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Beikost für Babys mit Allergien

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Beikost für Babys mit Allergien

» Beikost für Babys

Inzwischen hat fast jedes zweite Baby ein erhöhtes Allergierisiko. Wenn auch Ihr Kind Allergiker ist, hat Ihnen der Kinderarzt bei der Beikost sicherlich zu einer allergenarmen Ernährung im ersten Lebensjahr geraten. Wie diese Beikost genau aussieht und was kleine Allergiker ab wann essen dürfen, lesen Sie hier.

Damit bei Ihrem Kind erst gar keine allergische Erkrankung ausbricht, sollten Sie ihm bis zum 7. Lebensmonat keinerlei Beikost geben! Jedes Löffelchen Karottenbrei oder Saft erhöht das Erkrankungsrisiko, verbessert die Nährstoffversorgung Ihres Kindes jedoch nicht Muttermilch oder – wenn Sie nicht stillen können oder wollen – eine hypoallergene Säuglingsnahrung (so genannte H.A.-Nahrung) enthält alle erforderlichen Nährstoffe.

Kleines Beikost-Einmaleins

Ist Ihr Baby volle sechs Monate alt, wird es Zeit für die erste Beikost, weil sein Nährstoffbedarf steigt. So gehen Sie bei der Einführung von Beikost vor:

  • Geben Sie pro Woche nur ein neuesNahrungsmittel dazu. Beobachten Sie Ihr Kind genau, ob es Ausschlag bekommt oder sich vermehrt kratzt. Es könnten auch Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und/oder Bauchschmerzen auftreten. Eine detaillierte Anleitung für die ersten sechs Wochen finden Sie in Tabelle 1.
  • Verwenden Sie nur Nahrungsmittel, die bekanntermaßen gut verträglich sind und selten Allergien auslösen. Einen Überblick, ab welchem Monat welche Nahrungsmittel geeignet sind, gibt Ihnen Tabelle 2.
  • Geben Sie neue Nahrungsmittel anfangs immer in gekochter Form (niemals roh!).
  • Beginnen Sie bei Einführung eines neuen Nahrungsmittels zunächst mit wenigen Löffelchen zur Mittagsmahlzeit. Anfangs genügen pro Mahlzeit 50 Gramm. Wird das Nahrungsmittel vertragen, können Sie auf 150 bis 200 Gramm steigern, je nach Appetit Ihres Babys.
  • Traten in den ersten sechs Monaten keine Anzeichen einer allergischen Erkrankung auf und gibt es keine Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis in der Familie, ist es vertretbar, nach dem Abstillen langsam auf kuhmilchhaltige Säuglingsnahrung umzustellen. Risikoärmer ist jedoch die Verwendung von H.A.-Nahrung bis zum ersten Geburtstag. Haben Sie im ersten halben Jahr bereits H.A.-Nahrung gefüttert, empfiehlt es sich, während des gesamten ersten Lebensjahres dabei zu bleiben. Fragen Sie bitte vor einer Umstellung unbedingt Ihren Kinderarzt!
  • Geben Sie als Getreidebrei anfangs nur Reis- oder Hirsebrei (beide glutenfrei). Bereiten Sie den Brei mit der verwendeten Säuglingsmilchnahrung, z. B. H.A.-Nahrung, und nicht mit Kuh-Vollmilch zu. Als Alternative können Sie einen wohlschmeckenden, aber relativ süßen Brei aus Reis und Johannisbrotkeimen geben, der weder Soja noch Kuhmilch enthält. Dieser ist unter dem Namen Sinlac® in Apotheken und Drogerien erhältlich (650 Gramm für 13,55 Euro).
  • Als Fett können Sie Raps-, Distel-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl verwenden. Als Streichfett ist milcheiweißfreie Margarine geeignet, z. B. von Vitaquell (erhältlich im Reformhaus).
  • Als Getränk eignet sich am besten stilles oder kohlensäurearmes Mineralwasser. Auch ungesüßter Tee wird meist vertragen, z. B. Stiefmütterchen-, Lindenblüten- oder Fencheltee. Obstsäfte können gegeben werden, wenn das Obst beim wöchentlichen Zufüttern gut vertragen wurde. Säfte bitte immer mit Wasser verdünnt geben, auf Mehrfruchtsäfte verzichten. Achtung: Zu viel Obst oder Obstsaft kann durch die enthaltene Fruchtsäure Ausschlag oder Juckreiz auslösen.
  • Falls Sie Fertiggläschen oder Tiefkühlprodukte verwenden, lesen Sie bitte die Zutatenliste genau durch! Die Produkte sollten frei von Zusätzen wie Gewürzen, Sahne, Butter oder anderen Milchbestandteilen sein.

Bitte beachten Sie: Die nachfolgenden Grundrezepte sind zwar überwiegend für Babys nach dem 4.Monat geeignet, doch gilt das nur für Babys ohne erhöhtes Allergierisiko, bei denen frühestens im 5.Monat mit Beikost begonnen werden darf. Allergiker-Babys sollte erst im 7. Lebensmonat Beikost gefüttert werden._anzeige009_

Beikost für Allergiker: Gemüsepüree (Beikost nach dem 4.Monat)

Die in der Klammer angegebene Menge an Zutaten reicht für zwei bis mehrere Portionen – je nach dem Appetit Ihres Babys – oder aber für einen Erwachsenen und ein Kind. Reste können Sie für den nächsten Tag einfrieren oder für die „Großen" in Soßen, Suppen oder Eintöpfen verwenden.

Zutaten:

  • 150 (300) Gramm Bio-Gemüse, z. B. Frühkarotten,
  • Kürbis, Pastinaken
  • 1 Teelöffel (Esslöffel) Rapsöl (anfangs weglassen)
  • 50 (100) Milliliter Mineralwasser für Säuglingsnahrung oder Babywasser

Zubereitung: Gemüse waschen und schälen/putzen bzw. Kürbis in Spalten schneiden, Fasern und Kerne mit einem Löffel entfernen, Fruchtfleisch von der Schale lösen. Gemüse bzw. Kürbis-Fruchtfleisch grob raspeln. Rapsöl in einem kleinen Topf erwärmen, Gemüseraspel dazugeben und 10 Sekunden lang im Öl schwenken. Mineralwasser zugeben und umrühren. Gemüse bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Dann mit dem Pürierstab fein zermusen. Sollte das Gemüsemus zu fest sein, mit etwas abgekochtem Wasser verdünnen.

Mein Tipp:

Gemüsesorten wie Zucchini oder Brokkoli, die leicht matschig werden, lassen sich gut mit einem Dämpfeinsatz garen. Zum Pürieren verwenden Sie etwas Garwasser.

Kartoffelbrei für Allergiker (Beikost nach dem 4.Monat)

Zutaten:

  • 200 Gramm vorwiegend mehlig kochende, kleinere Kartoffeln
  • 1 Teelöffel Raps- oder Maiskeimöl (anfangs weglassen)
  • Diese Menge reicht für ein bis zwei Baby- oder Kleinkindportionen. Sollen ein Erwachsener und ein Kind davon satt werden, Menge einfach verdoppeln.

Zubereitung: Kartoffeln waschen und mit der Schale in einem kleinen Topf in wenig Wasser (oder auf einem Dämpfeinsatz) zum Kochen bringen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 20 bis 25 Minuten garen, bis sie weich sind (Gabelprobe). Heiße Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken, dann gut mit dem Fett mischen. Anfangs 50 Gramm, später auch mehr, unter das Gemüsepüree mischen. Der Kartoffelschnee kann später auch extra dazugefüttert werden. Falls er zu fest sein sollte, können Sie etwas Gemüse-Garwasser oder abgekochtes Wasser zugeben.

Beikost für kleine Allergiker: Fleischmus für den Mittagsbrei (Beikost nach dem 4.Monat)

Zutaten:

  • 1 Kilogramm Bio-Putenfleisch aus der Keule oder
  • 1 Kilogramm mageres Bio-Rindfleisch (z. B. Tafelspitz) oder
  • 1 Kilogramm mageres Bio-Lammfleisch
  • 1/2 Teelöffel ganze Fenchelsamen

Zubereitung: Fleisch mit kaltem Wasser abwaschen und in einen großen Topf mit heißem Wasser legen.Wasser aufkochen und beim Putenfleisch einmal, beim Rind- und Lammfleisch zweimal aufschäumen lassen, dann das gesamte Kochwasser wegschütten. Das Fleisch mit frischem heißem Wasser erneut aufkochen lassen. Fenchelsamen zugeben und Putenfleisch 1,5 Stunden, Rind- oder Lammfleisch 2 Stunden bei schwacher Hitze zugedeckt ziehen lassen. Fleisch aus der Brühe nehmen und in etwa 1,5 Zentimeter große Würfel schneiden, dann mit etwas Brühe in der Küchenmaschine zerkleinern oder die Fleischwürfel durch den Fleischwolf drehen. Fleischmus in heiß ausgewaschene Eiswürfelbereiter füllen und im Tiefkühlgerät mehrere Stunden gefrieren lassen. Anschließend in Gefrierbeutel oder gut schließende Gefrierdosen umfüllen. Alternativ kann das Fleischmus in Portionen zu etwa 30 Gramm in kleinen Gefrierbeuteln eingefroren werden. Für den Mittagsbrei einen gefrorenen Fleischwürfel dem Gemüse etwa fünf Minuten vor Garende zufügen oder im Gefrierbeutel im heißen Wasserbad erhitzen. Gemüse (Kartoffel-)Fleischmischung zum Schluss mit dem Pürierstab fein zerkleinern, bei zu fester Konsistenz des Breis mit etwas Gemüsekochwasser verdünnen. Das gefrorene Fleischmus für Ihr Baby sollte innerhalb von zwei Monaten aufgebraucht sein. Danach können Sie es aber noch für die Ernährung der größeren Familienmitglieder verwenden, etwa für Suppen und Eintöpfe.

 

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Nettes aus Kindermund :)

Erleuchtung: Als wir es uns vor Weihnachten jeweils abends gemütlich machten, das Licht löschten und nur noch die kleinen elektrischen Kerzchen brannten, war Zeit für eine Weihnachtsgeschichte. Ich montierte, damit ich den Text lesen konnte, meine Stirnlampe. So zirka nach 10 Minuten wurde meine kleine Tochter (2 ½-jährig) unruhig. Als ich zu ihr schaute, sagte sie zu mir: „Zünde mich nicht an, ich bin keine Kerze!“ Noch heute muss ich lachen, wenn ich daran zurückdenke.