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Trödelnde Kinder - sie lieben es, Zeit zu schinden
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Kleine Trödler: Die 12 besten Anti-Trödel-Tipps

Erziehung und Entwicklung

Sie haben einen wichtigen Termin, Ihr Kind muss jedoch unbedingt noch jedes Stofftier einzeln ins Bett bringen. Solche Szenen spielen sich in vielen Familien ab und bringen Eltern zum erzweifeln. Mit unseren Praxistipps werden Sie und Ihr Kind ohne Stress schneller fertig. 

Expertenrat von 

Was Erwachsenen als Trödelei erscheint, ist für Kinder oft nur ein Versunkensein in ihr Spiel. Kinder haben alle Zeit der Welt, Termine und Uhren existieren in den ersten Lebensjahren für sie nicht. Mit abstrakten Zeitbegriffen wie „in einer Stunde“ oder „in zehn Minuten“ können sie nichts anfangen. Sie lernen dies erst im Schulalter, wenn sie die Uhr lesen können. Wenn Sie diese Tatsachen bedenken, fällt es Ihnen von vornherein leichter, gelassen mit Ihrem ins Spiel versunkenen Kind umzugehen – selbst wenn Sie wieder mal in Eile sind. 

Trödeln als Strategie

Manche Kinder setzen ihr Getrödel allerdings auch ganz gezielt dazu ein, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen oder etwas Unangenehmem zu entgehen. Ist die Trödelei ein Hilferuf, sollten Sie etwas mehr Zeit und Zuwendung für Ihr Kind einplanen – Zeit, die Sie ausschließlich für dieses Kind und nicht etwa auch für die Geschwister reservieren. Will Ihr Kind mit der Trödelei allerdings immer und überall im Mittelpunkt stehen und/oder austesten, wann Mutter oder Vater endgültig aus der Haut fährt, hilft meist nur Konsequenz. Ist es nie zur rechten Zeit angezogen, kann es zum Einkaufen nicht mitkommen. Dauert der abendliche „Kampf“ im Bad immer ewig, muss die Gute-Nacht-Geschichte ausfallen.

Die 12 besten Anti-Trödel-Tipps

  • Das Wichtigste vorweg. Versuchen Sie nicht, Ihr Kind durch ständige Ermahnungen zur Eile anzutreiben. Manche Kinder fühlen sich dann überfordert und werden in der Eile noch langsamer. Andere wiederum schalten auf stur und trödeln extra noch mehr, um ihren Widerstand zu demonstrieren.
  • Selbst ruhig bleiben. Stress und Hektik übertragen sich auf Ihr Kind und verschärfen die Situation noch. Sensible Kinder fühlen sich eventuell stark unter Druck gesetzt und verheddern sich vor Aufregung z. B. beim Anziehen erst recht.
  • Mehr Zeit einplanen. Das ist das beste Mittel gegen Trödelstress. Wer früher aufsteht und schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Aufbruch mit dem Anziehen beginnt, kann leichter gelassen bleiben, wenn der Sprössling sich von jedem Kuscheltier einzeln verabschiedet.
  • Rituale einführen. Feste Abläufe sparen vor allem morgens und vor dem Schlafengehen (beides beliebte Trödelzeiten) Zeit, weil Sie besser abschätzen können, wie lange es dauert, und Ihr Kind gar nicht erst Neues ausprobieren muss.

  • Vorfreude wecken.„Ködern“ Sie Ihr Kind beim Spaziergang etwa mit „Schau mal, da vorne im Schaufenster ist ein Teddy!“ oder geben Sie ihm eine wichtige Aufgabe, etwa in den nächsten Briefkasten einen Brief einzuwerfen.
  • Ablenkung hilft. Gehen langweilige Alltagsdinge wie Anziehen oder Zähneputzen nur zäh voran, erzählen oder singen Sie dabei, dann macht Ihr Kind besser mit.
    Mein Tipp
    Versuchen Sie es mit „Super-Rückenwind-Zauberpuste“! Erzählen Sie Ihrem Kind, wie es damit gleich viel leichter und schneller vorankommen wird. Dann gehen Sie hinter ihm und pusten kräftig von hinten auf seinen Rücken.Wetten, dass Ihr Kind gleich schneller wird?
  • Wettkampf veranstalten. Ein „Mal sehen, wer von uns beiden zuerst seine Schuhe an hat!“ wird Ihr Kind anspornen. Auch Fangenspielen unterwegs ist, sofern es die Verkehrssituation erlaubt, ein probates „Beschleunigungsmittel“. Laufen Sie weg und lassen Sie sich von Ihrem Kind fangen oder versuchen Sie Ihr Kind zu fangen. Schon sind Sie ganz schnell ein gutes Stück vorwärtsgekommen.
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