Kinderhaut produziert weniger Talg als die Haut eines Erwachsenen. Deshalb ist z. B. häufiges Baden ungünstig – ein- bis zweimal wöchentlich genügt. Zum Waschen reicht klares Wasser – Shampoos, Badezusätze und Seifen sind anfangs nicht erforderlich. Bei Pflegeprodukten gilt: Lieber ein hochwertiges Präparat mit pflanzlichen Inhaltsstoffen nehmen und dieses sparsam auftragen. Gesunde Baby- und Kinderhaut muss nur nach dem Baden eingecremt werden. Bei trockener Haut sollten Sie je nach Bedarf ein- bis zweimal täglich eine rückfettende Creme verwenden.
Babypflege: Das verrät die Zusammensetzung von Pflegeprodukten
Auf allen europäischen Kosmetikprodukten muss seit 1997 die Zusammensetzung nach INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) deklariert werden. Die Inhalts stoffe werden nach ihrer Konzentration in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Bei Inhaltsstoffen, die mit weniger als 1 Prozent enthalten sind, ist keine bestimmte Sortierung erforderlich. So werden Farbstoffe z. B. am Ende der Auflistung angeführt. Bei rein pflanzlichen Stoffen wie ätherischen Ölen oder Extrakten muss der botanische Pflanzenname deklariert werden. Dies gilt auch für die Pflanzenöle wie Mandel- oder Jojobaöl.
Wenn Sie sich die Zusammensetzung der Pflegeprodukte Ihres Babys ansehen, erkennen Sie also sofort, ob die vorne auf dem Etikett angepriesenen wertvollen Bestandteile wirklich in nennenswerten Mengen enthalten sind. So sollten empfehlenswerte Inhaltsstoffe (siehe Tabelle) möglichst weit vorne stehen. Wenn Sie wissen wollen, was sich hinter einem bestimmten Inhaltsstoff der Pflegeprodukte verbirgt, hilft Ihnen die Internetseite www.haut.de/service/inci weiter. Informationen zur INCI-Deklaration finden Sie auch unter www.inhaltsstoffe-kosmetik.de.
Für die Babypflege gut geeignete Inhaltsstoffe (Auswahl)
So bereiten Sie Babyhaut gut auf kalte Tage vor
Insbesondere bei Minusgraden ist eine spezielle Wind- und Wettercreme sinnvoll, die viel Fett enthält. Denn je fetthaltiger eine Creme ist, desto besser hält sie die Kälte ab. Feuchtigkeitsspendende, stark wasserhaltige Produkte (Feuchtigkeitscremes, Lotionen) können dagegen im schlimmsten Fall bei niedrigen Temperaturen sogar auf der Haut gefrieren und Erfrierungen verursachen!
|
Mein Tipp |
|---|
|
Fettere Cremes lassen sich schlechter auf der Haut verteilen. Wenn Ihr Kind beim Eincremen „meckert“, verteilen Sie die Creme vor dem Auftragen in Ihren Händen und wärmen sie dadurch ein wenig an – dann geht es leichter! Gut geschützt werden müssen auch die Lippen, denn die Haut ist dort 20-mal dünner als die Gesichtshaut und besitzt kaum Talgdrüsen. |
|
Mein Tipp |
|---|
|
Bei uns hat sich „Dr. Pfleger Apothekers Lippenbalsam“ (Döschen mit 4,6 g für 2,69€ in Apotheken) bewährt, der nur aus natürlichen Bestandteilen (ohne Mineralöl!) besteht. Der Balsam enthält allerdings Erdnussöl, was für Allergiker problematisch sein kann. |







