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Kleines Mädchen isst verschiedene Süßigkeiten
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Gesund naschen: Es muss nicht immer mit Zucker sein!

Gesunde Ernährung

Kinder lieben Süßes. In der heutigen Zeit gibt es durch die moderne Lebensmittelindustrie eine Riesenauswahl an Süßigkeiten: je bunter und knalliger, desto besser, jedoch auch desto schädlicher für die Gesundheit der Kinder. Denn bei diesen Süßigkeiten ist nicht nur viel Zucker im Spiel, auch schädliche Farb- und Zusatzstoffe sorgen für ein ebenso ansprechendes wie verführerisches Aussehen der Süßigkeiten. Welche gesunden Alternativen es zum Naschen für unsere Kinder gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dana Kümmeler, Heilpraktikerin

Schon seit Jahren wird vor übermäßigem Zuckerkonsum gewarnt, da langsam klar wird, welche schädlichen Auswirkungen ein zu hoher Zuckerkonsum hat (siehe Tabelle).

Zucker ist nicht gleich

Zucker Selbstverständlich ist nicht jeder Zucker schädlich für die Gesundheit. Natürlicher Fruchtzucker, wie er in Früchten, Gemüse oder vollwertigen Lebensmitteln wie Honig und Ahornsirup enthalten ist, ist für den Stoffwechsel sogar förderlich.

Häufiger Konsum von Zucker ist Stress für die Bauchspeicheldrüse

Zucker liefert Energie. Nach Genuss eines Schokoriegels oder anderer Süßigkeiten folgt sofort ein Wohlgefühl und das Gefühl, sich wieder besser konzentrieren zu können. Jedoch hält dieser Zustand nicht lange an. Häufiger Konsum von Zucker ist richtiger Stress für die Bauchspeicheldrüse, denn sie muss immer wieder hohe Mengen Insulin produzieren Sinkt der Insulinspiegel dann schnell wieder ab, erzeugt das ein erneutes Heißhungergefühl sowie ein plötzliches und starkes Gefühl der Müdigkeit. Viele Menschen sind daher regelrecht zuckersüchtig.

Achtung: Künstliche Zuckerersatzstoffe!

Künstlich hergestellte Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind meist sogar noch gesundheitsschädlicher als normaler Haushaltszucker (Saccharose), zum Beispiel:

Aspartam (E 951)

Künstlicher Süßstoff (Markennamen z. B. Nutra - Sweet, Canderel), der in Cola light, Cola Zero und andere Lightprodukten enthalten ist. Bei seiner Verstoffwechselung entstehen gefährliche Nervengifte. Aspartam gilt mittlerweile auch als krebserregend.

Acesulfam K (E 950)

Künstlicher Süßstoff (Herstellerfirma Hoechst AG), der als nicht gesundheitsgefährdend gilt. Allerdings ist dies umstritten, da es keine objektive und unabhängige Untersuchung gibt, die die behauptete Unbedenklichkeit belegt.

Cyclamat (E 952)

Ein „zufälliges“ Abfallprodukt der Arzneimittelforschung. Synthetisch hergestellter Süßstoff, der ebenfalls unter dem Verdacht steht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein.

Übrigens:

Der Zuckerersatz Stevia ist seit einiger Zeit in Deutschland zugelassen. Die Nutzung von Stevia kann ich allerdings nicht unbedingt empfehlen, da durch chemische Verarbeitungsprozesse die in Supermärkten erhältlichen Stevia-Produkte nicht mehr 100 % natürlich sind.

Tabelle: Folgen von zu hohem Zuckerkonsum
ZahnproblemeZucker greift den Zahnschmelz an und verursacht Karies - 
das wohl bekannteste und häufigste Problem bei zu viel Zucker
übermäßiger Anstieg des BlutzuckersDaibetes melitus (Zuckerkrankheit) kommt auch bei Kindern
immer häufiger vor!
GewichtszunahmeAdipositas, Übergewicht bei Kindern, ist immer häufiger und 
birgt eine menge Risikofaktoren.
Müdigkeit, Antriebslosigkeit,
Konzentrationsschwäche, 
Aufmerksamkeitsstörung
ADS und AD(H)S sind Phänomene unserer Zeit und
betreffen mittlerweile viele Kinder
DarmproblemeVerstopfung, Pilzbefall des Darms und eine zerstörte Darmflora
verursachen viele Krankheiten.
ÜbersäuerungStörung des Säure-Basen-Haushalts mit Gefahr der 
Zellentartung.
Vitamin- und MineralstoffmangelZu hoher Zuckerkonsum stört die Aufnahme von Vitaminen
und Mineralien in die Körperzellen.
Folge ist eine Mangelernährung bei gleichzeitigem
Übergewicht

 

Süße Alternativen für Ihr Kind

Grundsätzlich sollten Kinder von klein auf nicht so sehr an den süßen Geschmack gewöhnt werden. Bieten Sie daher zum Naschen Nüsse (Mandeln, Erdnüsse), Samen (Sonnenblumenkerne) und Früchte an. Wenn es mal etwas besonders Süßes sein soll, gibt es einige natürliche Alternativen.

Birkenzucker (Xylit)

Echter Birkenzucker (Xylit oder Xylitol genannt) wird aus Birkenrinde gewonnen. Er ist genauso süß wie normaler Zucker, hat jedoch 40% weniger Kalorien. Xylit ist dazu äußerst zahnfreundlich und wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Kind Xylit nicht in zu großen Mengen konsumiert, denn dann kann es zu Durchfall kommen! Bestes Produkt auf dem Markt: Xucker von Kiwikawa

Erythrit

Besser verträglich ist der natürliche Zuckeraustauschstoff Erythrit (auch Erythritol genannt). Erythrit hat so gut wie keine Kalorien und wird zu 90 Prozent über die Nieren ausgeschieden, verursacht somit auch bei größerem Konsum keinen Durchfall. Unter dem Namen „Xucker light“ ist er ebenfalls bei Kiwikawa erhältlich.

Reines Kakaopulver

Wenn es mal Schokolade sein muss, bevorzugen Sie dunkle Sorten mit einem Kakaogehalt von über 70 Prozent. Achten Sie auf gute Qualität des Kakaos (Bio). Vorteil: Von dunkler Schokolade isst man nicht so viel!

 

 

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