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Säuglingsnahrung: Welche Milch ist die beste für Ihr Baby?

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Säuglingsnahrung: Welche Milch ist die beste für Ihr Baby?

» Die richtige Säuglingsnahrung für Babys

Säuglingsmilchnahrung

Eltern haben es schwer, im „Dschungel“ der unterschiedlichen Säuglingsmilchnahrungen den Überblick zu behalten. Dieser Artikel verrät Ihnen alles Wichtige, was Sie über Milchnahrung für Säuglinge wissen müssen.

Daran ist nicht zu rütteln: Muttermilch ist die beste Ernährung für Babys. Doch auch für Flaschenkinder gibt es für jedes Babyalter und für unterschiedliche Gesundheitsprobleme die passende Milchnahrung. 

Säuglingsnahrung: Sind Bio-Milch, pre- bzw. probiotische Zusätze oder LCP wirklich besser?

Bio-Milch ist unbestreitbar besser für die Umwelt. Da jedoch alle Milchnahrungen für Babys und Kleinkinder die strengen Auflagen der Diät-Verordnung einhalten müssen, enthalten sie nicht mehr Schadstoffe als Produkte aus Bio-Milch. Bewertung: Nicht unbedingt erforderlich!

Prebiotische Milch enthält wie Muttermilch so genannte prebiotische Ballaststoffe. Dies sind komplexe Kohlenhydrate wie Inulin aus der Zichorienwurzel und Galactooligosaccharide, die durch die Fermentation von Milchzucker entstehen. Diese dienen den „guten“ Darmbakterien (z. B. Milchsäure- und Bifidusbakterien) als Nahrung und fördern damit eine gesunde Darmflora. So wird die Vermehrung krankmachender Bakterien im Darm gehemmt und die Abwehr gestärkt. Mit prebiotischer Milch ernährte Babys haben meist auch einen weicheren Stuhlgang. Probiotische Milch enthält hingegen lebende „gute“ Darmbakterien, z. B. Bifidusbakterien oder Laktobazillen.Diese gelangen lebend in den Darm und siedeln sich dort an.Die positiven Wirkungen entsprechen denen der prebiotischen Ballaststoffe. Bewertung: Pre- oder probiotische Milchnahrungen sind empfehlenswert!

Langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (abgekürzt LCP bzw. LCPUFA = long chain polyunsaturated fatty acids) sind Omega-3-Fettsäuren,wie sie auch in der Muttermilch vorkommen. Sie fördern nachweislich die Reifung von Gehirn und Sehkraft. Bewertung: Sehr empfehlenswert, sollte jedes nicht gestillte Baby in den ersten sechs Lebensmonaten mit der Anfangsnahrung erhalten! Bisher ist das prebiotische Aptamil Pre (600 Gramm ca. 10,35 €) die einzige Anfangsnahrung für gesunde, nicht zu früh geborene Babys, die LCP enthält.

Welche allergenarme Säuglingsnahrung schützt Ihr Baby am besten?

Nicht gestillte Babys mit erhöhtem Allergierisiko sollten eine hypoallergene (H.A.) Nahrung bekommen. Das allergieauslösende Kuhmilcheiweiß ist hierbei quasi „vorverdaut“, also schon in kleine, kaum noch allergieauslösend wirkende Bruchstücke zerlegt. Dies geschieht durch Erhitzen und nachfolgende enzymatische Aufspaltung (= Hydrolyse). Daher werden diese Nahrungen auch als Hydrolysate bezeichnet. Je nach dem Grad der Aufspaltung sind diese Nahrungen weniger bis fast gar nicht mehr allergieauslösend. Wie wirksam Stillen und verschiedene Hydrolysate zur Vorbeugung allergischer Erkrankungen sind, wurde im Rahmen der GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention Study) an 2252 Säuglingen überprüft. Die nicht gestillten Babys wurden in vier Gruppen eingeteilt und erhielten entweder herkömmliche Säuglingsnahrung auf Kuhmilchbasis, ein Molke-Teilhydrolysat (Beba H.A.), ein stärkergradiges Molkenhydrolysat (Hipp HA) oder ein stark aufgespaltenes Kaseinhydrolysat (Nutramigen). Unter normaler Babynahrung entwickelten 16 Prozent der Kinder eine allergische Erkrankung, überwiegend Neurodermitis. Das stärkergradige Molkenhydrolysat schnitt mit 14,3 Prozent kaum besser ab, während unter dem schwächeren Molkenhydrolysat 10,8 Prozent und unter dem stark aufgespaltenen Kaseinhydrolysat nur 9,1 Prozent der Kinder eine allergische Erkrankung entwickelten. Hatten die Babys jedocheinen Elternteil oder ein Geschwister mit Neurodermitis, schützte auch das schwächere Molkenhydrolysat kaum. Nur das starke Kaseinhydrolysat konnte das Neurodermitis-Risiko um über die Hälfte reduzieren.

Sojanahrung für Säuglinge: pro und contra

Sojanahrung kann bei Kuhmilchallergie und Störungen der Kohlenhydratverdauung (z. B. Milchzuckerunverträglichkeit) gegeben werden. Sie ist wesentlich günstiger als therapeutische Hydrolysate und schmeckt gut. Kinder mit Kuhmilchallergie entwickeln allerdings in etwa 25 Prozent der Fälle auch eine Allergie gegen Soja. Soja enthält außerdem erhebliche Mengen an Isoflavonen mit östrogenartiger Wirkung. Mit Sojanahrung ernährte Säuglinge haben daher hohe Blutspiegel dieser Isoflavone.Vergleichbare Blutspiegel führen bei Tieren zu einer Verkleinerung der Thymusdrüse und anderen Veränderungen im Immunsystem. Berücksichtigt man das geringe Gewicht eines Babys, liegt die tägliche Isoflavonzufuhr sechs- bis elffach über derjenigen Dosis, die bei Erwachsenen eindeutige hormonelle, also östrogenartige Effekte zeigt.

Ist spezielle Kleinkind-Milch sinnvoll?

Im ersten Lebensjahr sollten Babys keine Kuhmilch ins Fläschchen bekommen. Für Kinder ohne Allergieneigung ist sie nach dem ersten Geburtstag im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost jedoch erlaubt. Prinzipiell können Babys während des gesamten ersten Lebensjahres Anfangsnahrung erhalten, da sie alle erforderlichen Nährstoffe enthält. Eine Umstellung auf die stärker sättigende 2-Milch (Folgemilch) ist sinnvoll, wenn Ihr Kind mit Pre- oder 1-Milch nicht mehrsatt wird. 3-Milchnahrung und spezielle Kleinkind-Milchnahrung wie z. B. Beba Junior-Milk werben mit einer Anreicherung von Eisen oder Jod gegenüber Kuhmilch, doch sind diese Nährstoffe auch in der 2-Milch enthalten. Im Gegensatz zu dieser sind sie jedoch häufig mit Kristallzucker und Vanille-, Bananen- oder Apfelaroma (z. B. bei Hipp, Humana, Alete) „aufgepeppt“, damit Kinder sie lieber trinken. Hat ein Kind sich erst einmal an den süßen Vanille- oder Fruchtgeschmack gewöhnt, mag es oft normale Kuhmilch nicht mehr trinken. Verzichten Sie daher besser auf derartige Milchnahrung!

 

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