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Kleiner Junge starrt auf verschiedene Gemüsesorten vor sich
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7 Tipps, wie Sie kleine Gemüse-Rebellen überzeugen

Für Sie aufgedeckt!

Salat? Pfui! Spinat? Igitt! Pilze? Eklig! Viele Eltern kennen den Frust beim Essen mit ihren Kindern nur allzu gut. Geht es Ihnen auch so? Mit Erklärungen, warum Gemüse so gesund ist, kommen Sie bei den meisten Kindern nicht weit. Das weiß auch der Lebensmittelkonzern Maggi und hat ein neues „fix & frisch-Gericht“ auf den Markt gebracht. Ich habe mir das Produkt und vor allem die Zutatenliste mal genauer angesehen. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Verzichten Sie auf Instant- Pulver

Der Werbespot von Maggi verspricht viel: „Wie überzeugt man kleine Gemüse-Rebellen? Mit dem neuen Maggi Familien fix & frisch zaubern Sieleckere Gerichte mit viel Gemüse, die Ihren Kindern gut schmecken werden.“ Doch ich muss Sie leider enttäuschen. Mit frisch und gesund hat das Instant-Pulver leider wenig zu tun. Zwar kommen frische Zutaten hinzu, doch um beispielsweise Pasta mit Brokkoli und Hackfleisch zuzubereiten, brauche ich keines der folgenden Zutaten:

„Stärke, Jodsalz, Weizenmehl, Gewürze (Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Paprika, Koriander, Senfkörner, Kurkuma, Sellerie, Chili, Bockshornklee, Liebstöckel, Kreuzkümmel, Lorbeer, Ingwer, Kümmel, Dill), Sonnenblumenöl, Hefeextrakt, Molkenerzeugnis, Emulgator Lecithine, geräuchertes Speckfett (Speck, Rauch), Thymian, Milcheiweiß, Zucker, Glukosesirup, Aromen (mit Milch)“

Dieses Sammelsurium an Zusatzstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern (Hefeextrakt ist nichts anderes als Glutamat) können Sie auch durch die Zugabe von 300 g TK-Brokkoli und zwei Karotten nicht ausgleichen. Besser ist, Sie versuchen Ihr Kind mit leckeren Rezepten und ein paar meiner Tricks zum Gemüse - essen zu bewegen – ganz ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe.

Meine besten Tipps bei Gemüse-Verweigerern

Tipp Nummer 1: Punkten Sie mit Rohkost

Die meisten Kinder mögen kein Gemüse, das ist nun mal so. Studien haben aber gezeigt, dass sie häufiger zugreifen, wenn Karotten, Sellerie oder Kohlrabi im rohen Zustand angeboten werden. Servieren Sie also häufiger mal eine Rohkostplatte zum Abendessen, und packen Sie immer ein paar Gemüse-Sticks in die Lunchbox Ihres Kindes

Tipp Nummer2: Verstecken Sie Gemüse

Kleine Gemüse-Verweigerer merken oft gar nicht, wenn Sie noch ein paar Zusatzmöhren in der Suppe pürieren oder die geliebte Pizza mit frischen Tomatenscheiben aufwerten. Auch ein Auflauf mit reichlich selbst gemachter Tomatensauce wird von vielen Kindern besser akzeptiert als ein Tomatensalat.

Tipp Nummer 3: Denken Sie an die eigene Kindheit

Mal ehrlich: Haben Sie als Kind Kohl gemocht? Oder Wirsing? Wahrscheinlich nicht! Das hat auch einen einfachen Grund: Blattgemüse und auch Kohl schmecken leicht bitter und werden deshalb von den meisten Kindern strikt abgelehnt. Mit dem Alter verändert sich aber das Geschmacksempfinden, und Ihr Kind wird spätestens dann auch gerne mal probieren.

Tipp Nummer 4: Je bunter, desto besser

Ihr Kind mag keine Tomaten? Und auch keinen Brokkoli? Nicht weiter schlimm. Es gibt sicher ein paar Gemüsesorten, die es gerne mag. Was auch immer es ist: Sorgen Sie dafür, dass immer genügend davon im Haus ist. Die restliche „Farbpalette“ und die unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffe decken Sie ab, indem Sie das Gemüse in kleinen Mengen, beispielsweiseeinem Smoothie oder einer Suppe, untermixen. Die Lieblings-Gemüsesorte sollte aber immer im Vordergrund stehen.

Tipp Nummer 5: Bleiben Sie gelassen

Der Spaß am gemeinsamen Essen sollte nicht verloren gehen. Beziehen Sie Ihr Kind mit ein. Gehen Sie auf den Wochenmarkt, und lassen Sie es Gemüse aussuchen, das vielleicht sogar Sie noch nicht kennen. Kochen Sie zusammen, überlegen Sie ein Rezept und decken Sie den Tisch – all das zeigt Ihrem Kind, dass (Gemüse-)Essen Freude macht.

Tipp Nummer 6: Nicht zu aufwändig

Immer wieder lese ich, wie Eltern versuchen, ihr Kind mit schmuckvollen Verzierungen und Schnitzereien zum Gemüseessen bewegen zu wollen. Doch ich bin mir ganz sicher: Kinder spüren, wenn Eltern sie austricksen wollen. Solche aufwändigen Dekorationen sind nur dann sinnvoll, wenn Mütter oder Väter das gern und mit Liebe machen. Ein absoluter Gemüse-Muffel wird eine Tomate auch dann nicht essen, wenn sie als niedlicher Marienkäfer „verkleidet“ ist.

Tipp Nummer 7: Holen Sie sich Unterstützung

Manchmal kann es helfen, Freunde Ihrer Kinder zum Essen einzuladen. Denn Kinder tauschen ihre Vorbilder immer wieder selbst aus. Mal sind es die Eltern, mal die gleichaltrigen Freunde oder die Geschwister, bei denen sie sich Vor lieben für bestimmtes Essen abschauen können.

Gemüse-Hitparade von Kindern

1. Rahmspinat

2. Karotten

3. Tomaten

4. Gurke

 

 

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