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Kind an der Hand nimmt die Süßigkeiten von den Händen ihrer Mutter
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Großer Test: Stecken Sie in der „Eltern Glücks-Falle“?

Ernährungspsychologie

Wer kann als Mutter oder Vater schon Nein sagen? Wir lieben das Lachen unserer Kinder, wenn wir sie mit „Süßem“ oder „Leckerem“ für einen kleinen Moment glücklich machen können. Und bei jedem Genuss denken wir: „Ab und zu mal was Ungesundes kann ja nicht schaden.“ Doch ich muss Ihnen sagen: Leider bleibt es nicht bei „ab und zu“, sondern Ihr Kind gewöhnt sich extrem schnell an die verführerischen Zucker Bomben. Ob Sie schon tief in der „Eltern-Glücks-Falle“ stecken, verrät Ihnen der folgende Selbst-Test. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen. Wählen Sie die Antwort, die auf Ihre Familie jeweils am ehesten zutrifft.

1. Wie oft bekommt Ihr Kind Süßigkeiten?

  • mehrmals am Tag (a)
  • einmal am Tag (b)
  • gar nicht (c)

2. Hat Ihr Kind freien Zugang zu Süßigkeiten?

  • ja, im Kinderzimmer (a)
  • Nein, es muss immer(!) fragen, wenn es etwas haben möchte. (c)
  • Es gibt eine Süßigkeitenschublade, die (nach Absprache) für alle zugänglich ist. (b)

3. Geben Sie Ihrem Kind Süßes zur Belohnung?

  • ja, ab und zu (a)
  • nur zu besonderen Anlässen (b)
  • nie(c)

4. Wenn Ihr Kind im Supermarkt lange genug quengelt ...

  • ... bekommt es etwas Süßes. (a)
  • ... kaufe ich aus Prinzip nichts. (c)
  • ... gebe ich ab und zu nach. (b)

5. Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Kind Süßes geschenkt bekommt?

  • Süßes wird von uns Eltern aufbewahrt, und das Kind darf sich in Abspracheetwas nehmen. (b)
  • Ich kommuniziere, dass mein Kind keine Süßigkeiten essen darf. (c)
  • Es darf alles aufessen; es sind ja seine Süßigkeiten. (a)

6. Zu Ausflügen oder zur Schulpause ...

  • ... bekommt mein Kind immer nur Obst und keine Süßigkeiten. (c)
  • ... gibt es Müsliriegel oder Milchschnitte. (a)
  • ... gibt es (ab und zu) eine kleine Süßigkeit im Mini-Format.

Auswertung: Wie oft haben Sie(a), (b) oder (c) gewählt? Zählen Sie zusammen.

Am häufigsten (a) angekreuzt:

Sie sehen es wirklich etwas zu locker mit den Süßigkeiten. Als Faustregel gilt: Maximal eine Süßigkeit pro Tag ist erlaubt. Mehr ist nicht gut für Ihr Kind.

Sonst kann es passieren, dass sich Ihr Kind unbewusst an die Zucker-Bomben gewöhnt. Zucker verursacht nicht nur Karies, er wird auch für Übergewicht und Diabetes im Kindesalter verantwortlich gemacht. Bitte achten Sie darauf: Denn insbesondere jüngere Kinder sind noch nicht fähig, die Verantwortung für Ihre Ernährung selbst zu übernehmen.

Am häufigsten (b) angekreuzt:

Sie verhalten sich in der Regel vorbildlich und haben den Süßigkeiten-Konsum Ihres Kindes unter Kontrolle. Das ist auch wichtig, denn Kinder sind noch nicht in der Lage, sich dem Impuls, nach Süßem zu greifen, erfolgreich zu widersetzen. Ganz verbieten sollten Eltern Schokolade & Co. aber nicht, sonst werden die Leckereien für Ihr Kind erst so richtig begehrenswert. Daher gibt es bei Ihnen auch ab und zu die berühmte Ausnahme. Alles richtig gemacht!

Am häufigsten (c) angekreuzt:

Verbote sind nötig und wichtig – vor allem wenn es um Zucker und die Gesundheit Ihres Kindes geht. Sie bergen aber auch eine Gefahr, besonders wenn sierigoros durchgesetzt werden: Sie machen die Süßigkeiten erst so richtig interessant. Sie kennen ja sicher den Reiz des Verbotenen, oder? Schließlich haben Generationen von Eltern ungewollt den Cola-Konsum unterstützt, weil sie Ihren Kindern den übersüßten Softdrink strikt verboten haben. Drücken Sie also auch mal ein Auge zu. Sonst können Sie davon ausgehen, dass Ihr Kind über kurz oder lang (wenn Sie nicht dabei sind) erst recht zuschlägt.

The Sweet of the day

Ich finde: Eine Süßigkeit (in der Größe einer Kinderhand) pro Tag sollte erlaubt sein – ob ein paar Gummibärchen, ein Eis oder ein kleiner Riegel Schokolade.

Die Kinder lernen dabei zwei Dinge:

1. Süßigkeiten verlieren den Reiz des Verbotenen, weil sie ja alltäglich sind. Es schadet uns nicht, wenn wir sie in Maßen genießen.

2. Kinder entscheiden selbst, was und wann sie naschen. Das ist eine gute Übung für das Erwachsenenalter. Und Sie als Eltern ersparen sich unnötige Streitereien.

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