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Schadstoffe in Lebensmitteln: Warum Biokost die bessere Baby-Ernährung ist

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Schadstoffe in Lebensmitteln: Warum Biokost die bessere Baby-Ernährung ist

» Gesunde Baby-Ernährung mit Biokost

Immer wieder gehen groß aufgemachte „Schreckensmeldungen“ über Pestizide in Obst und Gemüse und Antibiotika im Fleisch durch die Presse. Alles nur Panikmache oder wirklich Grund zur Besorgnis? Die bessere Alternative für eine gesunde Baby-Ernährung: Biokost

Schadstoffe in Lebensmitteln: Obst- und Gemüsesorten mit starker Belastung

Bei konventionell produziertem Obst und Gemüse wird nur selten der strenge Grenzwert von 0,01 Milligramm Pestizid pro Kilogramm Nahrung eingehalten, der laut Diät-Verordnung für fertige Kleinkindnahrung gilt. Die geltenden Grenzwerte für Obst und Gemüse orientieren sich eher an der für Erwachsene akzeptablen Aufnahme. Wie sich ein Schadstoffmix aus mehreren verschiedenen Spritzmitteln, von denen jedes einzelne den zulässigen Grenzwert einhält,  in der Baby-Ernährung auf die Gesundheit auswirkt, ist bisher überhaupt nicht untersucht worden.
Nach stichprobenartigen Untersuchungen von Greenpeace sind z. B. nur sechs Prozent der Äpfel und 33 Prozent der Birnen aus konventionellem Anbau pestizidfrei und somit nicht geeignet für die gesunde Baby-Ernährung (weitere Ergebnisse siehe Tabelle). Für Säuglinge und Kleinkinder kann daher auf Dauer nur eine Ernährung mit Produkten aus biologischem Anbau empfohlen werden, da hier alle Stichproben pestizidfrei waren.

Schadstoffe in Lebensmitteln:

Pestizidbelastung verschiedener Obst- und Gemüsesorten aus Supermarktketten (Quelle: Pestiziduntersuchungen 2003, durchgeführt vom EinkaufsNetz Greenpeace)

Obst / Gemüse

Anzahl der untersuchten Proben (aus konventionellem und Bio-Anbau)

Proben mit Pestizidrückständen

davon über dem zulässigen Grenzwert (bezogen auf Anzahl der Proben)

Äpfel

23

15 (= 65%)

2 (= 9%)

Beeren (Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren)

14

7 (= 50%)

0

Birnen

13

6 (= 46%)

0

Erdbeeren

8

7 (= 88%)

2 (= 25 %)

Karotte

16

0

0

Mango

2

2 (= 100%)

0

Paprika

71

30 (= 42%)

15 (= 21%)

Salat

2

2 (= 100%)

1 (= 50%)

Weintraube

70

66 (= 94%)

16 (= 23%)

Zucchini

2

1 (= 50%)

1 (= 50%)

Biokost für eine gesunde Baby-Ernährung

Die vorbeugende Anwendung von Antibiotika als Masthilfsmittel ist für biologisch gehaltene Tiere tabu. Daher ist Fleisch aus Öko-Produktion meist rückstandsfrei. Antibiotika-Rückstände verursachen zwar keine akuten gesundheitlichen Probleme, tragen jedoch wesentlich dazu bei, dass mehr und mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent werden, im Ernstfall bei einer schweren Infektion also nicht mehr auf Antibiotika ansprechen. Bio-Fleisch ist jedoch noch aus einem ganz anderen Grund gesünder: Das Fleisch von Weidetieren aus biologischer Haltung (z. B. Rindern, Schafen) liefert mehr lebensnotwendige mehrfach ungesättigte Fettsäuren als solches von Tieren aus Stallhaltung, die konventionell mit Getreidefutter und Mais gefüttert werden. Dies gilt im Übrigen auch für die Milch! Durch den Verzicht auf tierische Eiweißprodukte im Futter besteht der größtmögliche Schutz vor BSE. Diese Erkrankung steht zwar längst nicht mehr in den Schlagzeilen, doch wurden beispielsweise im zweiten Halbjahr 2002 in Deutschland aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen BSE-Tests monatlich zwischen vier und 14 BSE-Fälle bei Schlachtrindern gemeldet.

Mein Tipp für eine gesunde Baby-Ernährung:

Möchten Sie Babynahrung selbst zubereiten, sollten Sie ausschließlich Bio-Produkte verwenden. Wenn Sie jedoch zu fertigen Babymenüs im Gläschen greifen, müssen diese nicht unbedingt „bio“ sein, da alle Babygläschen die strengen Grenzwerte für Kleinkindnahrung einhalten.

Schadstoffe in Lebensmitteln: Vorsicht bei der Biokost Rohmilch!

Gewarnt werden muss vor der Verwendung von Rohmilch, die oft direkt ab Hof verkauft wird, und Rohmilchkäse, vor allem vor frischen Weichkäsesorten wie z. B. französischem Ziegenkäse. Diese können z. B. EHEC-Bakterien enthalten, welche insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Durchfälle hervorrufen, seltener auch ein hämolytisch-urämisches Syndrom, bei dem es zum Zerfall von Blutkörperchen kommt und das bis zum akuten Nierenversagen führen kann.
Seit längerem wird auch über einen Zusammenhang zwischen der Paratuberkulose des Rindes und dem Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung mit Durchfällen) diskutiert. Der Erreger, ein Mykobakterium, kann mit der Milch auf den Menschen übertragen werden und wurde überdurchschnittlich häufig in Gewebeproben von Crohn-Kranken gefunden. Es bedarf allerdings einer zusätzlichen genetischen Veranlagung zu Morbus Crohn: Der alleinige Verzehr von Rohmilch führt nicht zum Ausbrechen der Erkrankung!

Mein Tipp für eine gesunde Baby-Ernährung:

Sofern Sie Rohmilch verwenden, sollte diese 10 Minuten abgekocht werden, bevor Ihr Kind sie zu trinken erhält. Allerdings können Sie dann genauso gut erhitzte Milch kaufen. Am sichersten ist H-Milch, während pasteurisierte Milch eventuell noch wenige anzüchtbare Erreger enthalten kann.

Schadstoffe in Lebensmitteln vermeiden: Einkaufstipps von A bis Z

Äpfel enthalten Vitamin C und gesunde Ballaststoffe. Sie sind das ganze Jahr über verfügbar. Der beliebte „Granny Smith“ wird z. B. fast zwei Drittel des Jahres aus Südafrika oder Südamerika importiert. Doch werden Äpfel für den Transport oft mit Wachs behandelt. Öko-Äpfel sind unbehandelt und enthalten 20 Prozent mehr zellschützende Flavonoide.
Empfehlung: Kaufen Sie von September bis November heimische Äpfel und bevorzugen Sie den Rest des Jahres Bio-Ware.

Brot aus normalen Backstuben präsentiert sich häufig „vollwertig“, doch stammt die gesunde dunkle Farbe oft vom zugesetzten Malzextrakt.
Empfehlung: Kaufen Sie nur echtes Vollkornbrot, entweder beim Vollwert-Bäcker oder auch im Supermarkt (unbedingt Zutatenliste der verpackten Brote studieren!). Nur volles Korn enthält noch alle Ballast- und Mineralstoffe wie Eisen oder Magnesium!

Butter wird – gemäß der Butterverordnung – streng kontrolliert. Sowohl Stiftung Warentest als auch ÖKO-TEST konnten in konventionell erzeugter Butter kaum höhere Schadstoffwerte nachweisen als in Bio-Butter. Allerdings enthält Bio-Butter mehr gesunde Inhaltsstoffe wie z. B. „konjugierte Linolsäure“, die krebshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt. Auch von den wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist dreimal so viel enthalten.
Empfehlung: „Deutsche Markenbutter“ können Sie, wenn es nur um die Vermeidung von Schadstoffen geht, guten Gewissens auch im Supermarkt kaufen. Bio-Butter ist aber trotzdem die bessere Wahl für eine gesunde Baby-Ernährung.

Eier von glücklichen Hühnern, die draußen herumlaufen dürfen, schmecken einfach besser. Außerdem sind Bio-Eier weniger mit Salmonellen belastet und enthalten mehr Vitamin A, Carotinoide und gesunde Fettsäuren.
Empfehlung: Greifen Sie zu Bio-Eiern, die Sie auf dem Wochenmarkt oder inzwischen auch schon beim Discounter kaufen können.

Fisch ist eingefroren in der Regel frischer als an der Fischtheke, da die Fische auf dem Fangschiff ausgenommen und sofort tiefgefroren werden. „Frischer“ Fisch wurde oft einfach nur wieder aufgetaut. Fettfische wie Tunfisch reichern Schadstoffe an, enthalten aber mehr von den gesunden Omega-Fettsäuren. Studien zufolge überwiegen beim Fischverzehr die Gesundheitsaspekte, sodass auch bei Kindern keine negativen Effekte durch die Schadstoffbelastung nachgewiesen werden konnten. Trotzdem sollten Sie Babys und Kleinkindern Fettfische – wenn überhaupt – nur gelegentlich geben!
Empfehlung: Kaufen Sie Fisch ruhig tiefgefroren im Supermarkt.

Fleisch ist nur dann wirklich gesund, wenn es nicht aus Massentierhaltung stammt. Konventionell gehaltene Tiere werden immer noch mit Wachstumsbeschleunigern, Hormonen und Antibiotika behandelt und bekommen eventuell genmanipuliertes Futter. Wie käme es sonst, dass ein Kilo Schweinefleisch manchmal weniger kostet als die gleiche Menge Katzenfutter!
Empfehlung: Greifen Sie hier auf Biokost zurück. Diese ist annähernd rückstandsfrei, beinhaltet ein geringeres BSE-Risiko und schrumpelt beim Braten nicht zusammen.

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