Lachforscher haben herausgefunden, dass Kinder bis zu 400-mal am Tag lachen. Doch mit zunehmendem Alter vergeht uns offenbar das Lachen. Erwachsene lachen durchschnittlich nur noch 15-mal am Tag. So verwundert es nicht, dass wir dazu neigen, das Leben nur durch die ernste Brille zu betrachten. Auf diese Weise machen wir vieles komplizierter, als es ohnehin schon ist. Denken Sie an unsere Erziehungs-Tipps: Statt zu schimpfen und zu drohen, sollten Sie Ihrem Kind mit witzigen Einfällen und einem Lächeln entgegenkommen. Sie können sicher sein, dass es diese „Sprache“ versteht und motivierter ist, Ihren Anweisungen zu folgen !
Motivieren Sie Ihr Kind mit einem flotten Spruch
- Motivations-Tipp: Verpacken Sie Ermahnungen doch mal „filmreif“ oder „bilderbuchmäßig“. Statt einem: „Jetzt trödel doch nicht so!“ können Sie mit Pi Pa Po, dem Oberbonzen von Mandala aus der Serie „Jim Knopf“, sagen: „Pi Pa Po sagt bloß: Na los, na los, na los!“ Ihr Kind hat sich mal wieder bekleckert der etwas drübergeschüttet? Reichen Sie ihm ein Tuch mit den Worten:„Hast du Suppe auf der Hose, wasch doch selbst die ganze Chose“ – einem unvergleichlichen Reim des kleinen Kobolds Pumuckl. Und wenn es schlechte Laune hat und finster dreinguckt, bringt es vielleicht der Vergleich: „Du bist ja saurer als ein saurer Hering!“ von Findus, Petterssons Kater, zum Lachen. Wichtig für die durchschlagende Wirkung ist nur, dass Ihr Kind den Ausspruch aus dem Buch oder Film schon kennt oder zumindest allgemein mit der entsprechenden Geschichte vertraut ist.
- Motivations-Tipp: Übertreiben Sie schamlos. Ihr Kind will sich vor dem Essen nicht die Hände waschen? Vielleicht kann es ein „Iiieeh, da seh’ ich ja schon, wie die Bakterien rumhüpfen!“ doch noch ans Waschbecken bewegen.
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Meine Motivations-Tipps bei „Anzieh-Tehater“: |
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Das An- und Ausziehen sorgt häufig für Stress zwischen Ihnen und Ihrem Kind? Morgens will es nicht rein und abends nicht raus aus seinen Klamotten? Zweckentfremden Sie verschiedene Kleidungsstücke doch einfach! Ziehen Sie Ihrem Sprössling morgens zum Spaß z. B. den Slip über den Kopf, sodass er durch die Beinlöcher rausgucken kann. Zeigen Sie sich zusätzlich verwirrt: „Upps, da hab ich mich wohl vertan!“ Oder versuchen Sie sich beim Wickeln für die Nacht am Modell „Witwe Bolte“: Setzen Sie ihm die Windel als weißes „Häubchen“ auf. Ganz wichtig: Ihr Kind braucht unbedingt einen Spiegel, damit es die Neukreation auch gebührend bewundern kann! |
- Motivations-Tipp: Lenken Sie mit Reimen und Wortspielchen ab. Ihr Kind hat beim Spaziergang keine Lust mehr? Das Gehen macht wieder Spaß, wenn Sie zum Reim „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm und vorwärts, rückwärts, seitwärts, an!“ mit den entsprechenden Extraschritten marschieren. Ihr Kind sitzt vor seinen Anziehsachen und kommt morgens einfach nicht in die Puschen? Machen Sie ein Anzieh-Gedicht: „Jetzt hast du schon das Hemdchen an, drum kommt jetzt gleich die Hose dran! Dann geh ich in die Hocke und schnappe mir ‘ne Socke!“
- Motivations-Tipps: Huch, wie niedlich! Die Laune wird sicherlich gleich um einiges besser, wenn Sie Ihr brummiges Kind mit Nettigkeiten überschütten: „Möchte mein herzallerliebstes Schnuckelmuckelbärchen jetzt nicht sein superkuscheliges Schlafanzüglein anziehen, damit es gleich traumhaft schlafen kann?“ Meist huscht dann ein Lächeln über das Gesicht des kleinen Brummbären.
- Motivationss-Tipps: Singen Sie’s! Wenn die Aufforderung, doch nun endlich aufzuräumen, wieder mal ungehört verhallt, können Sie nach Opernsängerinnen-Manier losschmettern und Ihre Anordnung in den höchsten Tönen vorbringen – auf ein paar gesangliche „Ausrutscher“ kommt es dabei nicht an.
Wichtig:
So wirkungsvoll Humor für die Motivation bei Kindern ist: Vergessen Sie nie, dass Kinder unter zehn Jahren mit Ironie und Sarkasmus noch nichts anfangen können. Kinder bis zum Ende des Grundschulalters nehmen alles wörtlich und reagieren verwirrt auf Äußerungen wie: „Na toll, jetzt hast du schon wieder was ausgeschüttet!“ Spaßige Bemerkungen sind außerdem tabu, wenn Ihr Kind wirklich unter einer Sache leidet. Das würde dazu führen, dass Ihr Kind sich nicht ernst genommen fühlt und glaubt, Sie würden sich über sein Problem lustig machen.








