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Dicker Junge
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Hilfe, mein Kind hat Übergewicht

Familie in Form

Der Notfall-Plan, wenn alle bisherigen „Abnehm-Maßnahmen“ nicht geholfen haben. Übergewicht im Kindes- und Jugendalter ist heutzutage leider keine Seltenheit mehr: Etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut KIGGS-Studie des Robert Koch-Instituts übergewichtig, ein Drittel davon sogar so stark, dass man von Adipositas (also Fettleibigkeit) sprechen kann. Haben Sie das Gefühl, dass auch Ihr Kind zu dick ist? Dann sprechen Sie zuerst mit Ihrem Kinderarzt, ob dies tatsächlich der Fall ist (siehe auch in der Märzausgabe auf Seite 3, BMI-Check). Um Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Gefäßveränderungen oder Diabetes zu verhindern, sollten Eltern ihr übergewichtiges Kind unbedingt beim Abnehmen unterstützen  

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Weil das aber nur gemeinsam mit der ganzen Familie funktioniert, erkläre ich Ihnen, wie Siemögliche Ursachen für die Gewichtsprobleme Ihres Kindes jetzt schnell erkennen und es gleichzeitig für eine gesunde Ernährungsweise begeistern können.

Ihr Kind ist tatsächlich zu dick? Dann ist die ganze Familie gefragt. Eltern sollten ihrem Kind ein Vorbild sein. Finden Sie mit diesem Test heraus, was Sie an Ihren familiären Ernährungsgewohnheiten ändern sollten.

Test: Welcher Ess-Typ ist Ihre Familie?

1. Welche Rolle spielt das Essen in Ihrer Familie?

Hauptsache, alle werden satt. (b)

Die gemeinsamen Mahlzeiten sind uns sehr wichtig. (c)

Das Essen soll gesund sein und schmecken. (a)

2. Wie viele Mahlzeiten gibt es bei Ihnen am Tag?

Meistens drei, zwischendurch naschen die Kinderetwas. (a)

Feste Mahlzeiten gibt es nicht: Jeder isst, wenn er Hunger hat. (b)

Drei: morgens, mittags und abends. (c)

3. Wie oft sitzt die ganze Familie gemeinsam am Tisch?

Nur am Wochenende. (b)

Mehrmals am Tag. (a)

Einmal am Tag. (c)

4. Wie ist die Stimmung am Tisch?

Gestresst und angespannt. (c)

Wir genießen das Essen zusammen. (a)

Chaotisch: Jeder kommt, wann er will, und isst, was er möchte. (b)

5. Wird gegessen, was auf den Tisch kommt?

Ja, da bin ich eisern. (c)

Eigentlich schon. Wenn jemand etwas partout nicht mag, muss er es nicht komplett aufessen, er sollte es aber zumindest probieren! (b)

Nein, das ständige Gemecker ist mir zu anstrengend. (a)

6. Was isst Ihr Kind (bzw. Ihre Kinder) zwischen den Hauptmahlzeiten?

Bei Obst, Gemüse oder Joghurt darf/ dürfen es/sie sich einfach bedienen. Bei allem anderen muss gefragt werden.

(c) Alles, was im Kühlschrank zu finden ist. (b)

Süßes und auch Knabberzeug. (a)

7. Wie oft kochen Sie selbst aus frischen Zutaten?

Zwei- oder dreimal in der Woche. (c)

Am Wochenende. (b)

Jeden Tag. (a)

8. Wie viel Zeit nehmen Sie sich für eine gemeinsame Mahlzeit?

Eine halbe Stunde in etwa. (c)

Wenn es die Zeit erlaubt, eine Stunde. (a)

15 Minuten reichen uns. (b)

9. Hat jemand in Ihrer Familie Gewichtsprobleme?

Ja, das liegt bei uns wohl in der Familie. (b)

Teils, teils: Einige sind normal, andere haben vielleicht ein bisschen zu viel auf den Rippen. (c)

Unser Kind (Unsere Kinder) ist (sind)ein bisschen pummelig. (a)

10. Haben Sie, Ihr(e) Kind(er) oder andere Familienmitglieder schon mal eine Diät ausprobiert?

Nein, das bringt doch nichts. (b)

Nicht wirklich. Trotzdem kämpfen wir mit unseren überschüssigen Pfunden. (a)

Ja, wir haben schon sämtliche Diäten ausprobiert. (c)

Auswertung: Zählen Sie zusammen, wie oft Sie (a),(b) und (c) angekreuzt haben.

Sie haben vorwiegend (a) angekreuzt:

Zu den Hauptmahlzeiten kommt bei Ihnen meistens etwas Vernünftiges auf den Tisch. Das ist auch gut so. Die Ursache für das Gewichtsproblem Ihres Kindes liegt wahrscheinlich an den Zwischenmahlzeiten: Der Schokoriegel in der Schulpause, der Kakao nach den Hausaufgaben oder das Eis beim Stadtbummel. Es sind die vielen kleinen Extrakalorien, die im Laufe des Tages zusammenkommen. Doch nicht nur das: Kinder, die ständig etwas nebenbei essen, verlieren irgendwann ihr natürliches Hungergefühl.

Das sollten Sie beachten: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Essenszeiten, an die sich alle(auch Sie!) zu halten haben. Dazwischen ist Essens- bzw. Knabberpause. Wer trotzdem Hunger hat, darf Obst oder Gemüseessen. Auch ein großes Glas Wasser stillt den ersten Heißhunger.

Sie haben vorwiegend (b) angekreuzt:

Von Diäten halten Sie nicht viel, und Sie sind der Ansicht, dass sich das Gewicht Ihres Kindes im Laufe der Jahre sicher noch auswächst bzw. auf Normalniveau einpendelt. Doch ganz so locker sollten Sie das nicht sehen. Sie tun Ihrem Kind damit keinen Gefallen. Das sollten Sie beachten: Auch wenn nicht alle Familienmitglieder mit ihrem Gewicht zu kämpfen haben: Ihr Kind wird nur nicht weiter zunehmen, wenn alle auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten – auch wenn es vielleicht schwerfällt, abends auf die Tüte Chips oder den Nachtisch zu verzichten. Nur wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen, wird Ihr Kind die Ernährungsumstellung akzeptieren.

Sie haben vorwiegend (c) angekreuzt:

Ihr Kind kämpft schon seiteiniger Zeit mit seinem Gewicht. „Kämpft“ ist der richtige Ausdruck, weil es schon in jungen Jahren zahlreiche Diäten hinter sich bringen musste – leider ohne großen Erfolg. Das liegt sicher daran, dass es sich dabei um sogenannte Crash-Diäten handelte, die aufgrund strenger Verbote den anschließenden Jo-Jo-Effekt begünstigen. Das sollten Sie beachten: Wichtig ist, dass Ihr Kind kein gestörtes Essverhalten entwickelt, sondern es langfristig umstellt. Nur so werden Sie den Kampf gegen die Pfunde gewinnen. Fangen Sie mit kleinen Schritten an, schließlich lassen sich eingefahrene Essgewohnheiten nicht von heute auf morgen ändern. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verschiedene kleine Ziele, die es auch erreichen kann: z.B. Wasserstatt Limonade trinken oder nur noch eine Süßigkeit pro Tag. So wird es die g

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