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Stillen für eine gesunde Baby-Ernährung

Stillen für eine gesunde Baby-Ernährung

» Gesunde Baby-Ernährung durch Muttermilch

stillende Mutter

Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind. Warum das so ist, erklärt Ihnen der folgende Beitrag. Doch manche Mütter können nicht stillen. Wir verraten Ihnen, welche Säuglingsnahrung für das Immunsystem Ihres Kindes besonders gut geeignet ist.

Unbestreitbar ist Muttermilch den Bedürfnissen Ihres Babys am besten angepasst und das Stillen somit optimal für eine gesunde Baby-Ernährung. Das gilt aber nicht nur für die enthaltenen Nährstoffe.

Stillen: Muttermilch ist viel mehr als nur Nahrung

Die verschiedenen Inhaltsstoffe der Muttermilch, die der Säugling beim Stillen aufnimmt, schützen Ihr Baby vor Infektionen und unterstützen die Entwicklung eines gesunden Immunsystems.

  • Immunglobuline: Diese Abwehrstoffe werden von der Mutter gebildet und in die Muttermilch abgegeben. Sie schützen das Baby in den ersten Lebensmonaten vor vielen Erkrankungen, die seine Mutter im Laufe ihres Lebens durchgemacht hat. Sie sind genau abgestimmt auf die Umgebung, in der das Baby heranwächst.
  • Sekretorisches Immunglobulin A (sIgA): Es handelt sich dabei um eine Untergruppe der Immunglobuline, die von den Schleimhäuten abgegeben wird und diese vor dem Eindringen krank machender Keime, aber auch möglicher Allergieauslöser (z. B. Eiweißen aus der Nahrung) schützt. Das ist besonders wichtig im Magen-Darm-Trakt. Babys in den ersten Lebensmonaten können noch nicht ausreichend sIgA bilden. Muttermilch enthält einerseits hohe Mengen an sIgA, die den kindlichen Darm „abdichten“, und regt andererseits beim Baby die Eigenproduktion von sIgA an.
  • Laktose (Milchzucker) und prebiotische Oligosaccharide: Beide gehören zu den Kohlenhydraten. Während der Milchzucker vor allem als Energielieferant dient, gelangen die Oligosaccharide (längerkettige Mehrfachzucker) unverdaut in den Dickdarm und dienen dort den „guten“ Darmbakterien wie Bifidusbakterien und Laktobazillen (beides Milchsäurebakterien) als Nahrung. Dadurch entsteht eine gesunde Darmflora, die krank machende Keime am Wachsen hindert. So kann die Muttermilch Durchfallerkrankungen vorbeugen.

  • Lysozym und Lactoferrin: Das sind zwei Eiweiße, die antibakteriell wirken. Lysozym kann z. B. die Zellwände von Bakterien zerstören.
  • Lebende Abwehrzellen: Ein Tropfen Muttermilch enthält etwa 4.000 lebende Zellen, unter anderem verschiedene Arten von Abwehrzellen. Darunter sind auch Lymphozyten, die sich spezifisch gegen bestimmte Stoffe sowie Krankheitserreger richten und das Immunsystem mitsteuern.
  • Langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (long chain polyunsaturated fatty acids, LC-PUFA): Diese Omega-3-Fettsäuren sind in der Muttermilch reichlich enthalten und  unterstützen nicht nur die Entwicklung von Sehfähigkeit, Gehirn und Nervensystem. Neueste Untersuchungen weisen darauf hin, dass sie außerdem die Ausbildung des kindlichen Immunsystems positiv beeinflussen und sogar allergievorbeugend sein könnten. Zusätzlich wirken sie prebiotisch und unterstützen die Besiedelung des Darmes mit „guten“ Darmbakterien. 

Stillen: so lange wie möglich

Nachdem Sie nun wissen, welcher „Wundercocktail“ die Muttermilch ist, ist die Empfehlung, möglichst lange zu stillen, nur logisch. In den ersten sechs Lebensmonaten profitieren Babys am meisten von der Muttermilch. Für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko ist Stillen gleichzeitig die beste Art der Allergievorbeugung. Daher gelten folgende Empfehlungen:

  • Gesunde Babys sollten mindestens vier, besser sogar sechs Monate ausschließlich gestillt werden.
  • Kinder mit erhöhtem Allergierisiko sollten in den ersten sechs Lebensmonaten nichts anderes als Muttermilch bekommen. Füttern Sie keinesfalls zu, denn Beikost in den ersten sechs Lebensmonaten verbessert die Nährstoffbilanz Ihres Kindes nicht! Es steigt dadurch lediglich das Risiko, dass eine Allergie entsteht.
  • Ab dem siebten Monat sollte Beikost eingeführt werden. Ihr Kind profitiert jedoch weiterhin von den wertvollen Inhaltsstoffen der Muttermilch, sodass es günstiger ist, für die Milchmahlzeiten weiter zu stillen und nicht auf Säuglingsnahrung umzusteigen. Die Schadstoffbelastung in der Muttermilch ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen, sodass jede Mutter ihr Kind so lange stillen kann, wie sie es selbst möchte.
Wichtig

Da viele der wertvollen Inhaltsstoffe von Muttermilch beim Erhitzen ihre positive Wirkung verlieren, darf abgepumpte Muttermilch nur vorsichtig erwärmt werden – am besten in einem speziellen Flaschen- oder Babykostwärmer. Muttermilch sollte keinesfalls in der Mikrowelle erhitzt werden!

Welche Möglichkeiten Sie haben, wenn das Stillen nicht klappt, sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

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