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Mädchen mit Angst vor dem Einschlafen

Schlafstörungen bei Kindern

Nächtliche Ängste

Abends alleine im Bett – da werden die fiesen Nachtgespenster erst richtig munter und rauben Kindern den Schlaf und führen somit zu Schlafstörungen. Mit unseren Hilfestellungen wird auch Ihr Kind mit seinen Ängsten fertig. 

Expertenrat von 

In den ersten drei Lebensjahren ist es vor allem Trennungsangst, die die Kleinen nicht einschlafen lässt und oft zu Schlafstörungen bei Kindern führt. Was ist, wenn Mama oder Papa das Zimmer verlassen und dann einfach nicht wiederkommen?

Schlafstörungen bei Kindern: Vertrauen hilft gegen Trennungsängste

Die wichtigste Maßnahme gegen Trennungsängste ist eine gehörige Portion Vertrauen. Damit sich Ihr Kind abends entspannt von Ihnen lösen kann, somit keine Schlafstörungen entwickelt, muss es sich absolut auf Sie verlassen können:

  • Lassen Sie Ihr Kind niemals allein zu Hause, wenn es schläft. Wacht es auf und ruft vergeblich nach Ihnen, wird das seine schlimmsten Befürchtungen bestätigen. Es würde Sie sehr viel Zeit und Anstrengung kosten, sein Vertrauen wieder zu festigen.
  • Wacht Ihr Kind nachts weinend auf oder ruft es nach Ihnen, sollten Sie sofort reagieren. Vielleicht genügt es, aus dem Schlafzimmer zu rufen: „Schätzchen, ich bin da, es ist alles in Ordnung!“ Meist müssen Sie aber doch kurz ans Kinderbett kommen, um das Kleine mit einem Streicheln oder einem Kuss zu trösten.
  • Eine gedämpfte Geräuschkulisse beruhigt Ihr Kind. Wenn Sie abends das Kinderzimmer verlassen, fühlt sich Ihr Kind sicherer, wenn es Sie hören kann und somit weiß: Aha, meine Eltern sind noch da! Vielleicht führen Sie mit gedämpfter Stimme ein Telefongespräch oder summen leise vor sich hin, wenn Sie abends dasitzen und stricken oder etwas aufräumen.
  • Lassen Sie Ihr Kleines beim abendlichen Kuscheln noch einmal so richtig „Nähe tanken“, z. B. durch viel Körperkontakt beim Vorlesen. Nehmen Sie Ihr Kind dabei auf den Schoß oder in den Arm.
  • Kleine Helfer erleichtern den Abschied von Mama oder Papa. In den ersten Lebensjahren kann schon Mamas Geruch  Geborgenheit verbreiten. Geben Sie Ihrem Kind z. B. ein getragenes T-Shirt mit Ihrem Geruch oder Ihrem Parfüm mit ins Bett. Kindern ab drei Jahren hilft ihre rege Fantasie. Als Stellvertreter für die Eltern rangieren nun Teddy & Co. An oberster Stelle und sind zuverlässige Tröster für Ihr Kind. Sie können die Wirkung des Kuscheltiers noch steigern, wenn Sie es z. B. jeden Abend für kurze Zeit an Ihre Brust drücken und Ihrem Kind erklären, dass Sie es jetzt mit Ihrer Liebe „aufgeladen“ haben.
  • Ein kleines Nachtlicht oder die geöffnete Zimmertür geben Ihrem Kind Sicherheit, und es fühlt sich nicht allein.

Mein Tipp gegen Schlafstörungen bei Kindern:
Wenn Sie im Kinderzimmer eine schwache Lampe brennen lassen wollen, darf diese keine „geheimnisvollen“ Schatten werfen, in denen sich für Ihr Kind Gespenster verbergen könnten.

Schlafstörungen bei Kindern: Fantastische Hilfen bei Monsteralarm

Mit etwa drei Jahren beginnt das so genannte Märchenalter, eine magische Phase, die ihren Höhepunkt im Alter von sechs Jahren erreicht. Mit ihrer regen Fantasie sehen die Kleinen dann in den Kleidern, die über dem Stuhl hängen, eine Hexe oder im Schatten hinter dem Schrank ein Gespenst.

Neben den Maßnahmen gegen Trennungsängste können Sie Ihrem Kind folgendermaßen helfen:

  • Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst und lachen Sie es keinesfalls aus. Wenn Sie ihm erzählen, dass auch Sie als Kind Angst in der Dunkelheit und vor Monstern hatten, und ihm verraten, was Ihnen damals geholfen hat, kann es seine eigenen Ängste leichter bewältigen.
  • Lesen Sie Märchen vor. Darin werden Ängste kindgerecht thematisiert, und am Ende siegt immer das Gute. Auf diese Weise kann Ihr Kind seine Ängste bearbeiten.
  • Lassen Sie Ihr Kind das Angstgespenst malen. So verliert das Ungeheuer schon ein Stück von seinem Schrecken. Das Monsterbild können Sie zusammen in den Garten bringen und auf einen Baum hängen, in eine Kiste einsperren oder irgendetwas damit machen, das das Monster in Schach hält. Ermutigen Sie Ihr Kind zu malen, wie es sich gegen Ängstigendes zur Wehr setzt. Es kann sich z. B. in Ritterrüstung malen, wie es den bösen Drachen besiegt hat. Dadurch entsteht ein konkretes Bild von Ihrem Kind als Sieger über die Angst. Und: Je mehr sich Ihr Kind mit seiner Angst auseinander setzen kann, desto schneller wird sie verschwinden.
  • Greifen Sie die Vorschläge Ihres Kindes auf. Die Kleinen haben selbst häufig die besten Ideen, was zu tun ist. Vielleicht will es ein Bild von einem Monster malen, damit sich nächtliche „Gestalten“ davor fürchten und nie mehr wiederkommen? Oder es erfindet eine Zauberwaffe, z. B. einen Umhang, der es für Geister unsichtbar macht? Vielen Kindern hilft auch der Glaube an ihren persönlichen Schutzengel. Fragen Sie außerdem immer nach, was Sie tun könnten, damit Ihr Kind keine Angst mehr haben muss.
  • Teddy & Co. sind prima Beschützer. Vielleicht können ein oder mehrere Plüschtiere in Zukunft als Schutztiere für Sicherheit sorgen und die Monster verjagen. Ein Wachtposten könnte schon an der Türe sitzen und ein weiterer neben dem Bett. Wenn Sie jetzt noch eine Geschichte um die geheimen Kräfte und früheren Heldentaten der Schutztiere ranken lassen, verstärkt das deren Wirksamkeit ganz ungemein.
  • Seien Sie bei Monsteralarm sofort zur Stelle. Wenn Ihr Kind die Gewissheit hat, dass es sofort Hilfe bekommt, auch wenn es sich wegen eines Krokodils unter dem Bett nicht aufzustehen traut, gibt ihm das große Sicherheit. Vielleicht müssen Sie zusammen die Monster mit lautem Geschrei oder magischen Ritualen verjagen. Beruhigend kann es auch sein, wenn Sie zusammen mit Ihrem Kind vor dem Schlafengehen alle „Monster- Versteckplätze“ absuchen und sich vergewissern, dass die Luft rein ist.

Buchtipp für Kinder ab etwa vier Jahren: „Mächtig mutig“ von Astrid Hille, Dina Schäfer und Melanie Garanin (OZ Verlag 2005; 45 Seiten; 9,90 €)

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Kommentare zu "Schlafstörungen bei Kindern"

  • Hans schreibt am 18.12.2013

    Sehr geehrte und Herrn,

    Schlafstörungen bei Kindern oder Erwachsenen sind in den meisten Fällen auf athermische Effekte zurückzuführen, beobachtet man Kinder beim Schlafen, die meisten liegen schief im Bett oder drehen sich auf die andere Seite. Diese technischen ultraschwachen Felder stören die Biologie bei Menschen und besonders bei Kindern gravierend, wir können dieses Problem sofort lösen.

    Mi freundlichen Grüßen
    Hans Luginger
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