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Starkes Mädchen, starker Junge
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Starke Mädchen, starke Jungs: Die besten Erziehungstipps für ein selbstbewusstes Kind

Geschlechter-gerechte Erziehung für mehr Selbstbewusstsein

Mädchen und Jungen ticken unterschiedlich, das wird nicht erst in der Pubertät deutlich. Es ist nötig, dass Sie schon früh anfangen Ihr Kind Geschlechter-gerecht zu erziehen, ohne es in eine Geschlechterrolle hinein zu drängen. Diese Tipps helfen Ihnen, Ihr Mädchen oder Ihren Jungen selbstbewusst zu erziehen. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Jungen und Mädchen haben unterschiedliche Stärken, die auch unterschiedlich gefördert werden sollten. So entwickelt sich das Selbstbewusstsein Ihres Kindes und macht Ihren Jungen oder Ihr Mädchen zu einer starken Persönlichkeit. 

Mit diesen 6 Tipps machen Sie Mädchen und Jungen stark

  1. Fördern Sie gezielt die Stärken Ihres Kindes. Loben Sie seine Fortschritte und stellen Sie Schwächen nicht in den Vordergrund. Doch beobachten Sie sich dabei selbst: Wenn Sie bei einem Mädchen gezielt mädchentypische Verhaltensweisen (z. B. fürsorgliches Verhalten) loben, wird es dieses Verhalten in Zukunft deutlicher und häufiger zeigen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Jungen.
  2. Lösen Sie sich in Ihrer Familie von typischen Rollenklischees. Klar, kleine Jungs eifern dem Papa nach, und kleine Mädchen wollen wie die Mama werden. Deshalb sollte auch der Papa mal ein Essen kochen und die Mama einen Nagel in die Wand schlagen. Je gerechter und partnerschaftlicher Sie die Arbeiten zu Hause verteilen, umso besser! Vielseitige Eltern verhindern, dass sich der Nachwuchs auf bestimmte Rollenbilder festlegt und verunsichert wird, wenn es sich einmal nicht dem Rollenbild entsprechend verhalten muss. Doch in einer Gesellschaft wie dieser verschwimmen diese Rollenbilder. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass das völlig normal ist. So machen Sie Ihr Kind stark und selbstbewusst.
  3. Seien Sie auch in der Erziehung vielseitig. Häufig sind Papas für wilde Kissenschlachten „zuständig“ und Mamas fürs Singen und Basteln. Brechen Sie gezielt aus diesen Rollen aus: Auch Mütter können Fußball spielen oder Drachen bauen. Dafür dürfen Väter basteln, auf dem Sofa kuscheln und Bücher vorlesen oder mit den Kindern Weihnachtsplätzchen backen. Wenn Sie sich selbstbewusst in für Sie unbekannte Dinge tun oder Dinge, bei denen Sie meinen, Sie weichen von Ihren Talenten ab. Wenn Sie bereit sind selbstbewusst Neues zu entdecken, wird Ihr Kind das auch sein und so selbstbewusst heranwachsen.
  4. Sprechen Sie in der Familie über weibliche und männliche Rollenvorbilder. Wer kennt nicht Sätze netter Nachbarinnen wie „Du bist aber stark – ein richtiger kleiner Mann!“ oder „In deinem rosa Kleidchen siehst du wie eine Prinzessin aus!“ Solche häufiger gehörten Äußerungen bleiben den Kleinen im Gedächtnis und tragen dazu bei, dass z. B. Mädchen glauben, niedlich aussehen zu müssen, oder Jungen sich als starke Draufgänger sehen. Steuern Sie gegen, indem Sie über abweichende Rollenvorbilder sprechen (z. B. Frauen, die bei einer Rallye mitfahren, oder Männer, die als Erzieher im Kindergarten arbeiten). Da es heutzutage keine festen Rollenbilder mehr gibt (z.B. „Frauen können kein Automechaniker werden“), wir Ihr Kind selbstbewusster, wenn es dies von vorneherein vermittelt bekommt und nicht überrascht wird, dass auch Mädchen mit Spielzeugautos spielen dürfen.
  5. Von Ihrem Vorbild hängt es ab, wie Ihr Kind sich in seiner Geschlechtsrolle fühlt. Kleinen Mädchen tut es gut, wenn Mama eine selbstbewusste Frau ist, die auch mal etwas Neues ausprobiert und mal „fünfe grade sein lassen“ kann. Kleine Jungen profitieren von einem Papa, der einerseits fürsorglich, andrerseits aber auch durchsetzungsfähig ist.
  6. Stehen Sie zu Ihren Schwächen und Fehlern. Mama und Papa können aus Kindersicht alles besser und sind richtige Superhelden. Da hat man es als Kind ganz schön schwer, ihnen nachzueifern. Hier hilft es, wenn Papa zugibt, etwas nicht zu können, oder Mama gesteht, dass sie von etwas überhaupt keine Ahnung hat. Und es ist absolut in Ordnung, wenn Sie beim Wettlauf hin und wieder absichtlich verlieren. Wer Fehler zugeben kann, wird ein starker und selbstbewusster Mensch. Seien Sie so ein Vorbild und Ihr Kind wird es Ihnen gleichtun!

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