10 Schritte zur Stärkung des Selbstvertrauens Ihres Kindes
- Vertrauen Sie Ihrem Kind, indem Sie es nicht übermäßig behüten und einengen und ihm altersgemäße Freiräume gewähren.
- Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern. Jedes Kind ist einzigartig. Seine Leistungen und Fortschritte sollten immer nur mit dem verglichen werden, was es bisher gekonnt hat.
- Heben Sie kleine Erfolge hervor und fassen Sie Missgeschicke als gute Gelegenheit auf, aus denen Ihr Kind etwas lernen kann.
- Unterstützen Sie Ihr Kind bei seinen Versuchen,selbstständig zu werden. Eine falsch geknöpfte Jacke oder ein umgestoßenes Glas sind keine Dramen. Lassen Sie ihm möglichst viel Zeit, selbst zu entdecken, wie man richtig isst, sich wäscht und anzieht.
- Stärken Sie Ihr Kind darin, für sich selbst zu handeln. Lassen Sie es beispielsweise nach dem Weg fragen, im Restaurant selbst bestellen oder ein defektes Spielzeug umtauschen.
- Sagen Sie zu Ihrem Kind ab und zu die Zauberformel„Ich vertraue dir“. Sie kann kleine Wunder bewirken!
- Lachen Sie Ihr Kind niemals aus, wenn es etwas falsch gemacht hat. Es könnte ein Leben lang darunter leiden.
- Nehmen Sie die Meinung Ihres Kindes ernst, auch wenn Sie anderer Auffassung sind.
- Fordern Sie Ihr Kind. Schon Kleinkinder können Blumen gießen und in andere alltägliche Haushaltspflichten einbezogen worden. So lernt Ihr Kind, Verantwortung zu übernehmen, und fühlt sich anerkannt, wenn Sie ihm zutrauen, Aufgaben selbstständig auszuführen. Geben Sie nicht auf, wenn Ihr Kind sich etwas nicht traut. Ermuntern Sie es immer wieder, aber zwingen Sie es nicht.
- Denken Sie daran, dass Sie Vorbild sind. Je couragierter Sie sich selbst bei Ungerechtigkeiten auf dem Spielplatz oder bei anderen Gelegenheiten zeigen, umso eher wird auch Ihr Kind den Mut finden, sich zu wehren.
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Mein Tipp für mehr Selbstvertrauen |
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Sätze, die mit „Findest du nicht auch ...?“ beginnen, sind ein guter Ansatz, um mit Ihrem Kind im Gespräch zu bleiben. |
Faire Kommunikation drückt Wertschätzung aus und fördert das Selbstvertrauen Ihres Kindes
Ganz wichtig für die Entwicklung und das Selbstvertrauen ist ein fairer sprachlicher Umgang miteinander. Ihr Kind hat ein Recht auf eindeutige Kommunikation!
- Vermeiden Sie jede Form von Ironie oder Sarkasmus. Kinder können damit nicht nur nicht umgehen, sondern sie verstehen solche Sätze nicht. Wenn Ihr Kind etwas verschüttet hat, wird es mit Verwirrung reagieren, wenn Sie zu ihm sagen: „Das hast du aber wieder toll hingekriegt!“
- Senden Sie keine paradoxen Botschaften. Achten Sie darauf, dass Ihre Aussagen mit Ihrer nonverbalen Signalen (Gesichtsausdruck, Körpersprache) übereinstimmen. Wenn Sie mit einem traurigen Gesicht zu Ihrem Kind sagen: „Schön, dass du da bist!“, wird es vielleicht Schuldgefühle bekommen, sich über die Mitteilung aber nicht freuen können.
- Bestimmen Sie nicht über die Gefühle Ihres Kindes und „verordnen“ Sie ihm keine Gefühlslagen. Wenn es über Schmerzen klagt, dann sind da Schmerzen – allein schon deshalb, weil Ihr Kind daran glaubt. Versuchen Sie ihm nicht einzureden, dass es keine Schmerzen hat. Dadurch kann es auf Dauer den Kontakt zu den eigenen Gefühlen verlieren.
- Zeigen Sie sich Ihrem Kind gegenüber als klar undeindeutig. Wenn Sie eigene Zweifel haben, sollten Sie dazu stehen. Und wenn Sie etwas nicht wissen oder können, dürfen Sie das ruhig zugeben.
Selbstvertrauen bei Kindern stärken: Formulieren Sie positiv!
- Benutzen Sie positive und wertschätzende Formulierungen. Statt „Sei nicht so ungeschickt“ sollten Sie hr Kind mit einem ermunternden „Versuch’s noch einmal“ ermutigen.
- Vermeiden Sie Kritik. Studien belegen, dass Kinder unter zwölf Jahren aus Kritik nichts lernen können. Im Gegenteil: Nach einer negativen Rückmeldung wie „Du hast es falsch gemacht“ machen Kinder sogar ungewöhnlich viele Fehler. Helfen Sie Ihrem Kind lieber bei der Beseitigung eines Malheurs oder bei der Wiedergutmachung eines Schadens. Das stärkt die Selbstwirksamkeit Ihres Kindes.
- Erkennen Sie prinzipiell jede Leistung an. Aber Vorsicht mit zu viel Lob: Betrachtet Ihr Kind Lob als Belohnung, hält es Nichtloben bald für Geringschätzung! Schnell kann es sich als Versager fühlen, wenn es mal nicht gelobt wird. Sätze wie „Guck mal, was du schon kannst“ oder „Ich freue mich, dass dir das geglückt ist“ drücken auf einfachere Art Anerkennung aus.
- Vermeiden Sie Sätze wie „Das kannst du aber bessermachen“. Damit drücken Sie aus, dass das Geleistete nicht gut genug ist. Erwarten Sie keinen Perfektionismus. Natürlich machen Sie das Bett schneller und ordentlicher als Ihr Kind. Entwerten Sie aber seine Leistung nicht, indem Sie das Betttuch glattstreichen oder das Kissen noch mal aufschütteln.
So zeigen Sie, wie stolz Sie auf Ihr Kind sind und stärken sein Selbstvertrauen
Nichts gibt Ihrem Kind mehr Selbstvertrauen als das Gefühl, etwas geschafft zu haben und sich in Ihrer Wertschätzung „sonnen“ zu können. Wenn Ihr Kind etwas gut hinbekommen hat, rufen Sie ruhig einmal laut „Bravo!“ oder applaudieren Sie. Wenn ältere Geschwisterkinder dabei mitmachen, ist das ein besonders erhebendes Gefühl für Ihren kleinen Helden. Für größere Leistungen und für Dinge, die Ihrem Kind besonders schwer fallen, darf es besondere Anerkennung geben. Wie wäre es z. B. mit folgendem Ritual zum Mittagessen: Ihr Kind darf an solchen Tagen auf Ihrem Platz sitzen, bekommt einen Teller mit goldenem Rand, Sie zünden eine Kerze an und es darf bestimmen, was gekocht wird. Zu besonderen Anlässen können Sie einen bunten Windsack oder eine selbst gebastelte Fahne hissen, die weit sichtbar verkünden, dass heute Geburtstag ist, Ihr Kind aus dem Krankenhaus entlassen wurde oder im Schwimmkurs gerade das „Seepferdchen“ geschafft hat. Führen Sie ein spezielles „Kinderbuch“. Das ist eine einfache, aber wirksame Methode zur Förderung des Selbstvertrauens, denn in dieses Buch tragen Sie alle Erfolge Ihres Kindes und seine Meilensteine der Entwicklung ein (die ersten Krabbel- oder Gehversuche, Stilblüten). Auch als positive Erziehungshilfe ist es gut geeignet, etwa in dem Sinne: „Oh, das hast du gut gemacht, das schreiben wir heute gleich ins Kinderbuch!“
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Mein Tipp |
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Geben Sie dem Kinderbuch den Namen Ihres Kindes. Hieße Ihr Sohn Paul, wäre das also sein „Paul-Buch“. |







