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verschiedene frisch gepresste Säfte
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Rezepte und Tipps zum Entsaften

Neue Ernährungs-Trends

Wenn Sie Ihrem Kind gleich morgens ein großes Glas selbst gepressten Saft servieren, hat es sein Tagespensum vieler Vitamine schon intus. Ich erkläre Ihnen, was einen guten Entsafter ausmacht und welche Früchte sich am besten eignen.  

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Neulich war die Schulklasse meiner Tochter beim nahegelegenen Bauern Äpfel sammeln. Diese wurden dann gemeinsam in einer professionellen Saftpresse entsaftet. Die Kinder sind begeistert, wie gut dieser Saft aus selbst gesammeltem Obst schmeckt. Weniger süß, aber dafür wahnsinnig aromatisch und frisch. In dieser Euphorie habe auch ich meinen in die Jahre gekommenen, aber immer noch voll funktionsfähigen, Entsafter aus dem Keller geholt und seitdem wird jeden Morgen entsaftet: Äpfel, Möhren, Kiwi, Birne, Melone und sogar Gurke.

So decken Ihre Kinder spielend und ohne zu meckern ihren Vitaminbedarf

Was ich als Ernährungswissenschaftlerin natürlich ganz besonders schätze: Im Gegensatz zu vielen abgepackten und oft haltbar gemachten Säften, stecken im selbst gemachten Saft nur die reinen Zutaten und Nährstoffe aus den verwendeten Zutaten. Er enthält keinen Zuckerzusatz und ist nicht erhitzt. Und das Beste: Meine beiden Kinder decken so ganz spielend und ohne zu meckern ihren Vitaminbedarf.

Entsafter mit Presse oder Zentrifuge? Was ist besser?

Die beiden Gerätetypen arbeiten mit völlig verschiedener Technologie.

1. „Slow Juicer“ sind Saftpressen, die die Zutaten bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten mithilfe einer Pressschnecke durch ein Sieb pressen. Obst und Gemüse werden dabei nicht fein zerkleinert, sondern schonend zerdrückt und ausgepresst. Die Saftausbeute ist höher als bei Zentrifugalentsaftern, allerdings dauert die Zubereitung aufgrund der langsamen Umdrehungsgeschwindigkeit auch deutlich länger. Durch das schonende Entsaften entsteht keine Hitze, die Nährstoffe bleiben länger erhalten, und der Saft kann auch gelagert werden

2. Zentrifugalentsafter machen die größte Gruppe der elektrischen Entsafter aus. Es gibt sie bereits zu günstigen Preisen von verschiedenen Herstellern. Sie bestehen oft nur aus wenigen Einzelteilen, lassen sich leicht unter fließendem Wasser mithilfe einer Bürste reinigen, sind handlich und gut zu verstauen. Ihre Vorteile liegen in der schnellen Zubereitung: Obst und Gemüse werden bei hohen Geschwindigkeiten fein zerkleinert; die flüssigen Bestandteile landen dabei im Saft, die festen Bestandteile im Trester. In der Mitte des Geräts sitzt ein Sieb, in das die Zutaten bei hohen Umdrehungszahlen durch die Zentrifugalkräfte hineingedrückt und zerkleinert werden. Damit lassen sich in kurzer Zeit größere Mengen Saft aus weichen und harten Zutaten herstellen. Der Saft sollte rasch verbraucht werden.

Die wichtigsten Grundregeln: So holen Sie das Beste aus den Früchten heraus

1. Verwenden Sie immer möglichst frisches, reifes Obst und Gemüse.

2. Um möglichst viele Nährstoffe aus den Zutaten heraus zu pressen, die Schale vor dem Entsaften nicht entfernen. Denn darunter sitzen die meisten Nährstoffe. Voraussetzung ist, dass die Zutaten möglichst wenig mit Pestiziden belastet und ungespritzt sind.

3. Trinken Siefrisch gepresste Säfte aus dem Zentrifugalentsafter sofort nach dem Entsaften. Säfte aus dem Slow Juicer lassen sich in der Regel problemlos auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahren, da sie besonders schonend ausgepresst werden. Grundsätzlich gilt aber: Je frischer der Saft, desto mehr Nährstoffe sind enthalten.

4. Obst lässt sich gut mit Gemüse mischen, Äpfel etwa mit Sellerie. Variieren Sie die Mengen, um den Saft süßer oder pikanter zu machen.

5. Ein paar Tropfen Öl verbessern den Geschmack und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.

Die Lieblingsrezepte meiner Familie für Sie zum Ausprobieren

1. Ananas, grüner Apfel & Limette

Für 1 kleines Glas: 1?2 Ananas, 1 grüner Apfel, 1 Limette, eine kleine Handvoll frische Minze

Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: Die Ananas schälen und in Stücke schneiden, den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Limette schälen und die Kerne entfernen. Zuerst die Ananas, dann den Apfel, die Limette und zuletzt die Minze entsaften. Alles gut verrühren.

2. Mango, Orange, Apfel & Zitrone

Für 1 großes Glas: 1?2 Mango, 1 Orange, 2 rote Äpfel, 1?2 Zitrone

Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Stein schneiden, die Orange schälen und die Kerne entfernen, die Äpfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Zitrone ebenfalls schälen und die Kerne entfernen. Zuerst die Mango, dann die Orange, die Äpfel und zum Schluss die Zitrone entsaften. Alles gut verrühren.

3. Orange, roter Apfel, Karotten & Ingwer

Für 1 großes Glas: 1 Orange, 1?2 Zitrone, 1 roter Apfel, 4 Karotten, 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)

Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: Die Orange und Zitrone schälen und die Kerne entfernen, den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Karotten ungeschält in Stücke schneiden, den Ingwer schälen. Zuerst die Orange, dann die Zitrone, den Apfel, die Karotten und zum Schluss den Ingwer entsaften. Alles gut verrühren.

      4. Blutorange, Weintrauben & Birne?

Für 1 großes Glas: 1 Blutorange, 1 Handvoll kernlose rote Weintrauben (ca. 150 g), 1 roter Apfel, 1 Birne

Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: Die Blutorange schälen und die Kerne entfernen, den Apfel und die Birne vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Zuerst die Blutorange, dann die Trauben, den Apfel und zum Schluss die Birne entsaften. Alles gut verrühren. 

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