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Biogetreide
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Selber Getreide schroten

Meine besten Familien-Rezepte

Es lohnt sich, Dinkel-, Roggen- oder Haferkörner frisch zu mahlen bzw. zu schroten, denn dann enthält es die meisten Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Ich verrate Ihnen, worauf es dabei ankommt und welche Rezepte sich zum Ausprobieren eignen. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Die wichtigsten Tipps fürs Mahlen:

  • Amaranth wohl dosiert in den Trichter rieseln lassen.
  • Hafer nicht auf feinster Stufe mahlen.
  • Lassen Sie zu feuchtes Getreideeine halbe Stunde bei 30 Grad im Backofen dörren.
  • Naturreis lässt sich in jeder leistungsstarken Mühle (mindestens 360 Watt) mahlen, geschälter weißer Reis verschmiert das Mahlwerk, Parboiled Reis zieht Fäden.
  • Kichererbsen und Mais sind nur mit einer leistungsstarken Mühle kleinzubekommen.
  • Mühle reinigen leicht gemacht: Sind die Mahlsteine verschmiert, schroten Sie sofort eine Handvoll Weizen.

Meine besten Rezepte mit der Getreidemühle

  • 1. Frischkornmüsli (für 2 Portionen)
  • 4 Esslöffel Getreidemischung (Dinkel, Weizen, Hafer, Gerste, Roggen)
  • 150 ml Milch oder Sahne
  • 2 Esslöffel Honig
  • Saft von 1 Zitrone
  • 50 g Walnusskerne
  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • 1 Messerspitze Vanillepulver

Zubereitung:

1. Getreide grob schroten und in eine Müslischale geben. 12 bis 15 Esslöffel kaltes Wasser einrühren. Getreideschrot abdecken und im Kühlschrank am besten über Nachteinweichen lassen.

2. Den Getreidebrei mit Sahne, Honig und Zitronensaft verrühren, die Walnusskerne grob hacken.

3. Bananenschälen und in Scheiben schneiden. Den Apfel waschen, vom Kerngehäuse befreien und grob raspeln. Banane und Apfel unter das Müsli rühren. Mit Vanille abschmecken und mit den Walnüssen bestreut servieren.

2. Dinkelbrötchen (für 12 Stück)

  • 450 g Dinkelkörner
  • 1Würfel frische Hefe (42 g)
  • 1 Esslöffel Honig
  • 250 bis 300 ml lauwarme Milch
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1?2 Teelöffel Brotgewürz
  • 2 Esslöffel Milch zum Eintauchen
  • Kümmel- und Sesamsamen oder Roggenschrot
  • Mehl zum Arbeiten

1. Dinkelkörner fein mahlen. Die zerbröckelte Hefe mit Honig in 125 ml Milch auflösen. Hefemilch stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

2. Mehl, Salz und Brotgewürz in einer Rührschüssel vermengen. Hefemilch zugeben und während des Knetens mit dem Knethaken auf niedriger Stufe in der Küchenmaschine nach und nach so viel von der restlichen Milch zugeben, bis ein luftiger homogener Teig entstanden ist.

3. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 5 Minuten kräftig durchkneten. In einer Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunderuhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

4. Aus dem Teig eine Rolle formen, diese in 12 Stückeschneiden und Brötchen daraus formen. Diese mit der Oberseite in Milch und anschließend in Kümmel, Sesam oder Roggenschrot tauchen. Brötchen auf das Blech legen und nochmals abgedeckt gehen lassen, bis sich ihr Volumen verdoppelt hat. Den Backofen auf 230 Grad vorheizen.

5. Brötchen auf der Oberseite kreuzweiseeinschneiden und auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Zu Beginn der Backzeit 1 Tasse kaltes Wasser auf den Boden des Backofens schütten. Nach 10 Minuten Backzeit die Backofentür kurz öffnen und die Feuchtigkeit entweichen lassen. Die Temperatur auf 200 Grad reduzieren. Die Brötchen in weiteren 10 Minuten fertig backen, dann aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

So finden Sie die passende Getreidemühle

  • Wird von der Mühle nichts anderes verlangt als der tägliche Schrot fürs Frischkornmüsli am Morgen, ist eine Handmühle ausreichend. Sobald aber größere Mengen Schrot oder Mehl für Backwaren oder Nudeln benötigt werden, lohnt sich die Anschaffung einer elektrischen Getreidemühle.
  • Holz ist nicht gleich Holz: Legen Sie Wert auf Nachhaltigkeit, geben Sie zertifizierten Hölzern den Vorzug. Gute Hersteller sind Hawos und Schnitzer.
  • Stein oder Stahl: Mühlen mit Steinmahlwerk reiben das Getreide. Es wird dadurch weicher und flockiger. Mahlwerkeaus Stein müssen allerdings aufwändiger gesäubert werden, da immer kleine Mahlgutrestezurückbleiben. Stahlmahlwerke schneiden das Getreide und sind unempfindlicher bei der Verarbeitung von ölhaltigen Saaten wie zum Beispiel Mohn, Sesam oder Leinsaat. Vorteil: Sielassen sich wesentlich schneller reinigen, sind geruchsneutral und hygienisch.
  • Ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf einer Mühle ist der Preis. Vergleichsweise kostengünstig (ab 70 €) sind Vorsätze, die an normale Küchenmaschinen oder Motorblöcke montiert werden können. Die Preise für Dauergeräte fangen bei 180 € an. Vorteil: Die Kompaktmühlen werden gar nicht wieder weggeräumt – sie haben ihren festen Platz in der Küche. Dann lohnt es sich auch, nur kurz eine Handvoll Reis zu mahlen, um eine Sauce zu binden.

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