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Schlafendes Baby mit Bärenmütze
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Einschlafhilfe für Babys - So schläft Ihr Baby schnell ein

Erholsame Nächte für Kind und Eltern

Mit der Geburt eines Kindes ändert sich für die „Neueltern“ das ganze Leben. So ist zum Beispiel vor allem in der ersten Zeit mit dem Säugling kaum noch eine normale Nachtruhe und längeres Durchschlafen zu denken. Wenn Sie gerade erst Vater oder Mutter geworden sind oder demnächst werden, lohnt es sich sich intensiver mit dem Schlaf von Babys auseinander zu setzen. Es gibt einige wichtige Zusammenhänge und Hintergründe, die man kennen sollte. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Tipps und Regeln, die Ihrem Baby und Ihnen das Einschlafen und Durchschlafen erleichtern können. 

Expertenrat von 

Babyschlaf ist anders als der Schlaf von Erwachsenen

Der Schlaf nimmt maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Säuglings. Außerdem entwickelt und verändert sich der Schlaf selbst mit zunehmendem Alter des Kindes. Während das Baby schläft, vollbringt sein kleiner Körper Hochleistungen wie beispielsweise Wachstumsprozesse des Gehirns. Daneben bildet der Schlaf eine wichtige Basis für die Anforderungen des kommenden Tages, wenn es um Gedächtnis, Lernen oder Aufmerksamkeit geht.

Bereits vor der Geburt stellt sich das Ungeborene auf den Tag- und Nachtrhythmus seiner Mutter ein. Es lernt sich durch unterschiedliches Verhalten während dieser Wach- und Ruhezustände an seine Umwelt anzupassen. Mit fortschreitender Schwangerschaft werden die Schlaf-Wach-Zyklen in der Regel länger und für die werdende Mutter meist immer vorhersehbarer.

Doch auch wenn das ungeborene Kind schon Auswirkungen seiner Umwelt im Mutterleib wahrnimmt und sogar darauf reagiert, fällt das Schlafverhalten des neugeborenen Säuglings meist komplett unberechenbar aus. Direkt nach der Geburt muss sich das Baby erst von den Strapazen erholen und dann zu seinem vorgeburtlichen Schlaf-Wach-Zyklus zurückfinden. Mit fortschreitender Gehirnentwicklung verändert sich der Schlaf-Wach-Zyklus des Babys dann sowieso weiter.

Bei Neugeborenen wird zwischen sechs Schlaf-Wach-Zuständen unterschieden, die sich leicht erkennen lassen:

  • Tiefschlaf
  • Leichter Schlaf / REM-Schlaf (REM = Rapid Eye Movement („schnelle Augenbewegung“))
  • Dämmerzustand zwischen Wachheit und Schlafen
  • Hellwacher Zustand
  • Verspielte Phase
  • Schreiphase

 

Wenn sich das Baby im Tiefschlaf oder in einer Schreiphase befindet, schottet es sich komplett von seiner Umgebung bzw. von Stimulationen von Außen ab. In hellwachem Zustand kann der Säugling am meisten aufnehmen. Alle anderen Schlaf-Wach-Zustände sind Übergangsphasen. Das Baby kann sowohl den Tiefschlaf und die Schreiphase als auch den hellwachen Zustand aus eigenem Antrieb aufrecht erhalten.

In den ersten Lebensmonaten benötigt ein Säugling pro Tag etwa 16 bis 20 Stunden Schlaf. Manchmal braucht das Kind zwischen den einzelnen Phasen Ihre elterliche Unterstützung beim Einschlafen. Was Sie dazu tun können, erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel.

Schlafrhythmen müssen erlernt werden

In Ihrer Familie oder Ihrer Partnerschaft wird es bereits einen bestimmten Tag- und Nachtrhythmus geben oder gegeben haben, bevor der Säugling geboren wird oder wurde. Das Baby muss sich nach der Geburt erst an diesen in Ihrer Beziehung / Familie vorhandenen Rhythmus gewöhnen.

Durch das Erlernen der Schlafrhythmen wird der Säugling selbstständig. Wenn Sie Ihrem Kind in Ihrer elterlichen Funktion das Schlafen „beibringen“, räumen Sie ihm damit eigene Individualität ein. Sie geben ihm die Möglichkeit zu lernen, wie es nachts unabhängig von Ihnen als Eltern wird.

Die ersten Wochen bzw. Monate im Leben eines Kindes sind für die Eltern meist die härtesten, wenn es darum geht, dem eigenen Schlafbedarf gerecht zu werden. Selbst wenn das Baby in der Nacht eingeschlafen ist, finden viele Mütter und Väter kaum wieder in den Schlaf, weil sie sich Sorgen machen und den Drang verspüren auf das hilflose Wesen aufzupassen. Nach wie vor spielt dabei auch die Angst vor dem Plötzlichen Kindstod eine große Rolle.

Von Schlafmustern und festen Schlafenszeiten

Wenn Sie Ihr Baby beim Erlernen fester Schlafenszeiten unterstützen und so selbst auch wieder in den Genuss längeren Nachtschlafs kommen wollen, ist es wichtig, dass Sie sich mit den Schlafmustern Ihres Kindes vertraut machen. Ihr Baby muss das Schlafen lernen, während Sie lernen müssen, welche Reaktion angemessen ist, wenn Sie nachts merken, dass Ihr Kind aufgewacht ist. In der Regel lernt man als Mutter oder Vater schnell, wann man darauf hoffen kann, dass das Baby von alleine wieder in den Schlaf findet, wann es angebracht ist, aufzustehen und das Kind zu beruhigen oder wann Maßnahmen wie ein Windelwechsel oder eine „Fütterung“ angezeigt sind.

Kinder, die das Durchschlafen einmal erlernt haben, können dieses übrigens im Laufe ihrer weiteren Entwicklung durchaus kurzzeitig wieder verlernen. Dieser Tatsache sollten Sie ins Auge blicken und darauf vorbereitet sein, damit Sie richtig mit der Situation umgehen können. Das Durchschlafen gerät in der Regel oft in „Vergessenheit“, wenn sich das Kind weitere wichtige Fähigkeiten wie das Hochziehen, Stehen oder die ersten eigenen Schritte aneignet. Während dieser Phasen müssen Sie Ihr Kind begleitend unterstützen, beruhigen und auch Grenzen setzen, damit es wieder lernt von selbst ein- und durchzuschlafen. Schlafen-lernen ist für Ihr Kind ein ganz bedeutsamer Schritt in die Selbstständigkeit, der über einen längeren Zeitraum mit mehr oder weniger intensivem Aufwand Ihrerseits verbunden ist.

Beruhigungs- und Einschlafhilfen für Ihr Baby

Sie können Ihr Baby aktiv dabei unterstützen, zu erlernen wie es sich selbst beruhigen kann. Dazu bieten sich beispielsweise folgende Maßnahmen an:

  • Traditionelles Wickeln: Nehmen Sie Ihr Baby und wickeln Sie es ab der Körpermitte in ein Tuch ein, damit es sich geborgen und sicher fühlt.
  • Nuckeln: Fördern Sie Ihr Kind dabei, den Daumen oder die kleine Faust an den Mund zu führen, damit es lernt, dass es sich durch Nuckeln selbst beruhigen kann. Alternativ können Sie auch versuchen, Ihren Säugling an einen Schnuller zur Beruhigung zu gewöhnen.
  • Schlaflieder: Singen Sie und wiegen Sie Ihr Kind dabei sanft in den Schlaf oder stimmen Sie ein Schlaflied an, während Sie das Baby zurück ins Bettchen oder in die Wiege liegen.
  • Passende Schlafunterlage: Suchen Sie sich für Ihr Baby das passende Babybett oder -wiege aus. Eine gute Auswahl an TÜV-und schadstoffgeprüften Babybetten erhalten Sie im Internet zum Beispiel bei www.betten.de.
  • Montone Geräusche: Erzeugen Sie ein gleichbleibendes Geräusch wie z.B. von einer Waschmaschine, um so für eine schlaffördernde Atmosphäre zu sorgen.
  • Nähe: Tragen Sie Ihr Baby an Ihrer Brust.

 

Weitere Tipps finden Sie im Artikel: „Einschlafprobleme: Das können Sie tun, wenn Ihr Baby nicht einschlafen will!“.

Wie Babys lernen wieder selbst einzuschlafen

Damit Sie wieder erholsame Nächte verbringen können und Ihr Kind richtig schlafen lernt, ist es essentiell, dass das Kind in der Lage ist, sich selbst wieder zu beruhigen, nachdem es plötzlich aufgewacht ist. Als Eltern müssen Sie darauf vertrauen, dass Ihr Baby diesen Lernschritt meistern wird, was unter anderem damit verbunden ist, dass Sie nicht beim kleinsten „Pieps“ direkt neben dem Kinderbettchen stehen und beruhigend auf Ihr Kind einreden.

Der Säugling muss außerdem lernen, einen Zeitraum von drei bis vier Stunden ohne Nahrung auszuhalten.

Darüber hinaus muss das Nervensystem des Kindes soweit gereift sein, dass es in der Lage ist, die Schlafphasen über die Nacht auszudehnen. Das Kind muss dazu fähig sein, sein eigenes Schlafmuster zu finden. Wissenschaftlich geht man davon aus, dass Babys ab einem Lebensalter von vier Monaten diese Fähigkeit aufweisen.

Fazit

Bis sich Ihr Baby an den Tag- und Nachtrhythmus in Ihrem Haushalt eingestellt hat, können einige Monate vergehen. Selbst dann, wenn Ihr Kind bereits das Durchschlafen erlernt hat, kann es noch wieder zum Verlust dieser Fähigkeit kommen, wenn das Baby durch die Entwicklung anderer Fähigkeiten gefordert wird.

Bleiben Sie insgesamt gelassen und versuchen Sie Ihr Baby so gut wie möglich zu unterstützen, damit es zu einem selbstständigen Individuum heranwachsen kann. Setzen Sie Beruhigungs- und Einschlafhilfen ein, um dieses große Ziel zu erreichen.

Sie sollten aber auch an sich und Ihren Schlafbedarf denken: Hier kann es sinnvoll sein, wenn Sie sich in den ersten Lebensmonaten des Säuglings an seinem Schlaf-Wach-Rhythmus orientieren und dann schlafen, wenn Ihr Baby dieses auch tut.

 

 

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