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Babyentwicklung: Die 8 wichtigsten Entwicklungssprünge

Babyentwicklung: Die 8 wichtigsten Entwicklungssprünge

» Sprünge in der Babyentwicklung

Phasen der Baby-Entwicklung

Warum nur sind Babys phasenweise so weinerlich und so schwierig? Des Rätsels Lösung: Entwicklungssprünge in den ersten 14 Lebensmonaten. Anfangs kann so ein Entwicklungssprung Ihr Baby ganz schön verunsichern und quengelig machen. Lesen sie hier mehr über die Babyentwicklung, dann können Sie sich besser darauf einstellen und gelassener damit umgehen.

Während der ersten anderthalb Jahre entwickelt sich Ihr Kind nicht nur körperlich, sondern auch geistig sehr rasch. Die Entwicklung beim Baby schreitet allerdings nicht kontinuierlich voran, sondern verläuft in Schüben bzw. Sprüngen (Entwicklungssprünge). Die niederländischen Psychologen Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij sind nach langjähriger Beobachtung vieler Babys zu dem Schluss gekommen, dass in den ersten 14 Monaten der Babyentwicklung acht Entwicklungssprünge stattfinden, die immer ähnlich ablaufen.

Neue Fähigkeiten aus den Entwicklungssprüngen verunsichern Ihr Baby anfangs

Die Entwicklungssprünge stehen im Zusammenhang mit dem Hirnwachstum und der Reifung des Nervensystems. Durch Umbauvorgänge im Gehirn entwickelt Ihr Kind innerhalb weniger Tage neue Fähigkeiten und Möglichkeiten der Wahrnehmung oder des Lernens. Diese Veränderungen wirken aber zunächst verunsichernd. Ihr Kind ist angespannt und fühlt sich hilflos. Gerade beim ersten Kind sind Eltern oft richtiggehend verängstigt, warum ihr Baby, das bis vor kurzem noch so ein Sonnenschein war, jetzt plötzlich so weinerlich ist, so schlecht schläft und am liebsten ständig von Mama oder Papa herumgetragen werden will. Und ohnehin schon schwierige Babys werden während der Entwicklungssprünge vorübergehend noch schwieriger, weil sie sich in ihrer Haut nicht mehr wohl fühlen.
Nur Mamas Nähe kann die Anspannung lindern. Es ist völlig verständlich, wenn Sie über diese plötzliche Verhaltensänderung besorgt sind und verzweifelt nach der Ursache suchen. Sie probieren alles Mögliche, um Ihr Baby zu trösten, denken an einen Infekt oder an das Zahnen und stellen Ihr Kind vielleicht sicherheitshalber beim Kinderarzt vor. Dabei gehört es wahrscheinlich zur normalen Babyentwicklung. Wenn Sie jedoch wissen, dass alle Babys zu bestimmten Zeiten Entwicklungssprünge machen, wird Sie das veränderte Verhalten weniger beunruhigen, und Sie können meist auch besser auf die Bedürfnisse Ihres Kindes, das nun wieder mehr Nähe braucht, eingehen.

Daran erkennen Sie Entwicklungssprünge bei Ihrem Baby
  • Ihr Baby schreit mehr und wirkt oft unzufrieden.
  • Es will häufiger beschäftigt werden, kann schlechter alleine spielen.
  • Es isst weniger.
  • Es schläft schlechter (kürzer, mehr Probleme beim Einschlafen).
  • Es fremdelt mehr (häufiger, heftiger).
  • Es hängt vermehrt an Ihrem Rockzipfel oder klammert sich stärker an Sie.
  • Es braucht häufiger den Daumen oder den Schnuller.

 

Zum Weiterlesen: „Oje, ich wachse!“ von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij (Goldmann; 352 Seiten; Taschenbuchausgabe 1998 für 10 Û; Ausgabe 2005 für 19 Û). Im Buch können Sie sich Notizen zu den Entwicklungssprüngen Ihres Babys machen. Achtung: Etliche Babys, die als Beispiele in diesem Buch beschrieben werden, sind körperlich und geistig überdurchschnittlich weit entwickelt. Wenn Ihr Kind vieles in diesem Alter noch nicht so wie diese Babys kann, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Machen Sie sicherheitshalber den Entwicklungstest aus Heft 2/05, wenn Sie wissen wollen, ob bei Ihrem Baby alles in Ordnung ist, und wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Kinderarzt.

Wann genau Sie die Entwicklungssprünge bei Ihrem Baby zu erwarten haben und die acht Entwicklungssprünge in unserer großen Übersichtstabelle sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“

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