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Ostereier

Alles rund ums Ei: Was Sie zu Ostern über Eier wissen sollten

Ostereier: Das müssen Sie wissen

Jetzt haben Eier wieder Hochkonjunktur. Sie liefern viele wertvolle Nährstoffe, doch gilt speziell für die Kleinsten: Weniger ist mehr! Was Sie rund ums Osterei sonst noch wissen sollten, verrät Ihnen dieser Beitrag. 

Expertenrat von 

Eier enthalten neben hochwertigem Eiweiß die Mineralstoffe Eisen und Kalzium sowie die Vitamine A, D, E und K. Doch trotz der „inneren Werte“ sollten Babys erst nach dem ersten Geburtstag Eier bekommen, da diese nicht selten Allergien auslösen.

Ein Ei pro Woche ist genug!

Kleinkinder dürfen – als Faustregel – nach dem ersten Geburtstag ein Ei pro Woche bekommen, nach dem zweiten dürfen es auch zwei sein. Doch die hat man schneller zusammen, als man denkt! Pfannkuchen, Rühr- und Spiegeleier, Waffeln und Aufläufe mit Eiermilch sollten deshalb nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Zu Ostern dürfen Sie Ihrem Kleinkind auch mal zwei oder drei Ostereier pro Woche genehmigen.

Lieber hart als weich gekocht

Eier können mit Salmonellen belastet sein, sowohl innen als auch auf der Schale. Diese Bakterien lösen schwere Durchfälle aus, und Kleinkinder sind ganz besonders gefährdet. Salmonellen werden erst bei Temperaturen über 70 Grad Celsius sicher abgetötet. Unbedenklich sind Eier, wenn sowohl das Eiweiß als auch der Dotter fest sind. Lediglich weich gekochte Frühstückseier stellen also eine Infektionsgefahr dar. Am besten halten Sie sich an folgende Richtwerte fürs Eierkochen:

  • Frühstückseier mindestens sieben Minuten kochen oder
  • Eier fünf Minuten pochieren oder
  • Spiegeleier auf beiden (!) Seiten je drei Minuten braten.

Achtung: Selbst zubereitete Speisen (oder Speisen im Restaurant!) können rohe Eier enthalten. Dazu zählen Majonäse und damit zubereitete Salate, Tiramisu, Pudding, Sauce Hollandaise, Eis oder Cremespeisen. Sie sind nicht geeignet für Kleinkinder. Industriell gefertigte Produkte sind hingegen unbedenklich.

So lesen Sie den Eier-Code

Jedes Ei muss einen Stempel tragen, der Ihnen einiges verrät.

  • Die erste Zahl auf der Schale kennzeichnet die Art der Hühnerhaltung: Die 0 steht für ökologische Erzeugung, die 1 für Freilandhaltung, die 2 für Bodenhaltung und die 3 für Käfighaltung.
  • Die Buchstabenkombination zeigt an, aus welchem Land das Ei kommt. DE steht z. B. für Deutschland, NL für die Niederlande und IT für Italien.

Die nachfolgenden Zahlen geben genau an, aus welchem Bundesland und von welchem Legebetrieb das Ei stammt. Einen Code-Schlüssel finden Sie z. B. unter www.was-steht-auf-dem-ei.de.

Bio ist erste Wahl

Bio-Eier haben einen etwas blasseren Dotter. Das ist jedoch kein Mangel, sondern ein Vorteil! Denn konventionell gehaltene Hühner bekommen mit Farbstoffen angereichertes Futter, damit der Eidotter auch wirklich schön dottergelb ist. Problematisch ist z. B. der Farbstoff Canthaxanthin, der in größeren Mengen die Netzhaut des Auges schädigen kann.

Ostereier richtig kochen

  • Kaufen Sie nur Eier mit glatter und unbeschädigter Oberfläche. Das Ei darf keine Dellen und Risse haben. Kleinere Eier haben meist eine dickere Schale.
  • Bis zum Färben und auch danach sollten Sie die Eier am besten im Kühlschrank aufbewahren.
  • Kochen Sie Ostereier zehn Minuten lang hart.
  • Ostereier nicht abschrecken! Durch das Abschrecken gelangen mit dem Wasser auch Bakterien ins Ei und können sich dort vermehren. Abgeschreckte Eier sind daher nur wenige Tage haltbar. Ohne Abschrecken können Eier bis zu drei Wochen gelagert werden.
  • Wenn Sie die gefärbten Eier mit einer Speckschwarte einreiben, bekommen sie einen schönen Glanz und sind länger haltbar, weil das Fett die Poren verschließt.

Schöne bunte Ostereier: Achtung, Allergie!

Die im Handel erhältlichen Färbetabletten für Eier bestehen aus Lebensmittelfarbe und sind prinzipiell gesundheitlich unbedenklich. Allergiker können allerdings manchmal darauf reagieren. Die chemischen Azofarbstoffe wie Azorubin (rot, E 122), Tartrazin (gelb, E 102), Brillantschwarz (E 151) und Chinolingelb (E 104) können Hautrötungen, Juckreiz oder auch einen Asthma-Anfall auslösen.

Selbst färben mit Naturfarben

Naturfarben färben im Allgemeinen nicht so grell wie künstliche Farben. Es empfiehlt sich, eine kleine Menge Pottasche vorrätig zu halten. Manche Eier nehmen damit die Farbe besser an.

Wenn Sie die Eier zehn Minuten lang jeweils in folgendem Sud aus einem halben Liter Wasser garen, erhalten Sie unterschiedliche Farbtöne:

  • 30 Gramm Birkenblätter, 10 Gramm gepulverte Curcumawurzel oder sechs Esslöffel Johanniskraut tönen hellgelb (eventuell einen halben Teelöffel Pottasche zugeben).
  • Rooibos-Tee färbt, je nach Dauer, die Eier von erdigem Gelb bis zu kräftigem Orange.
  • 20 Gramm Gelbwurz färben sonnengelb.
  • 30 Gramm grüner Matetee tönen lindgrün, ebenso Spinat.
  • Mit roten Früchtetees können Sie helle Lilatöne zaubern.
  • 20 Gramm getrocknete Heidelbeeren, aber auch Rote-Beete oder Blaubeersaft ergeben einen violetten Farbton.
  • Holundersaft gibt ein schönes Blau.
Mein Tipp:

Für das Färben sollten Sie möglichst alte Emaille- Töpfe oder Weckgläser nehmen, da Farbreste oft schlecht zu entfernen sind. Wenn Sie Naturfarben lieber fertig kaufen, bekommen Sie diese in Naturkostläden (z. B.Auro Ostereierfarben oder Living Colors Eiermalfarben von Heidelberger Naturfarben). Scharlach tritt vor allem zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr auf, gehäuft in der kalten Jahreszeit (Oktober bis März).

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Kommentare zu "Alles rund ums Ei: Was Sie zu Ostern über Eier wissen sollten"

  • Martina schreibt am 09.04.2014

    Dass weichgekochte Eier nach wie vor salmonellengefährdet sind, war mir gar nicht so bewusst und dass abgeschreckte Eier nur 1 Woche haltbar sind, war mir auch unbekannt. Die Ideen für natürliche Farben werde ich dieses Jahr einmal ausprobieren. Ein wirklich toller Artikel!
    Ich bin bereits seit einiger Zeit von Supermarkt- auf freilaufende Bauern-Eier umgesteigen: Sie schmecken einfach viel kräftiger und sind weniger belastet. Zwar sind hier oft nur kleinere Mengen verfügbar, aber etwas Geduld und Planung lohnen sich.

    Etwas Hintergrundwissen zu Ostern gibt es übrigens hier kurz zusammengefasst und leicht verdaulich: http://www.regiondo.de/magazine/ostern-wie-der-osterhase-zum-ei-kam/
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