Erfahrungsgemäß gibt es Nahrungsmittel, auf die Kinder, die an Neurodermitis leiden, häufig mit vermehrtem Ausschlag und verstärktem Juckreiz reagieren. Hierzu gehören:
Nüsse (auch in Nougat!) und Ölfrüchte, z. B. Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Cashewkerne, Erdnüsse, Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne
Mandeln (auch in Marzipan und Nougat!)
Zitrusfrüchte (auch Orangen- oder Zitronensaft im Guss, Zitronat, Orangeat)
Schokolade (kann grundsätzlich Spuren von Nüssen enthalten, auch wenn es keine Nussschokolade ist!)
Gewürze (z. B. Nelken, Zimt, Anis, Kardamom)
Farbstoffe (z. B. in Plätzchenverzierungen wie bunten Streuseln, Zuckerschrift)
Aromastoffe (in gekauftem Gebäck)
andere Zusatzstoffe (z. B. geschwefeltes Trockenobst)
Wenn Sie wissen, dass Ihr Kind die genannten Plätzchen- Zutaten problemlos verträgt, müssen Sie allerdings nicht darauf verzichten!
Hier ein Rezept, das kleinen und großen Leckermäulern schmeckt:
Haferkekse – nicht nur für Kinder mit einer Allergie
Zutaten:
10 Esslöffel (EL) blütenzarte Haferflocken
4 EL Puder- oder Traubenzucker
2 EL Birnendicksaft
3 EL milcheiweißfreie Margarine (z. B.Vitagen aus dem Reformhaus) oder weiche Butter
Zubereitung:
Margarine bzw. Butter mit Zucker und Birnendicksaft verrühren, dann Haferflocken daruntermischen. Den Teig in Klarsichtfolie ca. eine Stunde lang in den Kühlschrank legen, dann zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie ausrollen. Mit einem Messer oder einem Teigrädchen Rauten oder Rechtecke schneiden. Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen auf mittlerer Höhe ca. zehn Minuten backen.
Acrylamid: Entwarnung verfrüht
Es wurden Ergebnisse veröffentlicht, denen zufolge Acrylamid doch nicht so gefährlich sein soll wie bisher vermutet. Dabei handelte es sich jedoch um Versuche an Zellkulturen. Wie Acrylamid tatsächlich auf einen Menschen wirkt, der über längere Zeit und aus verschiedenen Quellen damit belastet wird, steht damit noch lange nicht fest! Deshalb sollten Sie weiterhin alle Maßnahmen ergreifen, um Acrylamid in der Ernährung zu reduzieren: „Vergolden statt verkohlen“: Backtemperatur nicht über 190 °C; Gebäck nur goldfarben, aber nicht braun werden lassen; dann sofort aus dem Ofen nehmen. Ei im Teig reduziert die Acrylamidbildung. Je größer das Backgut, desto weniger Acrylamid bildet sich: Lieber größere Plätzchen machen (ist bei ungeduldigen Kleinkindern ohnehin zu empfehlen!) oder statt Plätzchen besser Stollen oder Früchtebrot backen.
Plätzchen backen macht fast allen Kindern Spaß. Hat Ihr Kind jedoch eine Allergie bei bestimmten Nahrungsmitteln, kann schon der bloße Hautkontakt mit unverträglichen Lebensmitteln wie Nüssen oder rohen Eiern zu Ausschlag führen. Deshalb ist Vorsicht angebracht!








