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Mutter mit Tochtern beim Kochen

So lernt Ihr Kind, gesund zu essen

Gesunde Ernährung für Kinder

Die Kleinsten essen ihren Gemüsebrei meist gerne. Doch im Kleinkind- und Kindergartenalter scheinen viele Kinder eine schwere „Gemüse-Allergie“ zu haben. Dafür könnte es jeden Tag Pommes, Nudeln mit Soße, Pizza und Süßigkeiten geben. Lesen Sie hier, wie Sie wirksam gegensteuern. 

Expertenrat von 

Gerade im Wachstum ist eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse besonders wichtig.Wir Eltern wissen es ja – doch leider machen es uns die Minis mit ihren Ess-Marotten nicht immer leicht.

Kinder, die gestillt wurden, essen eher Gemüse

Eine aktuelle Studie hat aufgedeckt, dass Mütter durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Stillzeit auch ihr Baby auf den richtigen Geschmack bringen können. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten 45 Babys im Alter zwischen vier und acht Monaten. 20 von ihnen wurdenausschließlich gestillt, der Rest bekam die Flasche. Zu Beginn der Studie hatte noch keines der Kinder Beikost erhalten. Die gestillten Kinder aßen im Beikostalter Obst- und Gemüsebreie mit größerem Appetit als die 25 Flaschenkinder. Das galt insbesondere für Obst- und Gemüsesorten, die die Mutter während der Stillzeit regelmäßig verzehrt hatte. Der Grund dafür ist einleuchtend: Die Geschmacksstoffe aus der Nahrung der Mutter landen auch in der Muttermilch. So können sich Brustkinder schon einmal mit dem Geschmack von Obst und Gemüse anfreunden. Und weil Bekanntes besser schmeckt als Fremdes, essen sie Obst und Gemüse lieber als Flaschenkinder, denen dieser Geschmack (noch) völlig fremd ist. Stillende Mütter sollten sich also bewusst mit viel Obst und Gemüse ernähren sowie auf Abwechslung achten. Bei Flaschenkindern ist der Aufwand ein wenig höher, um sie nach und nach an den neuen Geschmack zu gewöhnen.

Das Kind im frühesten Alter schon mit Gemüse vertraut machen

Englische Forscher stellten fest, dass sich Geschmacksvorlieben und die Vorstellung, wie Nahrungsmittel auszusehen haben, bereits im ersten Lebensjahr festigen. Kinder haben meist genaue Vorstellungen davon, wie das, was sie gerne essen, auszusehen hat. Und diese Vorstellungen werden entscheidend von den Nahrungsmitteln, die sie im Beikostalter zu essen bekommen, geprägt. Babys, die im ersten Lebensjahr ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot mit Obst und Gemüse kennen lernten, zeigten auch später eine größere Vorliebe für gesunde Kost. Die Forscher schlussfolgerten, dass Kinder den Verzehr bestimmter Lebensmittel verweigern, weil das Essen nicht mit ihren Vorstellungen vom „idealen Essen“ übereinstimmt. Beginnen Sie ab dem neunten bis zehnten Lebensmonat Ihres Kindes, mehr Abwechslung in die Ernährung zu bringen. Machen Sie Ihr Baby gezielt mit Farbe, Form und Beschaffenheit gesunder Lebensmittel vertraut. So legen Sie den Grundstein für eine ausgewogene Ernährung. Babynahrung im Glas oder aus der Packung darf dabei auch auf den Tisch kommen, aber bitte nicht ausschließlich. Schließlich soll sich Ihr Kind später auch für Gemüsestückchen begeistern können.

Die „Psychotricks“ zum gesunden Essen für Kinder

Größere Kinder lassen sich mit diesem Ratschlägen motivieren, Gesundes zu essen:
Kommen Sie Ihrem Kind nicht mit „Gemüse ist gesund“.
Essen Sie selbst viel Obst und Gemüse – und das mit sichtlichem Appetit, denn das Vorbild der Eltern ist nicht zu unterschätzen. Predigten, wie „gesund“ dieses oder jenes ist, können Sie sich hingegen sparen. Die stören Ihr Kind nur beim„Lernen durch Beobachtung“ und Sie vermiesen ihm im schlimmsten Fall damit das Gemüse.
Selbst Gemachtes schmeckt am besten
. Lassen Sie Ihr Kind deshalb beim Einkaufen und beim Kochen helfen oder führen Sie zumindest einen Tag in der Woche ein, an dem es sich das Mittagessen wünschen darf.
Verbote sind verboten
. Sie wissen selbst, dass Verbotenes an Reiz gewinnt. Deshalb ist es besser, dem Süßhunger der Kleinen in Maßen nachzugeben. Rationieren Sie Süßes oder steigen Sie auf gesunde Süßigkeiten wie Trockenobst um.

Mein Tipp:
Kommen Sie Ihrem kleinen Süßschnabel einmal in der Woche mit einer süßen Mahlzeit oder zumindest einem süßen Nachtisch wie Milchreis mit Apfelmus entgegen .

Teller leer essen ist out. Essen soll keine Pflichtübung sein, und Ihr Kind darf aufhören, wenn es satt ist. Schimpfen Sie nicht, auch wenn es wieder einmal genau das gesunde Gemüse auf dem Teller liegen lässt. Sonst entwickelt sich schnell eine Abneigung gegen das, was aufgegessen werden muss.Kinder sind Puristen. Sie wollen die einzelnen Essensbestandteile noch eindeutig identifizieren können. Eine Vielfalt an Zutaten finden sie toll, so lange alles einzeln gereicht wird und sie selbst nach Belieben mischen und matschen dürfen.Geben Sie nicht zu früh auf. Kinder essen bestimmte Lebensmittel nicht deswegen so oft, weil sie sie mögen, sondern sie mögen eine Speise, weil sie sie oft genug gegessen haben. Der Geschmack ist also reine Gewohnheitssache. Je öfter Sie unbekannte Speisen servieren, desto eher wird Ihr Kind bereit sein, diese doch einmal zu kosten. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie diese mit großem Appetit verspeisen. Fordern Sie Ihr Kind also immer wieder auf zu probieren, aber zwingen Sie es nicht dazu. Kinder essen mit allen Sinnen. Je mehr Sinne das Essen anspricht, umso intensiver wird das Geschmackserlebnis. So sind die Kleinen z. B. von einem Knuspermüsli begeistert, weil es beim Kauen so toll knuspert und knistert.Und natürlich isst auch das Auge mit. Ein Apfel mit einerkleinen braunen Druckstelle wird deswegen oft ganz verschmäht.

Mein Tipp:
Am liebsten wird meist gegessen, was nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch lustig aussieht, z. B. das Gemüsegesicht auf der Pizza

 Probieren geht über studieren.Wenn Ihr Kind einzelne Lebensmittel nicht mag, ist das kein Drama.Wenn Spinat „igitt“ ist, können Sie es vielleicht mit knackigem Brokkoli begeistern, oder es verschmäht Milch, isst aber gerne Käse. Lassen Sie Ihrem Kind die Wahl, so lange es sich nicht auf einige wenige Speisen beschränkt.Sorgen Sie für gute Stimmung bei Tisch. Ist die Atmosphäre entspannt, schmeckt’s gleich nochmal so gut.

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