Vor allem Kinder zwischen zwei und sechs Jahren leiden an diesen nächtlichen Attacken. Jungen sind deutlich häufiger vom Nachtschreck betroffen. Es wird eine angeborene Veranlagung vermutet, da der Nachtschreck familiär gehäuft vorkommt. Nachtschreck-Attacken treten im ersten Drittel der Nacht, meist ein bis vier Stunden nach dem Einschlafen, auf. Dann durchlaufen die Kinder einen Wechsel der Schlafphasen und wechseln vom Tiefschlaf in einen halbwachen Zustand, bevor sie wieder in den Tiefschlaf fallen. In diesem Übergangsstadium bleiben die vom Nachtschreck betroffenen Kinder quasi „stecken“ – sie schlafen nicht mehr, sind aber auch nicht richtig wach, sondern befinden sich wie in Trance.
Hat Ihr Kind einen Nachtschreck? Das kennzeichnet den typischen Ablauf
Der Nachtschreck beginnt meist mit einem gellenden Schrei, manchmal auch mit einem Wimmern oder Keuchen. Das Kind zeigt alle Anzeichen starker Angst: Die Augen sind weit aufgerissen, die Pupillen schreckgeweitet. Es hat Herzklopfen, atmet schwer, schwitzt, ist verwirrt und unruhig – häufig schlafwandelt es und/oder spricht im Schlaf, möglicherweise tritt und schlägt es um sich. Manche Kinder nässen beim Nachtschreck auch ein. Es scheint die Eltern nicht zu erkennen, sein Blick geht ins Leere. Versuchen die Eltern es zu beruhigen, lassen sich die meisten Kinder weder anfassen noch beruhigen und stoßen eventuell sogar Mutter oder Vater weg. Der Nachtschreck endet so plötzlich, wie er begonnen hat. Das Kind entspannt sich, legt sich friedlich wieder hin bzw. lässt sich ins Bett zurückbringen und schläft ruhig weiter. Am nächsten Morgen kann sich das Kind an den Nachtschreck nicht erinnern. Nachtschreck-Episoden halten meist nur eine bis zehn Minuten an, können aber auch bis zu einer halben Stunde dauern. Wie häufig Attacken vorkommen, ist sehr unterschiedlich. Der Nachtschreck kann mehrmals wöchentlich, aber auch in größeren Abständen oder überhaupt nur einmalig auftreten.
So können Sie einen Nachtschreck bei Ihrem Kind vorbeugen
Sorgen Sie für einen regelmäßigen Schlafrhythmus und ausreichend Schlaf. Folgende Tipps helfen dabei dem Nachtschreck vorzubeugen: Legen Sie Ihr Kind frühzeitig und immer zur selben Zeit schlafen. Schläft es nachts zu wenig, lassen Sie es zusätzlich einen Mittagsschlaf machen. Führen Sie ein festes Zu-Bett-geh-Ritual ein, das jeden Abend gleich abläuft. Bringen Sie Ihr Kind abends zur Ruhe und vermeiden Sie Fernsehen, Herumtoben oder aufregende Spiele. Lüften Sie das Kinderzimmer vor dem Schlafengehen gründlich. Die ideale Raumtemperatur liegt bei 16 bis 18 °C.
Nachtschreck oder Alptraum? Was ist schlimmer für Ihr Kind?
Für ein Kind sind Alpträume wesentlich schlimmer als der Nachtschreck, weil es sich daran erinnern kann. Alpträume treten meist in der zweiten Nachthälfte auf. Das Kind erwacht angsterfüllt und hat auch nach dem Aufwachen noch Angst. Der Trauminhalt wiederholt sich oft, das Kind kann sich meist sogar noch am nächsten Tag an seinen Alptraum erinnern. Es will nachts beruhigt werden und hat eventuell wegen seiner Angst Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen.










Hallo, liebe Redaktion!
Bin Mutter einer fast 3 jährigen kleinen Maus. Anfangs, d.h. bis vor ca. 8 Monaten, war es für sie völlig normal im eigenen Bettchen und alleine zu schlafen. Nun ist es leider so, dass wir sehr, sehr rabiate Obernachbarn haben. Die haben es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, in der Nacht ab ca. 24 Uhr bis 2 und dann nochmal ab 3.30 Uhr und 5 Uhr rumpolltern zu müssen. Es ist echt SCHLIMM!!!! Jedes Gespräch mit diesen Leuten verlief im Sande. Kommentar derer: "Ich nix verstehen! Was Du meinen!" Nun schläft abwechselnd mein Mann oder ich bei der Kleinen. Denn ohne Mami oder Papa geht sie nicht einmal mehr zu Bett!! Trotzdem schreckt sie im Schlaf auf und schreit, dass einem das Herz stehen bleibt! Dann gibt es auch wieder diese Zwischenphasen, in denen sie sich von einer Seite zur anderen wälzt und "nur" "hmmm, hmmm, hmmm...." von sich gibt. In diesem Zustand ist sie wirklich nicht immer ansprechbar. D.h. bei einem leisen beruhigenden Ton von Papa oder mir, reagiert sie nicht wirklich. Man muss sie eigentlich erst "richtig" aufwecken, um sie dann beruhigen zu können. Nun werde ich auf Ihre Bachblüten zugreifen, um meinem kleinen Engel wieder endlich einen ruhigen Schlaf schenken zu können. Außerdem suchen wir fieberhaft nach einer anderen Wohnung. Selbst unser "Großer" (12) ist nächtens richtig genervt von dem Lärm. Klar nur, dass er es momentan zumindest noch besser wegsteckt. Ich hoffe und danke Euch für Eure Tipps!!!! Vielen, vielen Dank!!