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Familie mit zwei Kindern beim frühstücken
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4 „gesunde“ Nahrungsmittel, die schädlich für Ihr Kind sein können

Für Sie aufgedeckt!

Lebensmittel, die anscheinend gesund sind, aber dennoch schädlich sein können: Gibt’s das überhaupt? Ich muss Ihnen sagen: leider ja. Achten Sie bei Ihrem nächsten Gang durch den Supermarkt doch mal darauf, wie viele „gesunde“ Lebensmittel Ihnen hier sozusagen „entgegenspringen“.  

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Doch das, was augenscheinlich von der Industrie als „gesund“ angepriesen wird, ist bei genauerem Hinschauen alles andere als zu empfehlen. Im Gegenteil: Bei einem Zuviel davon können diese Lebensmittel Ihrem Kind sogar schaden. Ich habe mich auf den Weg in den Supermarkt gemacht und für Sie fünf Lebensmittel herausgesucht, die als besonders gesund beworben werden oder die ein besonders gesundes Image haben und sehr oft von Kindern gegessen werden.

1. Müsliriegel: Zuckerbomben

Müsli-, Energie- oder Früchteriegel – es ist beinahe egal, zu was Sie greifen. Sie enthalten allesamt vor allem eines: viel zugesetzten Zucker in Form von Haushaltszucker, Honig oder Fruchtzucker. Schauen Sie sich doch so eine Verpackung mal genauer an. Sie werden staunen, hinter wie vielen verschiedenen Namen sich Zucker versteckt. GlucoseFructose-Sirup, Maissirup oder Malto - dextrin – alles ist Zucker. So kommt es, dass in einem herkömmlichen Müsliriegel 16 Gramm Zucker enthalten sein können – das ist schon etwa ein Drittel der empfohlenen täglichen Zuckerdosis!

Mein Tipp

Als Energielieferant für zwischendurch passt Obst am besten. Oder Sie probieren einen selbst gemachten Müsli- bzw. Früchteriegel. Das geht ganz schnell und einfach, Sie können selbst die Süße bestimmen und außerdem ganz nach dem Geschmack Ihres Kindes vorgehen.

Hier ein Rezept für einen selbst gemachten Müsliriegel, Sie benötigen: je 8 g Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Buchweizen und Leinsamen, 50 g Müsli ohne Früchte (oder nur Haferflocken), ½ Teelöffel Zimt, 30 g flüssiger Honig, ½ Esslöffel Rapsöl

 

  • Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen, auf das Backblech geben und im Ofen etwa 25 Minuten bei 175 Grad backen. Ab und zu umrühren, um die Masse von allen Seiten her zu rösten.
  • Aus dem Ofen nehmen und glatt streichen. Auskühlen lassen und erst dann in Riegel brechen.

 

2. Abgepackter Salat: Keimschleuder

Grundsätzlich ist Salat sehr gesund – fix und fertig geschnittener und gewaschener Salat beschleunigt zudem die Zubereitung. Aber Achtung: Viele dieser Salate sind mit zu viel Keimen und auch Schadstoffen belastet! Das zeigen immer wieder Messungen, so auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Werden die Werte für Hefen und Schimmelpilze überschritten, können gerade empfindliche Menschen oder Kinder mit Magen Darm-Problemen zu kämpfen haben.

Mein Tipp

Schnippeln Sie den Salat doch lieber selbst. Es ist zwar etwas zeitaufwändiger, doch können Sie hier sicher sein, dass Ihre Familie keine mikrobiellen Keime mitisst. Weitere Alternative: Kaufen Sie den abgepackten Salat einige Tage vor dem Verzehrdatum, verwenden Sie ihn gleich und waschen Sie ihn selbst noch einmal gründlich.

3. Frühstückscerealien: Mogelpackungen

Gerade frühmorgens, wenn es schnell gehen muss, sind Frühstückscerealien wie Schokopops, Smacks & Co. eine Versuchung. Rein in die Schüssel, Milch dazu – fertig. Doch was unseren Kindern in der Werbung als gesundes und ausgewogenes Frühstück angepriesen wird, ist alles andere als gesund. Cerealien enthalten nämlich eines in großen Mengen: Zucker. Und der macht auf Dauer und im Übermaß genossen nicht nur zu dick, sondern auch krank. Übrigens: Auch Knuspermüslis und Crunchys haben mit gesundem Frühstück nicht mehr sehr viel gemein.

Mein Rezept-Tipp

Greifen Sie zu Müslis ohne Zucker. Wenn es Ihre Kinder gerne knusprig mögen: Nehmen Sie fertiges zuckerfreies Müsli oder auch nur Haferflocken, und fügen Sie Zutaten nach Wahl (Nüsse, Kokosflocken, Kakao, etwas Honig oder Ahornsirup) hinzu. Machen Sie Ihre Auswahl anschließend selbst „crunchy“, indem Sie Ihre Kreation einfach 25 Minuten in den Backofen stellen. Noch eine Möglichkeit, wenn Ihr Kind gar nicht ohne die zuckerhaltigen Cerealien auskommt: Mischen Sie diese nach und nach immer mehr mit zuckerfreiem normalen Müsli.

4. Fruchtsaft

Fruchtsaft kann gleich aus zwei Gründen schädlich sein. Auch wenn Sie Ihrem Kind 100-prozentigen Fruchtsaft geben, enthält er viel Zucker. Zwar ist das Fruchtzucker, aber trotzdem sind in einem 0,2-Liter-Glas reinen Orangensafts etwa 16 Gramm (Frucht-)Zucker enthalten. Das sind 4 bis 5 Stück Würfelzucker. Zusätzlich enthält Fruchtsaft wie etwa Orangensaft eine ordentliche Menge an Säure, die den Zahnschmelz Ihres Kindes angreift.

Mein Tipp

Achten Sie auf gewissenhafte Zahnpflege, und verwenden Sie reinen Fruchtsaft nicht als Durstlöscher. Als Obstersatz ist ein kleines Glas (150 ml) 100-prozentiger Fruchtsaft pro Tag in Ordnung.

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