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Beikost

Beikost für Babys mit Allergierisiko

gesunde Baby-Ernährung

Inzwischen hat fast jedes zweite Baby ein erhöhtes Allergierisiko. Wenn auch Ihr Kind dazu gehört, sind Sie sicherlich besonders vorsichtig mit der Ernährung. Was Ihr Baby ab wann essen darf, lesen Sie hier: Extra: Grundrezepte für Babys ersten Brei. 

Expertenrat von 

Damit bei Ihrem Kind erst gar keine allergische Erkrankung ausbricht, sollten Sie ihm bis zum 5. Lebensmonat keinerlei Beikost geben! Muttermilch oder – wenn Sie nicht stillen können oder wollen – eine hypoallergene Säuglingsnahrung (so genannte H.A.-Nahrung) enthält alle erforderlichen Nährstoffe.

Beikost-Tipps für eine gesunde Baby-Ernährung

  • Ist Ihr Baby vier bis sechs Monate alt, wird es Zeit für die erste Beikost, weil sein Nährstoffbedarf steigt. So gehen Sie bei der Einführung von Beikost vor:
  • Geben Sie nur alle drei bis vier Tage ein neues Nahrungsmittel dazu. Beobachten Sie Ihr Kind genau, ob es Ausschlag bekommt oder sich vermehrt kratzt. Es könnten auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und/oder Bauchschmerzen auftreten. Eine detaillierte Anleitung für die ersten Wochen finden Sie in Tabelle 1.
  • Beginnen Sie mit Nahrungsmitteln, die bekanntermaßen gut verträglich sind und selten Allergien auslösen. Einen Überblick, ab welchem Monat welche Nahrungsmittel für Ihr Baby geeignet sind, gibt Ihnen Tabelle 2.
  • Geben Sie Ihrem Baby neue Nahrungsmittel anfangs immer in gekochter Form, niemals roh!

  • Beginnen Sie bei Einführung eines neuen Nahrungsmittels zunächst mit wenigen Löffelchen zur Mittagsmahlzeit. Anfangs genügen pro Mahlzeit 50 Gramm. Wird das Nahrungsmittel vertragen, können Sie auf 150 bis 200 Gramm steigern, je nach Appetit Ihres Babys.
  • Traten in den ersten sechs Monaten bei Ihrem Baby keine Anzeichen einer allergischen Erkrankung auf und gibt es keine Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis in der Familie, können Sie nach dem Abstillen langsam auf kuhmilchhaltige Säuglingsnahrung umzustellen.
  • Geben Sie Ihrem Baby anfangs Reis-, Hafer- oder Hirsebrei. Bereiten Sie den Brei mit Kuhmilch zu, sofern bei Ihrem Baby keine Milchallergie besteht. Als Alternative können Sie einen wohlschmeckenden, leider aber relativ süßen Brei aus Reis und Johannisbrotkeimen geben, der weder Soja noch Kuhmilch enthält. Dieser ist unter dem Namen Sinlac® in Apotheken und Drogerien erhältlich (650 Gramm für 13,55 €).
  • Als Fett können Sie Raps-, Distel-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl verwenden. Als milcheiweißfreies Streichfett bei Milchallergie ist z. B. Margarine von Vitaquelll geeignet (erhältlich im Reformhaus).
  • Als Getränk eignet sich für Babys am besten stilles oder kohlensäurearmes Mineralwasser. Auch ungesüßter Tee, z. B. Fencheltee, oder milde Obstsäfte können gegeben werden. Säfte bitte immer mit Wasser verdünnt geben, auf Mehrfruchtsäfte verzichten. Achtung: Zuviel Obst oder Obstsaft kann durch die enthaltene Fruchtsäure Ausschlag oder Juckreiz auslösen.
  • Falls Sie Fertiggläschen oder Tiefkühlprodukte verwenden, lesen Sie bitte die Zutatenliste genau durch! Die Produkte sollten frei von Zusätzen wie Gewürzen sein.
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Beikost-Plan für eine gesunde Baby-Ernährung

In unseren Übersichtstabellen haben wir für Sie einen Beikost-Plan für die ersten Wochen zusammengestellt und zeigen Ihnen, welche Nahrungsmittel als Beikost für eine gesunde Baby-Ernährung trotz Allergiegefährdung in Frage kommen.

Wichtig
Wird etwas nicht vertragen, geben Sie das betreffende Nahrungsmittel nicht mehr und warten Sie, bis die Beschwerden abgeklungen sind, bevor Sie ein anderes Nahrungsmittel ausprobieren.
Tabelle 1: Beikost-Plan für die ersten Wochen
BeikoststartBeginnen  Sie mit einem Gemüse, z. B. mit Kürbis (siehe Tabelle 2).
Kochen Sie das Gemüse nur mit etwas Wasser. Zum Pürieren können Sie ggf. noch ein wenig Wasser 
oder die verwendete Säuglingsmilch zugeben.
nach 3-4 TagenWird das erste Gemüse gut vertragen, geben Sie Kartoffeln dazu.
nach 3-4 TagenGeben Sie nun einen Teelöffel Fett an 100 Gramm Gemüse, z. B. Rapsöl.
nach 3-4 TagenBeginnen Sie mit Obst, etwa reifer Birne oder abgelkagertem süßen Apfel (meist gut verträglich: Boskop).
Kochen Sie aus dem Obst ein Kompott oder Mus. Lediglich Banane dürfen Sie roh (nicht als erstes Obst!)
geben, jedoch bitte gut schaumig schlagen.
nach 3-4 TagenGeben Sie Ihrem Kind jetzt einen Getreidebrei aus Reis- oder Hirseflocken, anfangs nicht mehr als 120 bis 160
Gramm. Bereiten Sie den Brei wie auf der packung angegeben zu.
nach 3-4 TagenWurde bisher alles vertragen, beginnen Sie mit gekochtem und püriertem Fleisch (Geflügel, Rind oder Lamm).
Geben Sie die ersten Male nur 10 Gramm pro Mahlzeit und steigern Sie langsam auf 30 bis 50 Gramm

Tabelle 2: Nahrungsmittel für den Beikost-Aufbau, die auch von allergiegefährdeten Babys gut vertragen werden
Lebens-
mittelgruppe
ab Beginn
des 5. Monats
ab Beginn
des 6. Monats
ab Beginn
des 7. - 8. Monats

 

GemüseKürbis,
Pastinake,
Kartoffel,
Brokkoli,
Zucchini,
Blumenkohl

Fenchel,
Frühkarotte,
Batate,
Kohlrabi,
Zuckermais,
Spinat,
Mangold,
Spargel,
grüne Bohne,
Steckrübe,
Gurke,
Blattsalat

grüne Erbse,
rote Linse,
Aubergine
Obstreife Birne,
süßer
(möglichst
etwas abgela-
gerter) Apfel
Banane,
Aprikose,
Pfirsich (beides
gut reif!),
Blaubeeren
Wasser,
Honigmelone,
Trauben,
Mango,
Papaya
GetreideReis,
Hirse,
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Weizen,
Dinkel,
Grünkern,
Roggen,
Mais
FleischGeflügel,
Rind, Kalb,
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Kommentare zu "Beikost für Babys mit Allergierisiko"

  • Anonym schreibt am 20.05.2008

    habe ich instinktiv so gehandhabt, allerdings hat mein baby sehr sehr harten stuhl. kann das mit allergierisiko zusammenhängen? seit gabe von 1. beikost, davor flüssig! ich gebe momentan 150g zucchini-kartoffel brei (2:1) mittags, relativ flüssig mit ca. 10g fett. am nachmittag 10g reisflocken + 60ml Wasser + 1TL Öl + 50g Birne oder Apfel. er trinkt muttermilch sooft er braucht, manchmal etwas wasser oder fencheltee.
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