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Junge sitzt vor Fastfood und gesundem Essen
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ADHS: Welche Nährstoffe Ihrem Kind sanft helfen

Iss dich gesund!

Ist auch Ihr Kind ein kleiner Zappelphilipp, der einfach nicht sitzen bleiben will und sich mit der Konzentration schwer tut? Auch wenn der Alltag nicht immer einfach ist: Sie sind damit nicht allein. Immer mehr Kindern und Jugendlichen wird eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADH) bescheinigt, und noch immer ist sich die Wissenschaft nicht ganz klar darüber, was zu den Auslösern zählt und was nicht. Ich werde Ihnen hier erklären, welche Rolle die Ernährung bei ADHS spielt. Außerdem erfahren Sie, welche Nährstoffe und Lebensmittel Ihrem Kind in diesem Fall gut tun. 

Expertenrat von 
Dr. Astrid Laimighofer, Ernährungswissenschaftlerin, Dipl. Kindergesundheitstrainerin, Co-Autorin und Gutachterin "Mein Kind - fit & gesund!"

Wurden bis voreinigen Jahren Zucker und Phosphat als mögliche Auslöser erachtet, werden diese Stoffe mittlerweile nicht mehr als Verursacher angesehen. Neuere Studien weisen darauf hin, dass insgesamt die westliche Ernährung mit

  • viel Fleisch,
  • Frittiertem wie Pommes oder Chips,
  • Softdrinks sowie
  • häufigem Fastfood

das Risiko für ADHS bei Kindern und Jugendlichen erhöht. Diskutiert wird als Auslöser in diesem Zusammenhang eine zu geringe Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und verschiedenen Mikronährstoffen. Außerdem nehmen Kinder, die sich vermehrt wie oben beschrieben ernähren, gleichzeitig eine große Menge an Farbstoffen zu sich. Besonders diese stehen in dem Verdacht, die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Diese Nährstoffe verbessern die Symptomatik

1. Omega-3-Fettsäuren – für reibungslosen Informationsfluss

Als Bestandteil der Membranstrukturen sind sie besonders wichtig, damit die Informationen im Gehirn reibungslos fließen können. Die meisten von uns nehmen noch immer zu viel ungünstige gesättigte Fettsäuren und viel zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich. Doch gerade bei diesen Fettsäuren gibt es sehr viele Studien, die darauf hindeuten, dass eine ausreichende Versorgung damit positive Auswirkungen auf das Verhalten bei ADHS hat.

Viele „gute“ Fettsäuren finden Sie in den fetten Fischen wie Makrele, Hering und Lachs, aber auch Walnüsse, Walnussöl, Leinöl sind ergiebige Quellen.

Mein Tipp:

Fisch mögen viele Kinder nicht so gerne. Packen Sie daher Ihrem Kind eine kleine Handvoll Nüsse in die Pausenbox, streuen Sie Samen über den Salat, oder mischen Sie die wertvollen Kern eins Müsli

       Studie beweist: Pommes, Burger und Pizza beeinflussen den IQ Ihres Kindes

2. B-Vitamine – garantieren die Informationsübertragung

Ganz besonders zu nennen sind hier Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12. Ihre Bedeutung liegt im gesamten Neurotransmitter-Stoffwechsel des Gehirns. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die die Informationen von einer Gehirnsynapse zur nächsten optimal übertragen. Sind ausreichend B-Vitamine vorhanden, können auch genügend Neurotransmitter gebildet werden. Außerdem sind sie wichtig für die Konzentration und die Gedächtnisleistung.

Viel B-Vitamine finden sich in grünem Blattgemüse wie Salat, Spinat oder Mangold sowie in Vollkorngetreide und Kartoffeln, aber auch in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milch und Eiern. Insbesondere das Vitamin B12 ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten.

Mein Tipp:

Lehnt Ihr Kind Fleisch ab, sollteesauf alle Fälle Eier oder Milchprodukteessen. So können Siesicher sein, dass es ausreichend B-Vitamine – insbesondere das Vitamin B12 – zu sich nimmt.

3. Zink – garantiert den reibungslosen Ablauf zahlreicher Stoffwechselvorgänge

Gerade mit diesem Spurenelement sind ADHS-Kinder oft mangelhaft versorgt. Das ergaben verschiedenste Studien aus Israel, Türkei und Polen. Zink ist als Bestandteil zahlreicher Enzyme für viele Stoffwechselvorgänge wichtig. Unter anderem ist es daran beteiligt, dass das Vitamin B6 überhaupt in die Zellen geschleust werden kann. Zinkreiche Lebensmittel sind insbesondere Sesam, Kürbiskerne, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Vollkorngetreide.

Mein Tipp:

Probieren Sie doch mal Sesam im Müsli, oderverwenden Sie Sesam anstatt Semmelbrösel für die unterschiedlichsten Bratlinge. Das schmeckt dann wunderbar nussig.

4.Eisen – der Sauerstoff für das Gehirn

Eisen versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und ist unabdingbar, wenn es um das Konzentrationsvermögen geht. Außerdem wird es für verschiedenste Enzyme benötigt, die im Gehirnstoffwechseleine Rolle spielen. Mehrere Studien legen nahe, dass bei Kindern, die zusätzlich Eisen bekamen, die ADHS-Symptome besser wurden als bei denen, die nur einen wirkungslosen Placebo erhielten. Viel Eisen finden Sie in rotem Fleisch, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie Rote Bete, Hirse, Amaranth, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

Mein Tipp:

Geben Sie etwas Vitamin-C-reichen Saft zu pflanzlichen Eisenlieferanten. Dann nimmt es der Körper Ihres Kindes besser auf.

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