten Lebensjahr von der zusätzlichen Gabe „normaler“ Kuhmilch (außer die 200 ml im Getreide-Milch-Brei) abgeraten wird, ist auch von Sojamilch zum Trinken abzuraten. Sojaprodukte haben außerdem den Nachteil, dass sie sich ungünstig auf das Immunsystem auswirken können:

Sojamilch schadet dem Immunsystem
Forscher der University of Illinois in Urbana konnten an Mäusen zeigen, dass sich das Gewicht des Thymus, einer im oberen Brustraum gelegenen Immundrüse, je nach verabreichter Sojamenge um bis zu 80 Prozent verringerte. Entsprechend sank auch die Zahl der dort reifenden Immunzellen ab.

Grund dafür ist die Östrogen-ähnliche und möglicherweise das Immunsystem schädigende Wirkung der Isoflavone (insbesondere Genistein) in Sojaprodukten. Eine Fütterung, die zu Genistein-Spiegeln im Blut führte, die um rund 50 Prozent unter den für menschliche Säuglinge ermittelten Werten lagen, reichte bei den Mäusen aus, um das Thymusgewicht um 25 Prozent zu reduzieren.

Es gibt auch bereits Untersuchungen an Säuglingen, die belegen, dass Impfungen bei mit Sojamilch ernährten Kindern weniger hohe Antikörperspiegel hervorrufen als bei Kindern, die kuhmilchhaltige Flaschenkost erhielten. Auf Sojabasis ernährte Kinder leiden auch häufiger unter Infektionen der oberen Atemwege.

Herzliche Grüße und alles Gute für Sie und Ihre kleine Tochter!
Ihre
Andrea Schmelz



 

Frage: Liebe Frau Dr. Schmelz,
heute frage ich Sie um Rat, weil ich mir ein bisschen unsicher bin, wie ich mit der Situation umgehen soll. Mein Sohn Marvin (knapp 2,5 Jahre) war von Anfang an ein guter Esser. Er liebt Obst und Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und Reis, auch Fleisch und Fisch. Bis vor ca. 3 Wochen hat er auch alles mit gutem Appetit gegessen. Ich koche täglich frisch und nehme die Mahlzeiten mit ihm gemeinsam ein. Abends gibt es dann ein Käse- oder Wurstbrot mit Tomaten, Gurken, Paprika oder Obst. Marvin isst fast ausschließlich Vollkornbrot und ganz gerne mal eine Brezel.

Dann bekam Marvin Schnupfen. Nun, wir wissen, wie wir uns dann fühlen. Er hatte keinen Appetit mehr, nur Obst und viel trinken. Doch der Schnupfen war nach einer Woche wieder weg, aber Marvin isst trotzdem immer noch so schlecht. Vieles, was er bis dahin liebte und regelrecht verschlang, rührt er nun nicht mehr an. Begründung: ist scharf oder mag ich nicht. Wenn ich ihn bitte zu probieren und er benetzt seine Lippen, dann schüttelt es ihn oft.

Natürlich zwinge ich ihn nicht zum Weiteressen, aber ich verzweifele langsam, was ich ihm noch servieren soll. Er isst z. B. nur noch Fleisch oder Fisch pur. Gestern hatten wir Putenschnitzel mit Kartoffelbrei und Erbsen/Karottengemüse. Er aß nur ein halbes Putenschnitzel, die Beilagen verweigerte er. Heute gab es frische Seelachsfilets mit Gemüserisotto. Er aß nur das Seelachsfilet, die Beilagen spuckte er wieder aus. Abends isst er oft nur die Wurst oder den Käse vom Brot und die Beilagen, aber das Brot verweigert er. Ich verstehe die Welt nicht mehr?! Das einzig Gute ist, dass er tagsüber sehr viel Obst isst: 1 Banane, 1 Apfel, ? Birne, eine Handvoll Erdbeeren und eine Handvoll Trauben pro Tag isst er sehr gerne und fordert es auch ein. Ansonsten frühstückt er morgens gerne Müsli oder ein Marmeladenbrot mit Frischkäse.

Das geht nun schon seit 3 Wochen so. Ich habe Angst, dass er nicht mehr ausgewogen genug ernährt wird (abgenommen hat er noch nicht und andere Mangelerscheinungen konnte ich noch nicht feststellen). Ich bemerke nebenbei auch, dass er momentan einen sehr großen Entwicklungsschub (Sprache) macht. Was kann ich bloß tun, damit er in Sachen Essen wieder seine alten Vorlieben entdeckt? Ab wann muss ich eingreifen und vor allen Dingen wie?

Genügt es, wenn ich ihm täglich das Essen anbiete (um es dann leider wegzuschmeißen)? Was mache ich, wenn er z. B. großen Hunger hat, sich aufs Essen freut (diese Situation hatten wir schon zur Genüge) und ich ihm dann etwas serviere, dass er „früher“ sehr gerne aß, und er nur enttäuscht schaut, es aber nicht isst? Mache ich einen Fehler, wenn ich ihm dann versuche, etwas zu essen zu geben, was er mag? Oder muss ich ihn dann hungrig vom Tisch aufstehen lassen und ihm das verschmähte Essen abends wieder hinstellen? Bei meinem Mann wurde das früher so gehandhabt. Ich finde diese Methode grausam. Ich neige dazu, zu verwöhnen, weil ich das so aus meiner Kindheit kenne, was bestimmt auch nicht die richtige Methode ist.

Ich hoffe sehr, Sie haben einen guten Rat für mich und können meine Sorgen ein wenig zerstreuen. Vielen Dank vorab und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Carmen L.

Antwort: Liebe Frau L.,
zum einen kann es nach einem Schnupfen bis zu 6 Wochen dauern, bis der Geruchssinn (und davon hängt zu einem großen Teil ja auch der Geschmackssinn ab!) wieder ganz normal funktioniert. Zum anderen machen Kinder Phasen durch, in denen sie plötzlich andere Essensvorlieben haben. Momentan scheint Ihr Sohn vorwiegend auf Eiweiß zu stehen – vielleicht braucht er das gerade im Wachstum ganz besonders.

Ich würde so mit der Sache umgehen: Bieten Sie weiterhin vielseitiges Essen an, auch Beilagen, die er früher gerne gegessen hat, jetzt aber nicht mehr so toll findet (etwa Gemüse). Sie gehen ja ohnehin mit gutem Beispiel voran und essen weiterhin Gemüse – vielleicht kommt auch er bald wieder auf den Geschmack. Mangelerscheinungen wird Marvin sicher nicht bekommen, er isst ja ausreichend Obst.

Wenn es mittags etwas zu essen gibt, was er nicht mag, braucht er nur diejenigen Speisen zu essen, die er essen will. Lehnt er alles ab, kann er ersatzweise ein Stück Brot ohne Belag bekommen. Ansonsten sollten Sie ihm nichts anders vorsetzen oder gar extra für ihn kochen, denn das führt häufig dazu, dass die Kinder immer wählerischer und mäkeliger werden, weil sie durch das Essthema viel Aufmerksamkeit bekommen und die Mama zudem „springen“ lassen können. Ich kenne Fälle, in denen Mütter regelmäßig drei oder vier verschiedene Gerichte pro Mahlzeit kochen, nur damit das Kind von einem ein paar Löffelchen zu essen geruht.

Mag Marvin weder sein Mittagessen noch das angebotene Stück Brot, hat er offensichtlich keinen Hunger und kann ohne Essen vom Tisch aufstehen. Wenn es Ihnen zu hart erscheint, ihn bis zur nächsten Mahlzeit warten zu lassen, können Sie ja die Obst-Zwischenmahlzeit etwas vorziehen. Allerdings sollte er keine Süßigkeiten oder Knabbereien bekommen, wenn er mittags schon keinen rechten Hunger hatte.

Gibt es etwas Neues, sollten Sie Ihren Sohn ermuntern, wenigstens zu probieren. Mag er es nach einem Bissen nicht, wird er nicht gezwungen, es zu essen. Es ist auch nicht sinnvoll, dieselbe Speise dann abends nochmal zu servieren – so lange, bis er sie gegessen hat. Das hat man früher zwar so gemacht, aber das vermiest allen den Spaß am Essen (Essen soll ja Genuss sein!) und führt nur in Richtung Machtkampf ums Essen (die Motive dahinter: Eltern: „Warte nur, du kriegst das so lange, bis du es isst!“; Kind: „Ihr werdet schon sehen, dann esse ich eben gar nichts mehr – so lange, bis ich was anderes kriege!“)

Sie können Marvins Essensvorlieben berücksichtigen und öfter Speisen kochen, die er gerne isst. Aber ausschließlich Wunschkost zu servieren, weil er anderes nicht mag, wäre auch wieder verkehrt. Sie können ja als Kompromiss immer etwas Gemüse als Beilage anbieten.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Verunsicherung ausräumen und Ihnen praktikable Ratschläge zum Umgang mit dem Essen geben.
Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



 

In Deutschland sind Impfungen freiwillig, daher stehen Sie als Eltern schon in den ersten Lebensmonaten Ihres Kindes vor der schwierigen Entscheidung, ob Sie Ihr Kind impfen lassen - und wenn ja, wogegen und zu welchem Zeitpunkt. Da viele der Krankheiten, gegen die geimpft wird, heute (dank der Impfungen!) kaum noch vorkommen, wiegen mögliche Nebenwirkungen, und treten sie auch noch so selten auf, doppelt so schwer.

Es ist für Sie als Eltern trotz (oder auch gerade wegen) der vielfältigen Informationen zum Thema Schutzimpfungen alles andere als leicht, die verschiedenen, oft gegensätzlichen Standpunkte gegeneinander abzuwägen. Wir haben die wichtigsten Studien berücksichtigt und die Fakten in einem neuen Spezialreport zum Thema Impfen für Sie übersichtlich aufbereitet.

Dieser 24-seitige Spezialreport

- geht auf die "homöopathische Impfung" ein,
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- verrät Ihnen, was Sie bei Allergien beachten müssen,
- enthält Ratschläge, wie Sie durch Schüßler-Salze das Immunsystem stabilisieren können,
- gibt Ihnen eine umfassende Übersicht über alle verfügbaren Mehrfachimpfstoffe,
- verrät Ihnen, was bei der Sechsfachimpfung zu beachten ist,
- listet alle Impfstoffzusätze auf und schafft Klarheit, wie gefährlich diese sind,
- bewertet kritisch die seit 2004 empfohlene Windpockenimpfung,
- verrät Ihnen, wie Sie Ihr Kind gegen Hirnhautentzündung schützen können,
- informiert über die jüngsten Impfempfehlungen gegen Meningokokken und Pneumokokken
- zeigt klipp und klar, wann Ihr Kind eine FSME-Impfung braucht,
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Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse anzugeben!
Ich hoffe, ich kann Ihnen mit diesem besonders umfangreichen und ausführlichen Sonderheft die Impfentscheidung erleichtern!

Ihre
Andrea Schmelz

PS: Wenn bei Ihrem Kind demnächst Impfungen anstehen, finden Sie auf Seite 8 und 9 wichtige Ratschläge, wie Sie

- Ihrem Kind Schmerzen ersparen können,
- Impfkomplikationen wie Fieberkrämpfen vorbeugen und
- Impfreaktionen mit Schüßler-Salzen lindern können.



 

(von Uta Reimann-Höhn)

Aktiv oder emotional durchs Leben
Im gesamten Alltag, also sowohl beim Lernen als auch im Kontakt mit Freunden oder der Familie, bestimmt das Temperament die Art und Weise, wie ein Kind sich mit den Dingen des Lebens auseinander setzt. Das individuelle Temperament kommt besonders in Krisensituationen zum Vorschein. Wenn ein Mensch unter Druck steht, Entscheidungen treffen soll, Prüfungen erwartet oder mit einer traurigen Nachricht konfrontiert wird, reagiert er auf seine eigene, ganz unverfälschte Art. Diese ist stark von seinem Temperament gesteuert. Natürlich gibt es keinen Menschen, der ausschließlich einem Temperament zuzuordnen ist. Immer findet man auch Aspekte der anderen Typen.

4 Temperamenttypen
Obwohl das Wesen von Menschen durch ganz unterschiedliche Verhaltensweisen geprägt ist, hat man sich im Laufe der Jahrhunderte auf vier verschiedene Grundtypen verständigt. Nicht immer lässt sich ein Kind schon eindeutig einem Temperament zuordnen. Gerade in der langen Entwicklungszeit bis zum Ende der Pubertät prägen sich manche Verhaltensmuster noch stärker aus und andere schwächen sich ab. Spätestens in der Pubertät wird jedoch offensichtlich, wohin die Reise geht. Zur Verdeutlichung stelle ich Ihnen exemplarisch vier Kinder in der Reinform der Temperamente vor.

Anna ist Sanguinikerin (aktiv und forsch)
Das quirlige Mädchen hat seine Eltern vom ersten Tag an auf Trab gehalten. Sie ist meistens mit wenig Schlaf ausgekommen und hat sich für alle Dinge in ihrer Umgebung sehr interessiert. Ihr schier unerschöpfliches Energiepotenzial hat dazu geführt, dass sie verschiedene Hobbys und jede Menge Freunde hat. Um sich zu regenerieren, benötigt sie nur kurze Ruhephasen. Ständig entwickelt Anna neue Ideen, für die sie ihre Eltern und Freunde zu begeistern versucht. Auch an ihrer schnellen Sprechweise kann man erkennen, dass es sich hier um ein sehr aktives Kind handelt. Anna kann sich im Unterricht nicht so gut zurücknehmen und redet schon mal einfach drauflos. Bei den Hausaufgaben versucht sie schnell fertig zu werden und macht dadurch gerne Flüchtigkeitsfehler. Weil sie ständig neue Ideen ausbrütet, hat Anna wenig Zeit, ihre Dinge zu ordnen. Dementsprechend unordentlich sieht es in ihrem Kinderzimmer und auch in ihrem Ranzen aus. Mit den Jahren wird Anna aber bestimmt lernen, etwas sorgfältiger zu arbeiten und Ordnung zu halten.

Niklas ist Melancholiker (einfühlsam und empfindlich)
Der sensible Junge kann sich sehr gut auf andere Menschen einstellen. Er bemerkt sofort, wenn Mama traurig oder Papa ärgerlich ist, und nimmt sich das selbst sehr zu Herzen. Streit mit seinen Freunden kann er nur schlecht ertragen, denn Harmonie ist ihm sehr wichtig. Niklas lügt seine Eltern manchmal aus Angst an, weil er glaubt, an etwas schuld zu sein und Ärger zu bekommen. Er nimmt damit eine Reaktion vorweg, weil er es am liebsten allen recht machen möchte. Niklas hat eine sehr enge Bindung zu seinen Großeltern und Geschwistern und hängt auch sehr an seinem Hund. Traurige oder aggressive Filme mag Niklas gar nicht, auch in der Medienwelt sieht er am liebsten harmonische Geschichten. Seine Hausaufgaben nimmt er stets ernst, damit die Lehrerin keinen Grund hat, auf ihn böse zu sein. Hat er einmal etwas für die Schule vergessen, nimmt ihn das sehr lange mit und er ist untröstlich. Er hat seit Schulbeginn einen guten Freund, das reicht ihm völlig.

Bianca ist Cholerikerin (zielstrebig und leicht erregbar)
Bei ihren Freundinnen und zu Hause gibt Bianca gerne den Ton an. Sie ist entschlossen und sprüht vor Ehrgeiz, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen. Beim Spielen versteht sie keinen Spaß, und verlieren ist für sie ein Greuel. Sie weiß meist alles besser und möchte stets ihren Kopf durchsetzen. Bianca ist ungestüm und streitet sich auch immer wieder mit ihren Freundinnen. Sie kann gut organisieren, hat oft Recht und behält stets den Überblick. Von ihren Hausaufgaben macht sie nur das, was in der Schule auch anerkannt wird. Gerne lässt sie auch mal andere für sich arbeiten, dabei ist sie ein wenig besitzergreifend. Sich zu entspannen, fällt ihr schwer, meist gelingt dies nur durch Aktivität. Sport tut Bianca gut, denn da kann sie sich so richtig auspowern. Über schlechte Noten kann sie sich sehr aufregen, die Schuld sucht sie immer erst einmal bei anderen. Ihr Ehrgeiz hilft ihr dann jedoch dabei, sich für die nächste Arbeit richtig anzustrengen.

Tim ist Phlegmatiker (ruhig und zufrieden)
Tim ist ein sehr zufriedenes Kind, das sich stundenlang
alleine beschäftigen kann. Im Kontakt mit anderen ordnet er sich schnell unter und beharrt selten auf seinen Wünschen. Er hat viele Freunde und kommt fast mit jedem gut aus. Von seinem Wesen her ist Tim eher langsam. Er zeigt nie besondere Eile und muss in vielen Situationen angetrieben werden. Besonders bei den Hausaufgaben und beim Lernen kann das für seine Eltern und Lehrer schon mal sehr anstrengend sein. Tim ist nicht sehr ehrgeizig, denn auch ohne schulische Erfolge fühlt er sich ausgeglichen und entspannt. So erledigt er Arbeiten oft erst in letzter Sekunde, wenn der Druck entsprechend groß geworden ist.

So fördern Sie den Sanguiniker
Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich besser zu organisieren. Wochenpläne und ein farbiges Ablagensystem vermeiden unnötige Sucherei und Chaos. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind angefangene Dinge auch zu Ende bringt. Das gilt nicht nur für den schulischen Bereich, sondern auch im Familienalltag. Einmal begonnene Hobbys sollte es mindestens sechs Monate durchhalten und bewährte Freundschaften pflegen. Falls Ihr Kind zur Unpünktlichkeit neigt, kann eine Armbanduhr oder ein Wecker hilfreiche Dienste leisten.

So fördern Sie den Melancholiker
Nehmen Sie die eher pessimistische Lebenshaltung Ihres Kindes nicht so ernst, sondern reagieren Sie mit Humor und Lebensfreude auf seine Bedenken. Erinnern Sie es häufig an seine Erfolge, damit sein Selbstbewusstsein wächst und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten größer wird. Fördern Sie den Kontakt zu Freunden, damit Ihr Kind sich nicht zu sehr zurückzieht. Ermutigend kann es auch sein, sich gemeinsam jeden Abend die positiven Erlebnisse des vergangenen Tages zu erzählen.

So fördern Sie den Choleriker
Ihr Kind muss lernen, die Meinungen anderer gelten zu lassen und nicht immer Recht haben zu wollen. Etwas diplomatisches Geschick wird ihm im Leben sehr nützlich sein. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein, hier besonders in
einer Gruppen-Sportart, kann ihm helfen, auch in der Schule seine Teamfähigkeit zu verbessern. Bremsen Sie ab und zu seinen Aktionismus und helfen Sie ihm dabei, auch die kleinen Details einer Aufgabe nicht zu übersehen. Es sollte schon früh lernen, erledigte Aufgaben (Hausaufgaben, Klassenarbeiten) nahezu automatisch noch einmal zu überprüfen, denn es neigt zu Flüchtigkeitsfehlern.

So fördern Sie den Phlegmatiker
Ihr Kind braucht viel äußere Motivation, um weniger interessante Arbeitsaufträge zu erledigen. Es profitiert davon, in vielfältige Aktivitäten eingebunden zu sein. Regelmäßige Termine, die keiner weiteren Organisation bedürfen, sind noch am leichtesten umzusetzen. Die Teilnahme an einer Hausaufgabengruppe kann den Schulstress zu Hause stark
reduzieren. Selbstbestimmte Projektaufgaben, bei denen viel Eigeninitiative gefordert ist, sind für Ihr Kind nur schwer zu bewältigen. Achten Sie bei der Schulwahl darauf, dass Ihr Kind klare und feste Strukturen vorfindet.

Mein Tipp
Nutzen Sie den Fragebogen für eine interessante Diskussion mit Ihrem Kind, indem Sie ihn beide einmal ausfüllen. Teilt Ihr Kind Ihre Einschätzungen oder sieht es sich mit völlig anderen Augen? Meinungsunterschiede sind eine willkommene Möglichkeit, um konstruktiv über eingefahrene Verhaltensmuster zu sprechen. Wahrscheinlich hat auch Ihr Kind einige gute Ideen, wie es bestimmte Situationen in Hinblick auf sein Temperament verbessern könnte.

Lesen Sie hier mehr von der Lerntrainerin Uta-Reimann-Höhn


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Übung macht den Meister
 

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Heute möchte ich Ihnen ein neu erschienenes Bilderbuch vorstellen, zu dem es gleichzeitig auch ein Spiel gibt. Vielen von Ihnen wird der Autor Marcus Pfister durch den „Regenbogenfisch“ ein Begriff sein. Sein neuestes Werk mit dem Titel „Charly im Zoo“ (Nord-Süd-Verlag 2007; 40 Seiten; 13,80 Euro) handelt von einer besonders neugierigen kleinen Ente.

Als Charly ein fremdes Quaken im Schilf hört, beginnt eine Abenteuerreise, die ihn in den Zoo führt. Dort trifft Charly unbekannte Tiere aus aller Welt. Charly ist nicht nur neugierig, sondern auch verspielt und liebt es, nachzuahmen, was er sieht. Ihr Kind (ab drei Jahren) kann sicher anhand Charlys lustiger Posen das eine oder andere der dargestellten Tiere erkennen.

Das Besondere an diesem außergewöhnlichen Guckloch-Bilderbuch ist die Kombination aus Abenteuergeschichte, Sachbuch und Spielbuch in einem! Denn die einzelnen Zoobewohner und ihre Lebensräume werden in schönen Bildern und kurzen Informationstexten vorgestellt.

Demnächst wird im Fachhandel dazu passend das Schau-genau- und Gedächtnisspiel „Charly im Zoo“ (von Haba) für zwei bis fünf Kinder von vier bis acht Jahren erhältlich sein. Charly späht durch die Gucklöcher im Zaun in die Gehege. Dabei kann er aber nie das ganze Tier, sondern immer nur Teile davon sehen. Nur wenn Ihr Kind genau hinschaut und ein gutes Gedächtnis hat, weiß es, welcher Zoobewohner gerade im Gehege steht.



 

Wünschen Sie sich nachts nichts sehnlicher, als wieder einmal eine ganze Nacht am Stück durchzuschlafen? In meinem Spezialreport zum Thema "Kinder lernen schlafen" erfahren Sie, wie Sie endlich wieder ruhige Nächte haben! Ich stelle Ihnen die 12 wichtigsten Schlafregeln für Kinder vor und gebe Ihnen eine Checkliste an die Hand, wie Sie Anzeichen von Müdigkeit bei Ihrem Baby richtig erkennen. Ausserdem erfahren Sie, welches Schlaftraining für Ihr Kind am besten geeignet ist. Sie können dieses Heft (12 DIN A4 Seiten) für 8,50 € bei unserem Verlag bestellen (solange Vorrat reicht) unter der Faxnummer: 0228-36 96 001 oder per Telefon: 0228-9 55 04 20 oder Sie schicken eine E-mail an: KF@fid-verlag.de



 

Und jetzt wieder einige „Köstlichkeiten“ unserer Kleinen…

Bloß nicht reintreten!
Papa, Tobias (4 Jahre) und Sarah (2 Jahre) gehen durch den Wald. Papa ruft: „Achtung, ein Ameisenhaufen!“ Tobias gibt die Warnung an Sarah weiter: „Vorsicht, Sarah, da hat eine Ameise hingekackt!“ (von Maria Gottwald aus Eriskirch)

Ruhiger Job
Heiko (damals 6 Jahre) antwortet auf die Frage, was er mal später werden will: „Ich schaff mal bei der Post am Schalter.“ Auf meine weitere Frage, was er da genau machen will: „Dann hänge ich das Schild hin: Komme gleich wieder!“ Übrigens: Heute ist er Heizungsmonteur. So kann?s gehen… (von Carola Schmid)

Moderne Hexe
Auf einem Sommerfest spielte Julia (1,5 Jahre) mit einem 6-jährigen Jungen. Irgendwann griff sich Julia einen herumstehenden Reisigbesen und fegte damit herum. Ich sagte ihr, dass sie ja eine kleine Hexe mit dem Besen sei. Der 6-jährige Junge mischte sich eine und korrigierte: „Nein, eine Putzfrau.“ (von Jana Lehmann)

Na so was!
Hannah (damals 2 Jahre) legte gerne ihr Köpfchen auf meinen dicken schwangeren Bauch, um nach dem Baby zu lauschen. Sie hörte ein Gluckern in meinem Bauch und rief ganz aufgeregt: „Mama, das Baby hat gepupst.“ Wir mussten sehr schmunzeln… (von Sabine Grätzer)

Riesenbienen
Als mein Sohn Oliver so ca. 2,5 Jahre alt war, machte er in der Badewanne Häufchen. Ich saß im Badezimmer und hatte davon nichts bemerkt. Plötzlich rief er: „Mama, schau mal, da schwimmen Bienchen!“ Damit meinte er die kleinen Würstchen, die in der Wanne schwammen! (von S. Pohle)

Leckere Kinderstube
Meine Mutter und ich unterhielten uns: „Ein Pandabär darf dann zu seiner Mutter, während der andere zurück in den Brutkasten kommt.“ Darauf meine Nichte Pia (3,5 Jahre): „Warum kommt der dann in ein BROTKASTERL? Hm??“ (von Beate Pauer aus dem Burgenland)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir freitags alle darüber schmunzeln!





 


Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

P.S. Hier können Sie eine Gratis-Testausgabe der monatlich erscheinenden Print-Ausgabe von Gesundheit & Erziehung für mein Kind bestellen: Gratis-Testausgabe

Als Dankeschön für Ihr Interesse erhalten Sie als Geschenk die folgenden 4
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Wir empfehlen Ihnen diese Woche
 

Besser essen - Schritt für Schritt zur optimalen Ernährung


Wie gut ist die Lehrerin, der Lehrer Ihres Kindes wirklich? - Wir sagen es Ihnen!


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Nettes aus Kindermund :)

Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.